Ländlicher Raum

„Gesund und digital im Ländlichen Raum“ geht in die nächste Runde

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Aussicht vom Schönbergturm bei Reutlingen.

Digitale Anwendungen und Dienstleistungen im Gesundheitswesen bieten große Chancen für den Ländlichen Raum. Das Projekt „Gesund und digital im Ländlichen Raum“ stärkt die gesellschaftliche und digitale Teilhabe älterer Menschen. Es wird nun auf alle ländlichen Landkreise erweitert.

„Die Digitalisierung wirkt in alle Lebensbereiche, davon betroffen sind Menschen aus allen Generationen. In der digitalen Welt den Anschluss zu behalten ist deshalb ein zentraler Aspekt, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Dazu gehört auch, sich mit digitalen Anwendungen und Dienstleistungen im Gesundheitswesen auseinanderzusetzen und diese selbstbestimmt nutzen zu können. Gerade auch ältere Menschen fühlen sich jedoch teilweise unsicher oder gar abgehängt, insbesondere beim Umgang mit den neuen digitalen Entwicklungen in den Bereichen Gesundheit, Medizin oder Pflege. Bei unserem Pilotprojekt ,Gesund und digital im Ländlichen Raum‘ haben wir in vier Modellregionen eine große, positive Resonanz erfahren und erweitern das Projekt daher auf alle unsere ländlichen Landkreise“, erklärte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz und Vorsitzende des Kabinettsausschusses Ländlicher Raum, Peter Hauk, anlässlich der Fortsetzung des Projekts „Gesund und digital im Ländlichen Raum“.

Ausweitung des Projekts auf alle ländlichen Landkreise

Im Rahmen des vom Kabinettsausschuss Ländlicher Raum geförderten Pilotprojekts wurden von Juli 2022 bis Dezember 2023 eigens auf den Ländlichen Raum angepasste Informations- und Qualifizierungsangebote für ältere Personen erarbeitet. So konnten in den vier Modellregionen Neckar-Odenwald-Kreis, Ortenaukreis, Ostalbkreis und Zollernalbkreis Konzepte entwickelt und lokale Unterstützungsstrukturen gestärkt werden. Gerade für den Ländlichen Raum bieten digitale Angebote gute Chancen speziell für ältere Menschen, um längere Wege und mangelnde Mobilität zu kompensieren und somit den Alltag zu erleichtern. Durch das Kennenlernen verschiedener medienpädagogischer Angebote wurden ältere Menschen in ihrer gesellschaftlichen Teilhabe gestärkt.

Die große Nachfrage nach den niedrigschwelligen Angeboten des Projekts macht den Bedarf bei den Seniorinnen und Senioren deutlich. „Das Projekt ,Gesund und digital im Ländlichen Raum‘ gibt einen nachhaltigen Impuls und unterstützt damit den Ländlichen Raum bei der digitalen Transformation. Das vom Kabinettsausschuss Ländlicher Raum geförderte Modellprojekt wird daher aufgrund seiner positiven Bilanz nicht nur für ein weiteres Jahr fortgesetzt, sondern auch auf alle ländlichen Landkreise in Baden-Württemberg ausgeweitet. Die Verlängerung des Projekts ermöglicht es, auf diesen Erfolg aufzubauen und die positive Entwicklung weiter voranzutreiben“, erläuterte Minister Hauk.

Zentrale Themen der Gesundheitsversorgung

Die Maßnahmen des Projekts befassen sich mit vielen zentralen Themen der Gesundheitsversorgung wie beispielsweise Telemedizin, elektronische Patientenakte (ePA), digitale Gesundheitsplattformen sowie mit der Buchung digitaler Dienstleistungen, Terminen und Lieferdiensten. Die bundesweite Einführung des E-Rezepts bei Ärzten und Apotheken zu Beginn des Jahres 2024 unterstreicht das Fortschreiten der Digitalisierung im Gesundheitswesen und verdeutlicht die Notwendigkeit einer ausreichenden Digitalkompetenz, damit möglichst alle Bürgerinnen und Bürger von den Vorteilen des digitalen Wandels profitieren können. Neben Seniorinnen und Senioren werden deshalb auch Angehörige, Betreuerinnen und Betreuer sowie Verantwortliche der entsprechenden Bereiche bei Kommunen und Institutionen von den Angeboten des Projekts angesprochen.

Projekt „Gesund und digital im Ländlichen Raum“

Unter der Koordination der Landesanstalt für Kommunikation (LFK) bringt ein breit aufgestelltes Konsortium landesweit agierender Institutionen seine Expertise und Netzwerke in das Projekt ein. Für die Informationsvermittlung in Form von Fachveranstaltungen und Kursangeboten, ist der Volkshochschulverband Baden-Württemberg (vhs) zuständig. Die Qualifizierung übernimmt das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ), in dem es digitale Gesundheitsbotschafterinnen und -botschafter ausbildet, die Bürgerinnen und Bürger in den Kommunen zu Themen der Nutzung des Internets und digitaler Gesundheitsanwendungen beraten und begleiten. Die wissenschaftliche Begleitung der Teilbereiche übernimmt die Katholische Hochschule Freiburg. Beteiligt sind weiter die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, Akademie Ländlicher Raum Baden-Württemberg, Diakonie Württemberg, Stiftung MedienKompetenz Forum Südwest (MKFS), das Zentrum für Allgemeine wissenschaftliche Weiterbildung (ZAWiW) der Universität Ulm, Netzwerk Senioren-Internet-Initiative Baden-Württemberg und der Landesseniorenrat Baden-Württemberg.

Landesanstalt für Kommunikation (LFK): Projekt „Gesund und digital im Ländlichen Raum“

Kabinettsausschuss Ländlicher Raum

Kabinettsausschüsse sind bedeutende Instrumente der Landesregierung, um zentrale, ressortübergreifende und komplexe Fragestellungen zu bearbeiten. Im Zentrum des Kabinettsausschusses Ländlicher Raum steht das Staatsziel der Förderung von gleichwertigen Lebensverhältnissen, Infrastrukturen und Arbeitsbedingungen im gesamten Land. Dieser Verfassungsauftrag soll mit dem Kabinettsausschuss mit Leben gefüllt werden.

Zur Umsetzung dieses Zieles schlägt der Kabinettsausschuss dem Ministerrat erforderliche Maßnahmen vor oder legt diese im Rahmen seines Aufgabenbereiches fest. Hierzu gehören beispielsweise die Vergabe von Modellprojekten, die Entwicklung zukunftweisender Konzepte, das Anstoßen von Bundesratsinitiativen oder das Einsetzen von interministeriellen Arbeitsgruppen auf Arbeitsebene zur Bearbeitung von Einzelthemen.

Mit dem im November 2021 erneut konstituierten Kabinettsausschuss Ländlicher Raum setzt die Landesregierung die erfolgreiche Arbeit des ressortübergreifenden Gremiums aus der vergangenen Legislaturperiode fort.

Abschlussbericht zum Kabinettsausschuss Ländlicher Raum 2016 bis 2021 (PDF)

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