Verkehr

Verkehr

Pionierregion für nachhaltige Mobilität

  • Menschen steigen in die U-Bahn

Mobilität ist eine Grundvoraussetzung für gutes Leben und erfolgreiches Wirtschaften. Wir machen Baden-Württemberg zu einem Wegbereiter für nachhaltige Mobilität und schaffen ein attraktives Angebot von Bussen und Bahnen – im ländlichen Raum genauso wie in den Ballungsgebieten. Gleichzeitig sorgen wir für gute und leistungsfähige Straßen, in dem wir erhebliche Mittel in deren Erhalt, Sanierung und Ausbau investieren.

Baden-Württemberg ist das Mutterland des Automobils und  die Geburtsregion des Fahrrads. Neue Möglichkeiten der Mobilität zu finden, hat die Menschen im Südwesten also schon immer fasziniert.

»Durch die Verbindung von Schiene, Straße und Wasserwegen sowie die Förderung von Elektrofahrzeugen wollen wir den Energieverbrauch und die Umweltbelastung durch den Verkehr verringern.«

Winfried Hermann, Minister für Verkehr

Die Landesregierung macht unser Land zum Wegbereiter nachhaltiger Mobilität. Nicht nur der fortschreitende Klimawandel zwingt uns zum Handeln, sondern auch der gesellschaftliche und wirtschaftliche Wandel hin zur Digitalisierung, technische Innovationen und sich verändernde Lebensstile erfordern in Mobilitätsfragen ein Umdenken.

Der Verkehr ist für rund ein Drittel des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes in Baden-Württemberg verantwortlich. Deshalb setzen wir neue Prioritäten in der Verkehrspolitik. Wir wollen eine Mobilität, die umwelt- und klimaverträglich, sozial, wirtschaftlich und effizient ist.

Wir stärken den öffentlichen Personenverkehr, damit mehr Menschen Bus und Bahn nutzen können. Wir bringen den Radverkehr voran, denn das Rad kann im Alltag oft eine attraktive, umweltfreundliche und kostengünstige Alternative sein. Wir sorgen für gute Straßen, die die Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen brauchen. Wir bringen das Auto der Zukunft voran, indem wir Elektromobilität und alternative Antriebsformen fördern. Wir unterstützen neue Mobilitätskonzepte wie beispielsweise Carsharing und sorgen für eine bessere Vernetzung von öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), Auto und Fahrrad.

Digitale Mobilität und Intelligente Straßen

Intelligente Verkehrsmanagementsysteme und intelligente Verkehrslenkung bergen das Potenzial, die ökonomische und ökologische Effizienz des bestehenden Verkehrssystems zu steigern und den Verkehr sicherer zu machen. Gemeinsam mit der Fahrzeug- und IT-Industrie wollen wir diese Chancen der Digitalisierung nutzen.
Deshalb fördert die Landesregierung digitale Mobilität und intelligente Straßen sowie den intelligenten Einsatz öffentlicher Verkehrsmittel. Die bestehenden Kompetenzen in den Bereichen Digitalisierung, Verkehr, Elektromobilität und alternativer Antriebe, werden wir personell und finanziell bündeln und vernetzen. Ein Beispiel hierfür ist das durch das Land geförderte Testfeld für automatisiertes Fahren in Karlsruhe und Bruchsal

Öffentlichen Personenverkehr stärken

Wir bauen den ÖPNV aus, um mehr Menschen den Zugang zu Bus und Bahn zu ermöglichen. Unser Ziel ist es,  die Zahl der Fahrgäste bis zum Jahr 2030 deutlich zu erhöhen. Um dieses zu erreichen, setzt sich die Landesregierung für ein besseres und komfortableres Angebot in den Ballungsräumen und in der Fläche auf allen Ebenen ein. Unser Ziel ist, dass bis 2025 alle zentralen Orte des Landes an allen Wochentagen von früh morgens bis spät nachts mindestens stündlich angebunden sind – ob mit S-Bahn, Zug, Bus oder flexiblen Angeboten, wie zum Beispiel Ruftaxen.

Zu einem attraktiven ÖPNV gehört ein kundenfreundliches und landesweit einheitliches Tarifangebot – insbesondere für den Verkehr, der über Verbundgrenzen hinausgeht. Mit dem BW Tarif haben den ersten Schritt für ein einheitliches Tarifangebot gemacht. Er ermöglicht ab Ende 2018 in einer ersten Stufe mit einem Ticket durch alle 22 Verkehrsverbünde in Baden-Württemberg fahren zu können.

Digitale Systeme, wie intelligente Fahrgastinformationssysteme gehören heute zwingend zu einem attraktiven ÖPNV und werden im Rahmen unserer Digitalisierungsstrategie digital@bw weiter ausgebaut.

Moderne Schienenstrecken für reibungslosen Verkehr

Um mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen, brauchen wir eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur. Allerdings ist der Ausbau des Schienennetzes die Aufgabe des Bundes. Da der Bund dafür aber viel zu wenig Geld zur Verfügung stellt, engagiert sich Baden-Württemberg wie kein anderes Land in Deutschland finanziell für den weiteren Ausbau und die Modernisierung der Schieneninfrastruktur.

Das gilt für Stuttgart 21 und die Neubaustrecke Stuttgart-Ulm, aber auch für viele andere Projekte. So bringt das Land beispielsweise beim Ausbau der Rheintalbahn gut 400 Millionen Euro ein. Bei der Elektrifizierung der Südbahn Ulm-Friedrichshafen-Lindau liegt der Beitrag des Landes durch die hälftige Mitfinanzierung bei mehr als 100 Millionen Euro. Und auch beim Ausbau der Gäubahn übernimmt das Land Planungskosten.

Zudem hat das Land ein Schienenfahrzeugförderprogramm und einen kommunalen Sanierungsfonds für Brücken auf den Weg gebracht, um den Fuhrparkbestand zu erneuern und die Infrastruktur zu verbessern.

Der Güterverkehr nimmt weiter zu. Um die Belastungen für Mensch und Umwelt zu mindern, muss so viel Güterverkehr wie möglich von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Gerade bei den Mittel- und Langstrecken ist die Schiene und teilweise auch die Binnenschifffahrt die bessere Alternative.

Mehr Investitionen in gute Straßen als je zuvor

Obwohl Baden-Württemberg im Bundesverkehrswegeplan 2030 bereits überdurchschnittlich gut berücksichtigt wird, setzt sich die Landesregierung weiter für Nachbesserungen ein.

Insbesondere wollen wir dafür sorgen, dass die Bundesregierung verstärkt verkehrsübergreifende Maßnahmen in ihr Konzept einbringt. Umladestationen, zum Beispiel von der Straße auf die Schiene oder die Wasserstraße, müssen systematisch gefördert werden, um die Weichen in Richtung einer umwelt- und klimaverträglichen Mobilität zu stellen. Bei den Landesstraßen liegt unser Schwerpunkt auf Erhalt und Sanierung. Da Baden-Württemberg als profilierter Wirtschaftsstandort und Transitland auf eine intakte Straßeninfrastruktur angewiesen ist, investieren wir in den kommenden Jahren in erheblichem Umfang in den Landesstraßenbau.

Allein das Jahr 2017 markiert für den Straßenbau ein Rekordjahr. Rund 1,2 Milliarden Euro wurden für die Sanierung und den Ausbau der Bundesfern- und Landesstraßen sowie für die Finanzierung des Landesstraßennetzes zielgerichtet, effizient und wirtschaftlich investiert. Erstmals seit 1991 hat sich der Zustand der Straßen im Land wieder verbessert.

Bei umstrittenen Projekten setzt die Landesregierung weiterhin auf frühzeitige Information und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.

Radverkehr ausbauen

Ein großes, bislang noch nicht ausgeschöpftes Potenzial für nachhaltige Mobilität bietet das Radfahren. In einem breiten Beteiligungsprozess haben wir die Radstrategie 2015 entwickelt, anhand derer wir Baden-Württemberg in den kommenden Jahren noch fahrradfreundlicher machen wollen.

Unser vereinbartes Ziel ist, den Anteil des Radverkehrs im Land auf 20 Prozent der zurückgelegten Strecken zu verdoppeln. Um das zu erreichen, verbessern wir die Radwege-Infrastruktur im Land Zug um Zug, zum Beispiel durch Förderung von Radschnellwegen.

Leitmarkt für Elektromobilität

Als Heimat des Automobils soll Baden-Württemberg eine führende Rolle bei der Förderung und Anwendung alternativer Antriebe einnehmen. Gemeinsam mit der e-mobil BW stärken wir deshalb die Elektromobilität im Land. Das Land soll zum Leitanbieter von Elektromobilität werden, denn es vereint technologischen Fortschritt mit Umwelt- und Klimaschutz.

Mit unserer „Landesinitiative Elektromobilität 3” wird gezielt in die Ladeinfrastruktur und Innovationen der Elektromobilität und weiterer alternativer Antriebe investiert.

Ein besonders hoher Anteil von Elektroautos ist bei Carsharing-Angeboten zu verzeichnen. Gerade in den Städten erfreut sich Carsharing einer immer breiteren Beliebtheit und stellt eine individuelle Alternative zum eigenen Fahrzeug dar. Zudem leistet der wachsende Wirtschaftszweig einen Beitrag zur Lösung innerstädtischer Verkehrsprobleme wie Stau, Suchverkehr oder Feinstaub. Hier liegen unsere Städte ganz vorn.

Lärmschutz ist Gesundheitsschutz

Lärm kann krank machen – entsprechend geht es bei Lärmschutzmaßnahmen nicht nur um mehr Komfort für einzelne Betroffene, sondern um die Gesundheit vieler Menschen. Hauptursache für den Umgebungslärm sind der Straßen-, Schienen- und Flugverkehr. Wir gehen mit vielen verschiedenen Maßnahmen gegen den Lärm vor – vom Flüsterasphalt über Lärmschutzwände bis hin zur Unterstützung der Gemeinden bei Lärmaktionsplänen und Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Strategiedialog Automobilwirtschaft

Beeinflusst durch die zunehmende Automatisierung, Digitalisierung, Elektrifizierung und neue Mobilitätskonzepte durchlebt das Automobil derzeit die größten Umbrüche seiner Geschichte; es wird quasi neu erfunden. Um diesen Transformationsprozess aktiv zu begleiten, hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann im Jahr 2017 den „Strategiedialog Automobilwirtschaft BW“ ins Leben gerufen. Dieser ist ein völlig neues Format der institutionalisierten Zusammenarbeit, in welchem die Partner aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Arbeitnehmerverbänden, Verbraucherorganisationen, Umweltverbänden und Zivilgesellschaft in engem Schulterschluss zusammenarbeiten. Gemeinsames Ziel der Partner ist es, den Wandel der Automobilbranche und der Mobilität von Morgen in doppelter Hinsicht zum Erfolg zu machen: zum Erfolg für Klima und Gesundheitsschutz sowie zum Erfolg für die Unternehmen und die Arbeitnehmer im Land.


Kontakt

VM - Dorotheen Quartier_220x115

Ministerium für Verkehr

Dorotheenstraße 8
70173 Stuttgart

Bürgerreferent:

Zur Ministerien-Webseite

Porträt

Winfried Hermann

Minister für Verkehr

 

Mehr

Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur

Winfried Hermann auf Twitter

Please enable JavaScript.

Winfried Hermann auf Facebook

FaceBook-Modul laden

Erst durch Klicken wird dieses Modul aktiv. Danach werden Daten an Facebook gesendet. Über den Datenschutzschalter können Sie die Aktivierung rückgängig machen.

Landesagentur für neue Mobilitätslösungen und Automotive Baden-Württemberg
radkultur_bw
Elektronische Fahrplanauskunft Baden-Württemberg