Umweltschutz

Umweltschutz

Erhalten, was uns erhält

  • Mann am See

Zu den größten Schätzen unseres Landes gehören unsere vielfältigen Kultur- und Naturlandschaften. Sie sind Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, bieten Erholung, liefern Kraft und sind ein Stück unverzichtbare Heimat für die Bürgerinnen und Bürger Baden-Württembergs.

Den Schutz unser natürlichen Lebensgrundlagen betrachten wir nicht nur als Selbstzweck und Verpflichtung gegenüber nachfolgenden Generationen. Sie dienen auch der Gesundheit der Menschen und dem Erhalt wichtiger Produktionsmittel. Für uns gilt deshalb: Wir müssen erhalten, was uns erhält.

Das heißt, nicht nur mit Energie, Rohstoffen und Boden effizienter umzugehen, sondern auch unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und die Artenvielfalt zu bewahren. Wir werden die Mittel für den Naturschutz deshalb weiter konsequent erhöhen und die Naturschutzstrategie fortführen.

Förderung der Umwelttechnik und der Ressourceneffizienz

Wir wollen Ökologie und Ökonomie gemeinsam voranbringen, indem wir das Wachstum unserer Wirtschaft vom Ressourcenverbrauch entkoppeln. Innovative Umwelttechnologien und Energieeffizienz entlasten nicht nur die Umwelt und schonen die natürlichen Ressourcen, sondern sind auch zentrale wirtschaftliche Zukunftsfelder. Auf weltweit wachsenden Märkten bieten sie große Chancen für die baden-württembergischen Unternehmen. Wir wollen unsere Unternehmen im Land zur Nummer eins bei Ressourceneffizienz und Umwelttechnologien machen. Unterstützung bietet dabei die Landesagentur Umwelttechnik BW.

Gemeinsam mit der Wirtschaft wollen wir einen „Think Tank Ressourcenpolitik“ entwickeln. Damit wollen wir über die Landesgrenzen hinaus sichtbar machen, dass „Made in Baden-Württemberg“ nicht nur für höchste Qualität sondern auch für größtmögliche Nachhaltigkeit steht.

Wasser – Lebensgrundlage, Lebensraum und Rohstoff

Wasser ist Lebensgrundlage, Lebensraum und Rohstoff zugleich. Der Erhalt dieser natürlichen Ressource ist überlebenswichtig für Mensch und Natur.

»Der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen stellt uns laufend vor neue Herausforderungen, denen wir uns immer wieder aufs Neue stellen müssen.«

Franz Untersteller, Umweltminister

Sauberes Trinkwasser ist eine unserer wichtigsten Ressourcen und ein wichtiger Standortfaktor für das ganze Land. In Baden-Württemberg konnte in den letzten Jahrzehnten durch entsprechende Maßnahmen die Gewässergüte entscheidend verbessert werden.

Die Wasserversorgung und -entsorgung sieht die Landesregierung als öffentliche, kommunale Aufgabe. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sie für Privatisierungen und Finanzexperimente nicht geeignet sind.

Wir haben uns erfolgreich dafür eingesetzt, dass Baden-Württemberg frackingfreie Zone bleibt. Dies ist vor allem für den für die Trinkwasserversorgung von Millionen Bürgerinnen und Bürgern im Bodenseeraum von zentraler Bedeutung.

Mittel für Hochwasserschutz verdoppelt

Hochwasser ist eine Gefahr für Mensch und Umwelt. Das hat zuletzt die große Flut im Jahr 2013 gezeigt: In vielen Teilen Deutschlands standen ganze Landstriche unter Wasser, Dörfer wurden überflutet, Häuser zerstört.

Wir nehmen diese Gefahr ernst und messen einem funktionierenden Hochwasserschutz herausragende Bedeutung zu. So setzen wir beispielsweise das Integrierte Rheinprogramm planmäßig um und gehen die darüber hinaus notwendigen Dammsanierungen an.

Die Instrumente des Hochwasserrisikomanagements werden wir dazu nutzen, die Hochwasserrisiken insbesondere zum Schutz der Bevölkerung weiter zu reduzieren.

Wir nehmen die Gefahr ernst und haben deshalb die Mittel für den Hochwasserschutz mehr als verdoppelt: Flossen im Jahr 2011 noch rund 26 Millionen Euro in entsprechende Maßnahmen, so sind es heute rund 53 Millionen.

Durch den Klimawandel wird es in Zukunft vermutlich häufiger zu Starkregenereignissen kommen. Da diese schwer prognostizierbar sind und zu großen Schäden führen können, bietet das Land den Kommunen hierbei Unterstützung. So etwa mit dem Leitfaden zum kommunalen Starkregenrisikomanagement, der es den Kommunen ermöglicht, Gefahren und Risiken zu analysieren und so kommunale Starkregenkarten zu erstellen. Mithilfe der Karten können Kommunen einschätzen, wo sich Oberflächenabfluss sammelt und wo er abfließt. Auf dieser Grundlage können Städte und Gemeinden Maßnahmen erarbeiten, die mögliche Schäden im Ernstfall vermeiden oder zumindest spürbar verringern.

Aktiv für saubere Luft und gegen Lärm

Saubere Luft ist lebenswichtig. In den vergangenen Jahren ist es gelungen, die Luftbelastung mit Stickstoffdioxid (NO2) und Feinstaub PM10 deutlich zu verringern. In der Fläche werden die Grenzwerte für Luftschadstoffe eingehalten, nicht jedoch an einigen verkehrsreichen Straßen mit schlechter Durchlüftung. Zur weiteren Verbesserung der Luftqualität in Städten und Gemeinden erstellen die Regierungspräsidien Luftreinhaltepläne und schreiben die bereits bestehenden 27 Pläne mit weiteren Maßnahmen für eine saubere Luft fort. Dazu gehört unter anderem auch die Ausweisung von Umweltzonen – verbunden mit Verkehrsbeschränkungen für Fahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß.

Lärm ist eine der größten und gleichzeitig am meisten unterschätzten Umweltbelastungen. Lärm kann krank machen – entsprechend geht es bei Lärmschutzmaßnahmen nicht nur um mehr Komfort für einzelne Betroffene, sondern um die Gesundheit von Menschen.

Hauptverursacher für den Umgebungslärm sind der Straßen-, Schienen- und Flugverkehr. Die Landesregierung möchte deshalb zum einen Bereiche mit sehr hoher Lärmbelastung zielgerichtet entlasten und zum anderen neue Lärmprobleme verhindern. Wir gehen dafür mit vielen verschiedenen Maßnahmen gegen den Lärm vor – vom Flüsterasphalt über Lärmschutzwände bis hin zur Unterstützung der Gemeinden bei Lärmaktionsplänen.

Flächenverbrauch reduzieren

Die Fläche unseres Landes ist endlich. Durch den Flächenverbrauch gehen Naherholungsmöglichkeiten und wertvolle natürliche Lebensräume für Tiere und Pflanzen verloren, der regionalen Landwirtschaft wird buchstäblich der Boden entzogen.

Damit besteht ein Konflikt mit dem zunehmenden Wohnungsbedarf. Damit der Flächenverbrauch nicht auf Dauer weiter wächst, fördern wir kreative Ideen um Stadt- und Ortskerne zu stärken. Auch die Verkehrsinfrastruktur entwickeln wir unter Berücksichtigung eines möglichst geringen Flächenverbrauchs weiter.

In den vergangenen Jahren konnten wir mit diesen Maßnahmen bereits beachtliche Erfolge erzielen und den Flächenverbrauch von 6,7 Hektar pro Tag im Jahr 2012 auf 5,2 Hektar im Jahr 2015 senken. Wir setzen diesen Weg weiter fort. Unser langfristiges Ziel ist die Netto-Null beim Flächenverbrauch.

Abfall ist kein Müll, sondern Rohstoff

Die Landesregierung setzt auf Abfallvermeidung und Recycling. Denn eine vorausschauende Abfallpolitik nützt nicht nur Umwelt und Klima, sondern auch unserer Wirtschaft. Für das rohstoffarme Baden-Württemberg ist es wichtig, dass knappe und damit teure Rohstoffe wieder im Wirtschaftskreislauf landen und nicht in der Verbrennung, wo sie einfach verloren gehen.

Wir wollen deshalb die Sekundärrohstoffgewinnung weiter vorantreiben, insbesondere durch Maßnahmen wie den landesweiten Ausbau der Phosphorrückgewinnung, das Batterierecycling oder die Ausweitung der innovativen Verwertung von Bauabfällen.

Wir unterstützen die Einführung der Wertstofftonne und die getrennte Sammlung von Bioabfällen, um daraus Kompost oder Biogas zu gewinnen.

Mit der Unterstützung bei der landesweiten Etablierung von Entsorgungsanlagen für Bio- und Grünabfälle wollen wir eine hochwertige energetische und stoffliche Verwertung dieser Ressource mit optimaler Energieausbeute sicherstellen.


Kontakt

Das baden-württembergische Ministerium Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in Stuttgart.

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft

Kernerplatz 9
70182 Stuttgart

Bürgerreferent:

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Franz Untersteller

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