Sportpolitik

Sport bewegt

Basketballspiel

Sport verbindet Menschen unterschiedlicher Herkunft, Menschen mit und ohne Behinderungen und Menschen mit verschiedenen sozialen und kulturellen Hintergründen und schafft Brücken zwischen den Generationen. Außerdem vermittelt der Sport Werte wie Toleranz, Fairness, Solidarität, Teamgeist und dient darüber hinaus der gesundheitlichen Vorsorge.

In Baden-Württemberg sind mehr als 3,7 Millionen Menschen in rund 11.400 Sportvereinen organisiert. Die Sportorganisationen und ihre Vereine leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Gemeinwohl. Diese wichtige Arbeit unterstützen wir als Land partnerschaftlich und nachhaltig.

Damit der Sport seine vielfältigen Aufgaben bewältigen kann, hat die Landesregierung den bis 2016 vereinbarten „Solidarpakt Sport“ bis 2021 verlängert. Wir bekennen uns gleichermaßen zur Förderung von Breiten- und Leistungssport und haben das bisherige Fördervolumen von jährlich rund 70 Millionen deshalb nochmals deutlich aufgestockt. Über die Laufzeit des Solidarpakts Sport III stehen im Zeitraum von 2017 bis 2021 nun insgesamt 87,5 Millionen Euro zusätzlich bereit.

Förderung für die ganze Breite des Sports

Von dieser Aufstockung profitieren auch die nebenberuflichen Übungsleiterinnen und Übungsleiter. Sie erhalten erstmals seit den 1960er-Jahren mehr Geld Insgesamt stehen jährlich 17 Millionen Euro Zuschüsse für Übungsleiterinnen und Übungsleiter zur Verfügung. Darüber hinaus stellt das Land jährlich 17 Millionen Euro für den Bau kommunaler Sportstätten bereit.

Weitere Förderschwerpunkte sind unter anderem der Vereinssportstättenbau mit weiteren 17 Millionen Euro im Jahr, der Leistungssport mit 16 Millionen Euro, acht Millionen Euro für Lehrgänge zur Aus- und Fortbildung sowie sieben Millionen Euro institutionelle Zuschüsse für Sport- und Fachverbände. Pro Jahr stehen zudem sechs Millionen Euro für Betriebs- und Investitionszuschüsse für die Landessportschulen und drei Millionen Euro Investitionszuschüsse für Wanderheime, Wanderwege und Jugendherbergen zur Verfügung.

Leistungssport als Vorbild

Spitzensport hat in Baden-Württemberg eine große Bedeutung. Aus ihm gehen viele Vorbilder für Jugendliche und auch Botschafter für unser Land hervor. Der Spitzensport motiviert viele Bürgerinnen und Bürger zum aktiven Sport. Seine Breitenwirkung hilft, Kinder und Jugendliche als Nachwuchssportlerinnen und Nachwuchssportler zu gewinnen.

Im Rahmen des Solidarpakt Sport III fördert die Landesregierung den Leistungssport mit jährlich über 16 Millionen Euro. Im Rahmen der Leistungssportreform beteiligt sich das Land zudem an der Finanzierung der neu geschaffenen Bundesstützpunktleiter mit 50 Prozent der anfallenden Personalkosten. Mit der Initiative „Spitzensportland Baden-Württemberg“ unterstützen das Land außerdem die duale Karriere von Sportlerinnen und Sportlern.

Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung von Nachwuchsleistungssportlerinnen und -sportlern im Schulalter. Eliteschulen des Sports und Partnerschulen der Olympiastützpunkte halten besondere Maßnahmen wie z. B. Schulzeitstreckungen vor, damit junge Spitzentalente Topleistungen in der Schule und im Leistungssport erbringen können. Für Spitzensportlerinnen und -sportlern ist das Land zudem ein attraktiver Arbeitgeber. Es wird ein hohes Maß an zeitlicher Flexibilität ermöglicht, so dass Training und Wettbewerb mit den Anforderungen in Ausbildung und Beruf verbunden werden können. Wenn möglich, wird jungen Lehrkräften eine trainingsortnahe Einstellung in den Schuldienst angeboten, um dadurch die Fortführung einer Spitzensportkarriere zu erleichtern.

Ein wichtiger Bestandteil der Spitzensportförderung in Baden-Württemberg ist die sportmedizinische Betreuung der Kaderathletinnen und Kaderathleten der Landesfachverbände. Das sportmedizinische Betreuungssystem umfasst sportärztliche Untersuchungen, Beratungen, Betreuungen und Behandlungen sowie Maßnahmen zur Dopingprävention.

Die Landesregierung legt besonderen Wert auf die Doping-Prävention und unterstützt ausdrücklich nationale und internationale Bemühungen im Kampf gegen Doping. An dem auf Initiative der Länder von der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) entwickelten und durchgeführten Präventionsprojekt „Gemeinsam gegen Doping“ beteiligt sich Baden-Württemberg mit jährlich 65.000 Euro.

Kinder und Jugendliche für den Sport begeistern

Baden-Württemberg hat 1987 ein flächendeckendes Kooperationsprogramm zwischen Schulen und Sportvereinen eingeführt. Das Programm fördert gemeinsam von Schule und Sportverein durchgeführte und langfristig angelegte Spiel-, Übungs- und Trainingsgruppen in den verschiedensten Sportarten und auf unterschiedlichstem Leistungsniveau. Die Förderhöhe pro Maßnahme beträgt 360 Euro, bei Kooperationen mit Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren 460 Euro.

Wir haben das flächendeckende Programm verstärkt und profilorientiert ausgerichtet. Schulen mit Ganztagesbetreuung und Schulen, die ein Profil mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt besitzen und Schulen mit besonderem Förderbedarf im Sport und Maßnahmen, in denen der inklusive Gedanke verfolgt wird, werden vorrangig berücksichtigt. Jährlich erhalten über 4.500 Maßnahmen einen Zuschuss.