Schienenverkehr

Erfolgreicher Start des Batteriezugs

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Der erste zugelassene Batteriezug von Alstom fährt zwischen Herrenberg und Eutingen im Gäu. Der Zug ist zuverlässig und kommt sowohl bei Reisenden als auch bei Mitarbeitenden gleichermaßen gut an.

Seit 24. Januar 2022 fährt die Deutsche Bahn (DB) den ersten voll zugelassenen Batteriezug von Alstom testweise auf der Gäubahn zwischen Herrenberg und Eutingen im Gäu – ein großer Schritt für eine umwelt- und klimafreundliche Antriebstechnologie im Nahverkehr. Über zwei Monate Praxis-Erfahrungen und 20.000 Kilometer zurückgelegte Strecke hat der Zug bereits im Gepäck. Erste Erkenntnisse zeigen: Der Zug ist zuverlässig, die Batterie stabil und das elektrische Fahrgefühl überzeugt sowohl Lokführerinnen und Lokführer als auch die Fahrgäste.

Der Batteriezug von DB Regio und Alstom ist werktags in Baden-Württemberg unterwegs. An den Wochenenden fährt er im Fränkischen Seenland von Gunzenhausen nach Pleinfeld. Dafür wurden 30 Lokführerinnen und Lokführer speziell auf diesen Batteriezug geschult. Der Probebetrieb läuft noch bis Anfang Mai 2022.

Gemeinsam mit Michael Theurer, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr und Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr (digital), Berthold Frieß, Ministerialdirektor im Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg und Müslüm Yakisan, Präsident der Region DACH bei Alstom, hat Thorsten Krenz, Konzernbevollmächtigter der DB für das Land Baden-Württemberg, eine Zwischenbilanz für den Test des Batteriezugs gezogen.

Die Stimmen der Partner

Die Strecken in Baden-Württemberg und Bayern eignen sich besonders aufgrund ihrer Topografie und der unterschiedlichen Streckenprofile für den Testbetrieb. Sie ermöglichen einerseits eine hohe Laufleistung des Zuges, der bis Mai rund 30.000 Kilometer zurücklegen wird. Zudem können unterschiedliche Batterieaufladeszenarien getestet und technisch Feinheiten angepasst werden. In Baden-Württemberg lädt sich die Batterie des Zugs während der laufenden Fahrt auf. Abschnittsweise fährt der Zug im Batteriemodus und liefert so Erkenntnisse aus Lade- und Entladezyklen. In Bayern bekommt der Batteriezug ausschließlich an den elektrifizierten Ziel- und Startbahnhöfen Pleinfeld und Gunzenhausen direkt von den Oberleitungen den nötigen Strom, da die Strecke dazwischen nicht elektrifiziert ist. Neben der DB als Betreiber sind die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) und die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) assoziierte Projektpartner.

Seit 2016 entwickelt Alstom zusammen mit der Technischen Universität (TU) Berlin, mit Unterstützung der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) sowie einer Förderung des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr, den batterie-elektrischen Zug. Er ist ein möglicher nachhaltiger Nachfolger für Dieselzüge in Deutschland: Auf insgesamt 450 Linien im deutschen Schienennetz fahren bislang ausschließlich Dieselzüge. Alternative Antriebe ermöglichen auf diesen Strecken einen effizienten und emissionsfreien Betrieb. Der knapp viermonatige Test in Baden-Württemberg und Bayern ist der nächste Schritt dorthin.

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