Pflege

Weitere zwei Millionen Euro für Kommunale Pflegekonferenzen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
An einem Tisch im Pflegeheim ist ein junger Pfleger im Gespräch mit einem älteren Mann.

Das Land fördert Kommunale Pflegekonferenzen in fast allen Regionen Baden-Württembergs mit weiteren rund zwei Millionen Euro. Bei den Pflegekonferenzen geht es darum, die Pflege- und Unterstützungsangebote vor Ort zu gestalten, altersgerechte Quartiere zu schaffen sowie Fachkräfte zu gewinnen und zu halten.

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration fördert die kommunalen Pflegekonferenzen ein weiteres Mal: Rund zwei Millionen Euro stellt das Land in einer zweiten Fördertranche dafür zur Verfügung.

Alle Stadt- und Landkreise sowie die kommunalen Zusammenschlüsse wurden vom Ministerium aufgefordert, sich zu bewerben. Insgesamt sind 36 Stadt- und Landkreise sowie zwei kommunale Zusammenschlüsse (Aalen/Schwäbisch Gmünd und Weinheim/Hemsbach/Laudenbach) dem erneuten Förderaufruf gefolgt. Bereits in den Jahren 2020 bis 2022 wurden die Pflegekonferenzen vom Land gefördert.

Wichtiges Instrument der kommunalen Sozialplanung

„Vor dem Hintergrund der immensen und komplexen Herausforderungen des Pflegesystems – vor allem bedingt durch die demografische Entwicklung und den Fachkräftemangel – wird die Rolle der Kommunen bei der pflegerischen Versorgung immer wichtiger. Deshalb unterstützt das Land die Pflegekonferenzen als wichtiges Instrument der kommunalen Sozialplanung“, sagte Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha am 10. November 2023 in Stuttgart.

Bei den Pflegekonferenzen geht es darum, die Pflege- und Unterstützungsangebote vor Ort zu gestalten, altersgerechte Quartiere zu schaffen sowie Fachkräfte zu gewinnen und zu halten. Die Kurzzeitpflege und die Beratungsangebote sollen weiterentwickelt werden. Auch die digitale Transformation in der Langzeitpflege ist eine wichtige Aufgabe. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Pflegekonferenzen arbeiten eng mit den Kommunalen Gesundheitskonferenzen, den Koordinierungsstellen für Pflegeberufe und auch innerhalb der Quartiersentwicklung zusammen.

Die Stärkung der Rolle der Kommunen in der Pflege ist dem Land Baden-Württemberg ein besonderes Anliegen. „Die Kommunen sind besonders gut geeignet, die Pflege voranzutreiben und zu steuern, denn sie kennen die Bedarfe der Bürgerinnen und Bürger vor Ort und die lokalen Netzwerke“, betonte Lucha.

Stabile Caring Community erreichen

Ergänzend zu den Aufgaben, die die Pflegeversicherung übernimmt, tragen die Kommunen eine besondere Verantwortung vor allem bei der Planung der lokalen Pflege und bei der Beratung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen. Angesichts der vielfältigen Herausforderungen in der Langzeitpflege müssen die Kommunen deshalb verstärkt in die Pflegeversorgung eingebunden werden, um eine stabile Caring Community zu erreichen.

„Mit den Pflegekonferenzen sind wir in Baden-Württemberg auf einem guten Weg, den Auf- und Ausbau dieser sorgenden Gemeinschaften entscheidend voranzubringen“, sagte Lucha. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre hätten die Pflegekonferenzen dabei geholfen, dass pflegebedürftige Menschen unabhängig von ihrem Bedarf länger in ihrem vertrauten Umfeld wohnen können.

„Es ist erfreulich, dass die Stadt- und Landkreise unserem Förderaufruf wieder so zahlreich gefolgt sind. Sieben Landkreise haben erstmals einen Antrag gestellt und wollen mit Unterstützung des Landes eine Kommunale Pflegekonferenz einrichten. Damit können nun in nahezu allen Regionen des Landes Kommunale Pflegekonferenzen stattfinden“, zeigte sich Lucha zufrieden.

Weitere Meldungen

Ashumi Shroff
Außenwirtschaft

Baden-Württemberg eröffnet neues Auslandsbüro in Mumbai

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Arbeitslosenquote im Land unverändert

Eine Ärztin und eine Therapeutin sitzen mit einem medizinischen Stethoskop am Tisch und machen mit einem Laptop und einem Mobiltelefon medizinische Notizen.
Gesundheit

Bundesweit einzigartiges KI-Reallabor für Gesundheits­versorgung startet

Eine Laborantin untersucht Lebensmittel im Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart. (Foto: © dpa)
Verbraucherschutz

Jahresbericht der amtlichen Lebensmittelüberwachung

Eine Person nimmt einen Telefonhörer ab.
Schule

Gefahr der Zwangsverheiratung in den Sommerferien

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Technologie

Chipindustrie-Ökosystem in Baden-Württemberg wächst

Paragraph vor Laptop
Justiz

Bundesweit erstes Gericht mit neuer Justiz-Software

Ein Logo des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).
Wissenschaft und Forschung

KIT wird Forschungshub für Fusionstechnologie

Firma WMB Ventilatoren GmbH in Obersontheim
Ländlicher Raum

Jetzt noch für „Spitze auf dem Land!“ bewerben

Ein Thermometer zeigt 36 Grad Celsius an.
Gesundheit

Hitzeschutz wird zur Daueraufgabe

Landespressekonferenz Stuttgart
Staatsmodernisierung

Landesregierung beschließt Maßnahmen zum Bürokratieabbau

Ministerialdirektorin Gerda Windey
Justiz

Innovationstag zu Künstlicher Intelligenz und Justiz

Ein Gruppenbild mit einer Delegation aus Lwiw und der Ministerin
Wirtschaft

Wirtschaftsforum Baden-Württemberg – Ukraine

Zwei Straßenwärter knien auf dem Boden und verlegen Steine.
Straße

44 neue Straßenwärter für Baden-Württemberg

Ein Ausbilder im Garten- und Landschaftsbau (r.) erklärt einem angehenden Gärtner (l.) das Einpflanzen einer Dachbegrünung. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Meisterbriefe für Floristen und Gärtner