Bürgerengagement

Land verdoppelt Förderung der Betreuungsvereine

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Eine Pflegekraft hilft einer alten Frau beim Trinken aus einem Becher in einem Seniorenheim (Bild: Patrick Pleul / dpa)

Um die Betreuungsvereine in Baden-Württemberg bei ihrer wichtigen Aufgabe der Begleitung ehrenamtlicher Betreuungspersonen zu unterstützen, verdoppelt das Land deren Förderung auf 3,9 Millionen Euro.

Kann jemand seine Angelegenheiten aufgrund einer Krankheit oder Behinderung nicht mehr selbst besorgen, wird ihm eine rechtliche Betreuerin oder ein rechtlicher Betreuer bestellt – in mehr als der Hälfte dieser Fälle sind das Ehrenamtliche. Betreuungsvereine schulen und begleiten sie dabei.

Das Land verdoppelt nun die Förderung dieser Betreuungsvereine von zwei auf 3,9 Millionen Euro. Außerdem erhalten die Vereine eine Einmalzahlung in Höhe von 560.000 Euro. Das hat der Ministerrat in dieser Woche beschlossen.

Mehr als die Hälfte der Betreuungen leisten Ehrenamtliche

„Die Betreuung steht auf starken ehrenamtlichen Schultern und ist ein herausragendes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement – mit der Verdopplung der Förderung zeigen wir, dass wir an der Seite der engagierten Mitbürgerinnen und Mitbürgern stehen“, sagte Sozialminister Manne Lucha bei der Bekanntgabe des Beschlusses am 20. April 2023 in Stuttgart. „Gleichzeitig ist die Arbeit der rund 70 Betreuungsvereine im Land für die Qualität rechtlicher Betreuungen entscheidend. Deshalb erhöhen wir ihre Förderung und passen sie an die neuen Herausforderungen der Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts an, damit die Vereine auch in Zukunft ihre wichtige gesellschaftliche Aufgabe der Begleitung ehrenamtlicher Betreuungspersonen wahrnehmen können.“

Mit der zum 1. Januar 2023 in Kraft getretenen Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts hat der Bund den Aufgabenbereich der Betreuungsvereine noch erweitert, was die Erhöhung der Förderung notwendig macht. Zudem bekommen sie in diesem Jahr eine Einmalzahlung in Höhe von 560.000 Euro, um die Kosten der reformbedingten Umstellungen und Anpassungen in den Vereinen kurzfristig abzufedern.

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Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
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