Forst

Internationaler Tag des Baumes

Nadelbäume ragen bei Seebach am Ruhestein in den Himmel. (Bild: picture alliance/Uli Deck/dpa)

Der Internationale Tag des Baumes macht auf die Bedeutung von Wäldern als Lebensraum, Ressource und Ort der Erholung aufmerksam. Besonders der Klimawandel stellt das Land dabei vor neue Herausforderungen. Für deren Bewältigung benötigt es eine aktive Waldpflege mit flexiblen Lösungsstrategien.

„Der Internationale Tag des Baumes ist eine gute Gelegenheit, um auf die Bedeutung unserer Wälder als Lebensraum, als Ressource, als Erholungsraum, aber auch auf die Notwendigkeit seiner Bewirtschaftung aufmerksam zu machen. Rund 50 verschiedene Baumarten wachsen in den Wäldern Baden-Württembergs, die zu ihrer Resilienz beitragen. Gleichzeitig leidet der Wald unter den Folgen des Klimawandels. Daher ist es wichtig, dass wir im Rahmen der Waldstrategie Baden-Württemberg an Konzepten arbeiten, die dazu beitragen, den Wald an den Klimawandel anzupassen und die Waldwirtschaft darauf einzustellen“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk zum Tag des Baumes, der jedes Jahr am 25. April begangen wird.

„Wir können unseren Wald und seine Funktionen für die Gesellschaft nur erhalten, wenn wir den Wald aktiv und nachhaltig bewirtschaften und an das Klima anpassen. Das geschieht zum Beispiel, indem wir die Mischung der Baumarten erhöhen und ihn damit stabilisieren und seine Widerstandsfähigkeit erhöhen. Das dabei anfallende Holz steht für klimafreundliches Bauen und für die Bioökonomie zur Verfügung. Diese natürlichen Kohlenstoffdioxid(CO₂)-Speicherpotenziale von Wald und Holz gilt es viel stärker in Betracht zu ziehen und zu heben“, betonte der Minister.

Die Waldbewirtschaftung hat eine jahrhundertelange Tradition

Die Waldbewirtschaftung in Baden-Württemberg hat eine jahrhundertelange Tradition. Sie hat die Wälder von heute geprägt. Im Laufe der Zeit hat sie sich weiterentwickelt und immer wieder neu auf die Anforderungen der Gesellschaft und auf sich verändernde Rahmenbedingungen eingestellt. Im Ergebnis sind heute unsere Wälder im Land ökologisch und ökonomisch wertvoll.

„Zum Markenzeichen des baden-württembergischen Weges gehört die richtige Balance zwischen gesetzlichen Vorgaben, Förderanreizen und ausreichenden Freiheiten in der Waldbewirtschaftung. Starre, ordnungsrechtliche Regulierungen, Mikromanagement und damit einhergehende Bürokratie bremsen Motivation und Kreativität und bauen Vertrauen ab. Wir benötigen gerade jetzt engagierte Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, die unseren Wald bewirtschaften und unsere Bäume pflegen“, sagte Minister Peter Hauk.

Baden-Württemberg ist bundesweit eines der waldreichsten Länder. Es ist auf einer Fläche von rund 1,4 Millionen Hektar und zu rund 38 Prozent von Wald bedeckt. In baden-württembergischen Wäldern stehen rund 830 Millionen Bäume. Auf jeden Einwohner im Land entfallen davon 78 Bäume.

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Waldbestand

In kaum einem anderen Bundesland ist der Anteil der Waldfläche an der gesamten Bodenfläche so hoch wie in Baden-Württemberg.

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Internationaler Tag des Baumes

Die Idee für den Tag des Baumes stammt aus dem 19. Jahrhundert. Sie geht auf den Farmer und Journalisten, Julius Sterling Morton, zurück. Er gehörte zu den ersten Siedlern Nebraskas (USA). In der dortigen Landschaft gab es nur wenige Bäume. Sterling Morton begann zunächst erfolgreich sein Grundstück zu bepflanzen. Im Jahre 1872 schlug er vor, den „Arbor Day“ einzuführen, einen Feiertag zum Bäume pflanzen. Gleich beim ersten Mal wurden mehr als eine Million Bäume in Nebraska gepflanzt und nach und nach verbreitete sich die Idee.

Am 27. November 1951 beschlossen die Vereinten Nationen den Tag des Baumes. Er soll die Bedeutung des Waldes für den Menschen und die Wirtschaft im Bewusstsein halten. Der deutsche „Tag des Baumes“ wurde erstmals am 25. April 1952 begangen. Bundespräsident Theodor Heuss und der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bundesminister Robert Lehr, pflanzten im Bonner Hofgarten einen Ahorn.

In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg waren die deutschen Wälder in Folge von Reparationshieben übernutzt. So wurde in den ersten Nachkriegsjahren zwischen neun- bis 15-mal mehr Holz eingeschlagen, als nachwachsen konnte. Hinzu kam, dass die Kohleförderung nicht ausreichend war, um die Haushalte zu versorgen und deshalb verstärkt Brennholz eingeschlagen wurde. Der Tag des Baumes 1952 diente der Rückbesinnung auf die Nachhaltigkeit – einem Prinzip, das seit 300 Jahren das Handeln der Forstwirtschaft geprägt hatte.

Landesforstverwaltung Baden-Württemberg

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