Schule

Neue Schulsport-App unterstützt Lehrkräfte und Schüler

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Schülerinnen und Schüler betrachten während eines Turnunterrichts im Rahmen einer Präsentation der SchulsportApp BW ein Lehrvideo der SchulsportApp.

Um den Sportunterricht zu digitalisieren, hat das Land die SchulsportApp Baden-Württemberg entwickelt. Die darin enthaltenden Videos zeigen, wie Bewegungsabläufe idealtypisch ausgeführt werden. Die App unterstützt Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler bei der Unterrichtsdurchführung und der Prüfungsvorbereitung.

Bewegung, Spiel und Sport sind nicht nur der Gesundheit und dem Wohlbefinden zuträglich, sie sind auch unverzichtbare Bestandteile einer ganzheitlichen Bildung und Erziehung – und damit des Schulalltags. Zumal Forschungsergebnisse belegen, dass sie auch das schulische Lernen wirksam unterstützen. Schulsport erreicht zudem alle Kinder und Jugendlichen, nicht nur diejenigen, die sich auch privat sportlich betätigen. Das Interesse am Schulsport wird gesteigert, wenn man ihn mit den Mitteln des Hier und Heute unterrichtet. Hier setzt die neue SchulsportApp Baden-Württemberg (BW) an, als ein Instrument der Digitalisierung des Sportunterrichts.

App für Sportunterricht und Lehrerfortbildung

Die Videos der App zeigen, wie Bewegungsabläufe idealtypisch ausgeführt werden – und stehen überall, auch offline, zur Verfügung. Die App kann im Sportunterricht oder in der Lehrerfortbildung eingesetzt werden. Gegen Ende des vergangenen Jahres hat der Rollout der App begonnen. Etwa 200.000 Personen haben sie bislang bereits heruntergeladen. Die Geschwister-Scholl-Schule (GSS) in Tübingen hat die App als eine der ersten im Land genutzt. Nun hat sich Staatssekretär Volker Schebesta den Einsatz vor Ort angeschaut. „Die App unterstützt sowohl unsere Lehrkräfte als auch unsere Schülerinnen und Schüler. Etwa bei der Unterrichtsdurchführung oder der selbstständigen und eigenverantwortlichen Prüfungsvorbereitung“, sagt Volker Schebesta und fügt an: „Dank Zeitlupen- und Standbildfunktion können Lehrende und Lernende gemeinsam die Bewegungsabläufe Schritt für Schritt durchgehen. So sind auch individuelle Rückmeldungen noch verständlicher möglich. Außerdem kann die App dazu beitragen, ein einheitliches Qualitätsverständnis von fachpraktischen Inhalten zu entwickeln. Es freut mich, dass die Abrufzahlen und die Rückmeldungen zeigen, dass wir mit der SchulsportApp BW ein starkes und gewinnbringendes Instrument entwickelt haben.“

Eigene Fehler besser nachvollziehen und schnell verbessern

Der Fokus liegt derzeit auf der Oberstufe und dem Sportabitur. Ein Einsatz der App ist aber auch in der Sekundarstufe I möglich und sinnvoll, denn viele der dargestellten sportlichen Bewegungen werden bereits hier behandelt. „Endlich gibt es eine App, mit der man alle Bewegungen in den Sportarten anschauen kann. Die Videos sind super hilfreich. Dadurch bietet sich die Möglichkeit, die perfekte Form im Video mit der eigenen Ausführung zu vergleichen. So kann man eigene Fehler besser nachvollziehen und schnell verbessern“, sagt Justus Murken, Gymnasiast an der GSS, und GSS-Schulleiter Martin Schall fügt an: „Mit der SchulsportApp BW sind eine Vielzahl von perfekt aufbereiteten sportlichen Bewegungen auf einer App sekundenschnell und datenschutzkonform verfügbar – das ist genau das, was unseren Sportlehrerinnen und Sportlehrern in der Vorbereitung und Durchführung ihres Sportunterrichts weiterhilft.“

GSS-Lehrer Sven Waigel, der als Fachberater Sport Gymnasium, Ausbilder am Seminar für Didaktik und Lehrerbildung sowie Mitentwickler der App eine Art Schnittstelle zwischen Technik, Lehrerausbildung und Sportunterricht ist, erklärt: „Die App wurde mit verschiedenen Zielen entwickelt. Lehrerinnen und Lehrern bietet sie ein Instrument, das Betrachtung, Vergleich und Analyse von Bewegungen im Sportunterricht auf einem anderen Niveau möglich macht. Schülerinnen und Schülern hilft die App während und außerhalb des Unterrichts, zum Beispiel, wenn es darum geht, die wichtigsten Merkmale einer Bewegung zu verstehen oder anspruchsvolle Bewegungstechniken anzuschauen. Das kann vor allem mit Blick auf die Abiturvorbereitung sehr hilfreich sein.“

Weitere Funktionen der App geplant

Weitere Informationen zur SchulsportApp BW finden Sie auf der Website der SchulsportApp BW. Dort kann die App auch kostenfrei heruntergeladen werden. Die Filmsequenzen sind sowohl online als auch offline zugänglich. Durch die wissenschaftliche Begleitung des Forschungszentrums für den Schulsport und den Sport von Kindern und Jugendlichen (FoSS) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) treffen Praxis und Forschung aufeinander, dies garantiert eine hohe inhaltliche Qualität.

Perspektivisch sollen alle relevanten Bewegungen des fachpraktischen Sportabiturs visualisiert werden. Die Sportspiele Fußball, Handball und Volleyball folgen. Darüber hinaus sind weitere Funktionen der App geplant, etwa die Bedienung auch im Hochkant-Modus oder die Auswahlmöglichkeit unterschiedlicher Zeitlupengeschwindigkeiten.

Neben der SchulsportApp BW gibt es weitere digitale Angebote in Bezug auf den Schulsport, hier exemplarisch drei Beispiele:

  • Das Webangebot Schule BeWegt. zeigt, wie Sport und Bewegung im Schulalltag integriert werden können.
  • Mit dem digitalen Informationsportal  Ratgeber Schulsport des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung unterstützen wir Sportlehrkräfte und Schulleitungen und geben Antworten auf häufige Fragen sowie geltende Regelungen rund um den Schulsport.
  • Aus Mitteln des DigitalPakts Schule entwickeln derzeit alle Länder gemeinsam mit der Deutschen Schulsportstiftung die „Schulsport-Arena“. Hierbei handelt es sich um eine zentrale Plattform zur verbesserten didaktischen Einbindung, Kommunikation und Umsetzung von bundesweiten Schulsportinitiativen und -programmen.

SchulsportApp Baden-Württemberg

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Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
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