Delegationsreise

Kretschmann zieht positive Bilanz seiner USA- und Kanadareise

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat eine positive Bilanz seiner Delegationsreise nach San Francisco, ins Silicon Valley, nach Toronto und Ottawa gezogen. Zum Abschluss des Besuchs traf Kretschmann den kanadischen Premierminister Justin Trudeau.

„Über das heutige Gespräch mit Kanadas Premierminister Trudeau habe ich mich sehr gefreut. Ich erkenne unser Treffen als Zeichen der gegenseitigen Wertschätzung an“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Freitag (21. September 2018) in Ottawa.

Treffen mit Kanadas Premierminister Justin Trudeau

„Gemeinsam sprachen wir über die Themen Klimaschutz, Migration und Freihandel. Trudeau und ich sind uns einig, dass der zunehmende Isolationismus der falsche Weg ist.“ Neben dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau traf Kretschmann am letzten Tag seiner Delegationsreise nach Kalifornien und Ontario den kanadischen Handelsminister Jim Carr zum Gespräch.

„Lebendiger Handel gehört zum erfolgreichen Geschäftsmodell Baden-Württembergs. Schließlich hat unser Land die höchste Exportquote aller Bundesländer. Ein Freihandelsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada, das verschiedene Voraussetzungen erfüllt – etwa die Einhaltung von EU-Schutzstandards und einer öffentlichen Gerichtsbarkeit bei Investor-Staats-Klagen – setzt ein wichtiges Zeichen für Freihandel auf der Basis gemeinsamer Regeln“, so Kretschmann im Anschluss an das Gespräch mit Carr.

Runder Tisch zum Thema Migration und Integration

In Ottawa nahm Kretschmann außerdem im kanadischen Parlament an einem Runden Tisch zum Thema Migration und Integration teil. Kanada zähle zu den beliebtesten Einwanderungsländern der Welt, so Kretschmann. „In Deutschland kann man bei diesem Thema von Kanada einiges lernen. Wir brauchen eine größere Offenheit gegenüber einer Reform des bisherigen Aufenthaltsrechts“, sagte der Ministerpräsident.

Besuch in Toronto

Bereits am Donnerstag (20. September) traf Kretschmann in Toronto mit der Vertreterin der Britischen Krone in Ontario Lieutenant Governor der Provinz Elizabeth Dowdeswell zusammen. Außerdem sprach der Ministerpräsident mit Vertreterinnen und Vertretern des Vector Institute for Artificial Intelligence, einem der führenden Forschungsinstitute Nordamerikas im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Ebenfalls am Donnerstag nahm Kretschmann in Toronto gemeinsam mit NGOs, verschiedenen Think Tanks und mit Vertreterinnen und Vertretern der Green Party of Canada an einem Runden Tisch zum Thema Erneuerbare Energien teil.

Erfahrungsaustausch im InnovationCamp BW

„Um Unternehmen noch innovativer zu machen, kann auch die Politik etwas tun. Sie kann Weichen stellen, den Institutionen und Unternehmen Rückenwind geben“, so Kretschmann schon am Dienstag (18. September) in Santa Clara im Rahmen eines Erfahrungsaustausches mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern des InnovationCamp BW. Das Projekt unterstützt Firmen und Institutionen der Wirtschaft und der angewandten Forschung aus Baden-Württemberg im Silicon Valley. Im Anschluss nahmen Kretschmann und seine Delegation an einer Veranstaltung zum Thema Gründer-/Start-Up-Kapital mit dem deutschstämmigen Wagniskapital-Geber und Mitbegründer der Firma Sun Microsystems Andreas von Bechtolsheim teil.

Beeindruckt von Fortschritten bei Künstlicher Intelligenz

„Schon heute kann Künstliche Intelligenz Lungenkrebs erkennen. Sie kann abschätzen, wie sich Tumoren in Abhängigkeit bestimmter Therapien entwickeln. Und sie fördert neue wissenschaftliche Erkenntnisse über bislang unbekannte Unterscheidungsmerkmale zwischen kranken und gesunden Brustzellen“, sagte der Ministerpräsident am Dienstag während der Veranstaltung „Enterprising for a better globe. Silicon Valley Insights – Trends und Entwicklungen im Silicon Valley von KI bis Gesundheit“. „Die Fortschritte bei der Künstlichen Intelligenz beeindrucken mich – und die Anwendungsgebiete werden immer größer. Da ist es natürlich klar, dass wir in Baden-Württemberg auch auf diesem Gebiet weiter erfolgreich sein wollen. Unser Land ist schon heute der forschungsstärkste Standort für Künstliche Intelligenz in Deutschland.“

Hervorragende Einblicke bei Energie und Klimaschutz, neuer Mobilität, Migration, Industrie 4.0 und Digitalisierung

Kretschmann zog eine positive Bilanz seiner Delegationsreise nach San Francisco, ins Silicon Valley, nach Toronto und Ottawa: „Meine Mitreisenden aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik konnten vor Ort tiefe und aufschlussreiche Einblicke in die Bereiche Energie und Klimaschutz, neue Mobilität, Migration, Industrie 4.0 und die Digitalisierung bekommen. Die USA hat in der ersten Runde der Digitalisierung richtig abgeräumt – doch nun startet Runde zwei, das Internet of Things. Und da ist Baden-Württemberg vorne mit dabei, denn wir haben die Things!“ Außerdem habe man den transatlantischen Dialog stärken, neue Kooperationen eingehen und ein deutliches Signal für den Klimaschutz geben können.

Wichtiges Zeichen auf Klimakonferenz gesetzt

„Wir haben gesehen, wie wichtig die Zusammenarbeit beim Klimaschutz gerade auf substaatlicher Ebene ist. Baden-Württemberg hat auf dem Global Climate Action Summit in San Francisco ein wichtiges Zeichen gesetzt: Wir legen beim Klimaschutz nicht die Hände in den Schoß – wir handeln!“, sagte Ministerpräsident Kretschmann.

Erkenntnisse sind Auftrag für Regierungsarbeit

Und weiter: „Wir werden intensiv analysieren, welche Erkenntnisse wir aus Kalifornien und Ontario mitnehmen. Das verstehe ich als Auftrag für unsere Regierungsarbeit in Stuttgart, um Baden-Württemberg fit für die Zukunft zu machen.“

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