Pflege

Tag der Pflegenden rückt Bedeutung der Pflegearbeit in den Fokus

Eine auf Demenzkranke spezialisierte Pflegerin begleitet eine ältere Frau.

Gesundheitsminister Manne Lucha bedankt sich am Tag der Pflegenden bei allen, die im beruflichen und privaten Umfeld Menschen pflegen. Die Stärkung von Tages- und Kurzzeitpflege als eine quartiersnahe Versorgungsstruktur ist eines der zentralen Ziele der Pflegepolitik der kommenden Jahre.

Der Tag der Pflegenden am 12. Mai soll die besonderen Leistungen und die Bedeutung der Pflegearbeit für uns als Gesellschaft in den Fokus rücken. Gesundheitsminister Manne Lucha würdigt aus diesem Anlass die besonderen Leistungen all jener, die im beruflichen oder privaten Umfeld andere Menschen pflegen. „Pflege hat Zukunft. Und die Zukunft braucht gute Pflege. Mir ist bewusst, dass ohne das unermüdliche Engagement aller Pflegekräfte und pflegenden Angehörigen unsere Aufgaben im Gesundheits- und Sozialwesen nicht zu bewältigen sind. Dafür möchte ich mich am Tag der Pflegenden bei allen Pflegekräften und pflegenden Angehörigen für das wichtige Engagement ausdrücklich bedanken“, sagte Manne Lucha am 12. Mai 2023 in Stuttgart.

Eines der zentralen Ziele der Pflegepolitik der kommenden Jahre sei die Stärkung von Tages- und Kurzzeitpflege als eine quartiersnahe, resiliente Versorgungsstruktur für Menschen mit Pflegebedarf. Das Land unterstütze beispielsweise die Einrichtung von Kurzzeitpflegeplätzen. „Seit dem Jahr 2019 wurden mit dem ‚Innovationsprogramm Pflege‘ bislang investive Förderungen für rund 340 Kurzzeitpflegeplätze bewilligt. Insgesamt beläuft sich das Fördervolumen des Landes für die Kurzzeitpflege damit mittlerweile auf etwa 15,4 Millionen Euro“, betonte Manne Lucha. Trotzdem sei eine weitere Stärkung des Angebots von Kurzzeitpflegeplätzen in Baden-Württemberg notwendig. Das Land komme seiner Verantwortung nach und werde diesen Kurs auch weiterhin verfolgen.

Rahmenbedingungen im Pflegeversicherungsrecht verbessern

Das Angebot an Kurzzeitpflege, insbesondere in solitärer Form, bleibe allerdings bundesweit hinter der Nachfrage zurück. Dies sei auf die mangelnde Wirtschaftlichkeit dieses Versorgungsangebots zurückzuführen. „Wesentlicher Grund hierfür sind die bundesgesetzlichen Rahmenbedingungen im Pflegeversicherungsrecht, die eine wirtschaftliche Betriebsführung für die Einrichtungen bislang nicht ermöglichen. Oberstes Ziel ist daher, dass wir die Rahmenbedingungen verbessern. Unter Vorsitz von Baden-Württemberg wurde in einer durch die Arbeits- und Sozialministerkonferenz eingerichteten Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung ein gemeinsamer Vorschlag zur Weiterentwicklung der Kurzzeitpflege erarbeitet“, erläuterte Manne Lucha. Bislang sei der Ländervorschlag bedauerlicherweise nicht aufgegriffen worden. „Wir Länder und ich als diesjähriger Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz werden beim Bund nicht lockerlassen und auf die Umsetzung unserer Vorschläge hinwirken“, so der Minister weiter.

Insgesamt lägen die wesentlichen Werkzeuge auf Bundesebene. „Wir mischen dennoch gehörig mit, nicht zuletzt als Vorsitzland der erwähnten Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung. Hier haben wir zahlreiche Vorschläge gemacht, die dem Bundesgesundheitsministerium vorliegen. Der wichtigste Vorschlag ist die Deckelung der Eigenanteile der Pflegebedürftigen. Diese explodieren, das müssen wir dringend stoppen. Hier lade ich SPD und FDP im Land gerne ein, ihre guten Drähte zum Bundesgesundheitsminister und zum Bundesfinanzminister zu nutzen und mit dafür zu sorgen, dass der Bund das Thema Pflegereform endlich anpackt“, betonte der Minister.

Sektorenübergreifend denken

Es gelte künftig, sektorenübergreifend zu denken und attraktive Berufsbilder zu etablieren. Hierzu könnten auch die durch das Land geförderten Kommunalen Pflegekonferenzen einen wichtigen Beitrag leisten. Diesen Prozess unterstützt die Landesregierung durch die Strategie „Quartier 2030 – Gemeinsam.Gestalten.“. Das Land flankiert diese Aktivitäten zudem, indem es die Rahmenbedingungen der Pflege fördert und stärkt – wie etwa die Unterstützungsstrukturen im Vor- und Umfeld von Pflege, die einen Verbleib in der eigenen Häuslichkeit ermöglichen.

„Wir müssen alle Alternativen und Maßnahmen in Erwägung ziehen, um die Pflegenden und die pflegenden Angehörigen zu unterstützen. Wir tun an diesem Punkt, was in unserer Macht steht. Der Pflegeberuf ist einer der schönsten und sinnstiftendsten, die es gibt. Wir müssen die Bedingungen so gestalten, dass sich viele junge Menschen für diesen Beruf entscheiden“, so Minister Lucha abschließend.

Weitere Meldungen

Dr. Renate Kaplan
  • VERWALTUNG

Neue Leitung beim Finanzamt Biberach

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) und der lombardische Staatssekretär für internationale Angelegenheiten Raffaele Cattaneo (rechts)
  • Europa

Land übergibt Präsidentschaft der „Vier Motoren für Europa“

Portraitaufnahme Herr Döhring
  • Verwaltung

Neue Leitung beim Finanzamt Ettlingen

Eine Mitarbeiterin der Kunsthalle Mannheim steht im Atrium vor der digitalen Monitor-Wand „Collection Wall“ und betrachtet ein Kunstwerk. Auf dem Touchscreen können Besucher interaktiv einen Blick in die Sammlung und auch ins sonst verborgene Depot werfen (Bild: picture-alliance/Uwe Anspach/dpa).
  • Kunst und Kultur

Zwölf nichtstaatliche Museen gefördert

Ein Stempel mit der Aufschrift "Bürokratie" liegt auf Papieren.
  • Wirtschaft

Nachbesserungen bei Büro­kratieentlastung gefordert

Ländlicher Raum
  • Ländlicher Raum

Abschluss von „CREATE FOR CULTURE“

  • Startup BW

Gewinner des JUNIOR Landeswettbewerbs

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
  • Wasserstoff

Ausgestaltung des Wasserstoffkernnetzes

Hand mit Smartphone in der Hand, auf dem Bildschirm sieht man die App TikTok, im Hintergrund ist das Neue Schloss Stuttgart zu sehen
  • Soziale Medien

Finanzministerium startet TikTok-Kanal

Container werden auf einem Container-Terminal transportiert. (Foto: © dpa)
  • Wirtschaft

Herausforderungen bei nachhaltigen Lieferketten

Die Kabinettsmitglieder sitzen am Kabinettstisch der Villa Reitzenstein.
  • Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 9. April 2024

Außenansicht des Klinikums Ludwigsburg mit fliegendem Hubschrauber
  • Gesundheit

248 Millionen Euro für Krankenhäuser

Gäste im Neuen Schloss sitzen an Tischen, Minister Manne Lucha steht und spricht in Mikrofon.
  • Integration

Empfang zum Fastenbrechen vor Ende des Ramadan

Open Innovation Kongress 2024
  • Innovation

Open Innovation-Kongress Baden-Württemberg 2024

Felsbrocken liegen in Braunsbach auf einer Baustelle. (Bild: Marijan Murat / dpa)
  • Stadtentwicklung

„Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ weiterentwickelt

Ein Stethoskop liegt auf Unterlagen mit Schaubildern.
  • Gesundheitswirtschaft

Gesundheitsindustrie gewinnt an Bedeutung

Ein Mann setzt sich eine Spritze mit Heroin in den Arm.
  • Gesundheit

Zahl der Drogentoten deutlich zurückgegangen

Glückliche junge Mutter mit neugeborenem Baby im Krankenhaus nach der Geburt.
  • Krankenhäuser

Mehr als 15 Millionen Euro für Kliniken mit Geburtshilfe

Besucher der Gamescom erleben mit VR-Brillen die virtuelle Realität.
  • Kreativwirtschaft

Land stockt Games-Förderung auf

Schüler in Inklusionsklasse spielen Karten
  • Inklusion

Welt-Autismus-Tag 2024

Blick auf das Sternen-Areal in Östringen
  • Städtebauförderung

Ausschreibung für Landes-SIQ startet

Zwei Lokführer stehen am Kopf eines Zuges der SWEG und lachen in die Kamera.
  • Nahverkehr

Bündnis gegen Fachkräftemangel im ÖPNV

Arbeiter bauen Präzisions-Klimasysteme zusammen, die für die Lithographie-Abteilung in der Chip Produktion eingesetzt werden (Bild: © dpa).
  • Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit im März nur leicht gesunken

Zwei Busse der Dachmarke bwegt
  • Nahverkehr

Kostensteigerungen in der Busbranche gedämpft

Eine Frau mit einer VR-Brille sitzt in einem großen Gemeinschaftsbüro.
  • Hochschulen

Start-up-Szene weiter stärken

// //