Ältere Menschen

Gutes Leben im Alter

Rentner Wandergruppe auf Kocher-Jast-Trail (© Hohenlohe und Schwäbisch Hall Tourismus)

Gesellschaftlicher Zusammenhalt, neue Formen des Miteinanders, generationsübergreifende Projekte haben vor dem Hintergrund des demografischen Wandels einen neuen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Ein neu gestalteter Dialog der Generationen eröffnet allen die Chance, zu Mitgestaltern künftiger Sozialstrukturen unserer Gesellschaft zu werden.

Auch in Baden-Württemberg macht sich der demografische Wandel bemerkbar. Im Jahr 2050 wird ein Drittel unserer Bevölkerung über 60 Jahre alt sein. Gleichzeitig wird der Anteil der unter 20-Jährigen auf ca. 15 Prozent zurückgehen. Diese Entwicklung stellt eine große Herausforderung für uns alle dar – für die Politik und für die Gesellschaft.

Deshalb ist es Zeit für einen Perspektivwechsel. Wir wollen den Blick auf alle Menschen richten, auf ihre Kompetenzen, Ressourcen und ihre Fähigkeiten. Dies gilt für ein gutes Miteinander der jüngeren Menschen mit den älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern, ein gegenseitiges Lernen voneinander und einen achtsamen respektvollen Umgang der Generationen untereinander. In unserem ganzheitlichen Ansatz sind dabei die einzelnen Menschen mit ihrem selbstständigen, selbstbestimmten Leben, ihren vielfältigen Erfahrungen und ihrem Lebenswissen, ihren umfangreichen Ressourcen und Kompetenzen von zentraler Bedeutung. So sollen ältere Menschen selbstverständlich ein aktiver Teil unserer Gesellschaft bleiben, die einbezogen und wahrgenommen werden und sich ihrerseits mit ihren Erfahrungen, ihrem Können und ihrem Know-how einbringen. Dafür stärken wir unter anderem weiterhin das bürgerschaftliche Engagement der älteren Generation und fördern ihre ehrenamtliche Arbeit – auch mit Blick auf intergenerationelle Projekte.

Generationenpolitik ist Querschnittsaufgabe

Die Landesregierung versteht Generationenpolitik als Querschnittsaufgabe. Eine neue Gesamtstrategie für unser Land soll die Belange der älter werdenden Gesellschaft in allen Politikfeldern angemessen berücksichtigen.

Die Landesregierung hat mit Thaddäus Kunzmann erstmals einen Demografie-Beauftragten berufen. Seine liegt in der aktiven Gestaltung des Demografischen Wandels, der beinahe alle Lebensbereiche umfasst: Wirtschaft und Wohnen, Gesundheit und Pflege, Mobilität und Digitalisierung, Bildung und Ehrenamt. Die demografische Politik ist daher eine Querschnittsaufgabe für alle Politikfelder. Ihr Hauptziel liegt in der Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse für alle Generationen.

Selbstbestimmt leben

Eine bessere Unterstützung von hilfe- und pflegebedürftigen Menschen ist ein zentrales Anliegen der Landesregierung. Ältere Menschen sollen so lange wie möglich selbständig und selbstbestimmt in ihrer gewohnten Umgebung leben können – unabhängig davon, für welches Pflege- und Betreuungsangebot sie sich entscheiden. Dies ist nur möglich, wenn die Angebote eng miteinander verzahnt sind. Mögliche Alternativen stellen zum Beispiel ambulant betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit unterschiedlichem Pflege- und Betreuungsbedarf dar. Liegen diese in einem Wohnumfeld, einem Quartier in dem alle Generationen leben, fördert dies in besonderer Weise ihre Einbindung in bestehende und neue soziale Kontakte und ihre gesellschaftliche Teilhabe.

Die Gefahr der Altersarmut, vor allem von Frauen, ist der Landesregierung bewusst. Armut soll in allen Gesellschaftsschichten vermieden werden. Dazu gehört auch, für ältere Menschen schnell geeigneten und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Ansicht des Gebäudes des Ministeriums für Soziales und Integration im Dorotheenquartier

Kontakt : Ministerium für Soziales und Integration

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