Hochschule

Hochschulen in Höchstform

Studierende in eimem Hörsaal an der Universität Heidelberg (Bild: © Shooresh Fezoni).

Unsere Hochschulen sind die Zukunftslabore der Gesellschaft. Sie gewähren Freiräume für neues Denken und tragen damit ganz wesentlich zur Innovationsfähigkeit unserer Gesellschaft bei. Weil eine auskömmliche Finanzierung die Bedingung für qualitativ hochwertige Forschung und Lehre ist, sichert die Landesregierung den Hochschulen durch den Hochschulfinanzierungsvertrag Baden-Württemberg Perspektive 2020 eine verlässliche Grundfinanzierung.

Bundesweit bietet kein anderes Land eine solche Vielfalt an Hochschulen wie Baden-Württemberg. Forschung und Lehre an den Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Pädagogischen Hochschulen sind von enorm hoher Qualität und auch international spitze. Allein vier von bundesweit elf Exzellenzuniversitäten befinden sich im Südwesten. Die Zahl der Studierenden in Baden-Württemberg ist seit 2005 um 50 Prozent auf ein Allzeithoch von 363.000 angestiegen. Die baden-württembergischen Hochschulen leben Europa: Sie engagieren sich überdurchschnittlich in europäischen Forschungsprojekten, im Erasmus-Austausch und in grenzüberschreitenden Netzwerken. Nicht umsonst ist Baden-Württemberg die erfolgreichste Region in Europa beim neuen Wettbewerb „Europäische Hochschulen“.

Die Duale Hochschule Baden-Württemberg gilt heute als Vorzeigeeinrichtung für duale Studienangebote im In- und Ausland. Die Kunst- und Musikhochschulen des Landes genießen hohes Ansehen und üben große Anziehungskraft auf Talente aus der ganzen Welt aus. Mit der Filmakademie und der Akademie für Darstellende Kunst in Ludwigsburg sowie der Popakademie in Mannheim haben wir drei weitere starke, innovative Ausbildungseinrichtungen im künstlerischen Bereich, die die Hochschullandschaft Baden-Württembergs ideal ergänzen. Die Landesregierung entwickelt diese einzigartige Hochschullandschaft weiter.

1,7 Milliarden Euro mehr für die Hochschulen

Baden-Württemberg muss Anziehungspunkt für die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sein. Dazu verbessern wir fortwährend die Rahmenbedingungen an unseren Hochschulen: In Forschung und Lehre, aber auch bei den Arbeitsbedingungen unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie bei der Vereinbarkeit von Familie und Karriere oder den beruflichen Möglichkeiten der Lebenspartnerinnen und -partner. Wir starten eine umfassende und hochschulübergreifende Digitalisierungsoffensive und ertüchtigen unter anderem die digitale Infrastruktur für Forschung und Lehre. Wir wollen die Chancen der Digitalisierung nutzen, um die Spitzenstellung unserer Hochschulen zu sichern und weiter auszubauen.

Gute Lehre und Forschung kosten Geld. Die Hochschulen in Baden-Württemberg erhalten deshalb in den Jahren 2015 bis 2020 1,7 Milliarden Euro zusätzliche Mittel. Die Landesregierung hat damit die Grundfinanzierung der Hochschulen gestärkt und stellt mehr Mittel für den Hochschulbau zur Verfügung. Das eröffnet den Hochschulen Planungssicherheit und verlässliche Perspektiven für die Zukunft. Auch über 2020 hinaus wird die Landesregierung die finanzielle Basis der Hochschulen sichern.

Vier Exzellenzuniversitäten in Baden-Württemberg

Die Exzellenzstrategie setzt auch in Zukunft einen klaren Fokus auf Spitzenleistungen in der Forschung, um den Forschungsstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb weiter zu stärken. Die Dynamik im System bleibt gewährleistet: Universitäten können weiterhin in die Exzellenzriege auf- oder auch absteigen. Baden-Württemberg nimmt mit den seit 2019 geförderten zwölf Exzellenzclustern und vier Exzellenzuniversitäten bundesweit die Spitzenposition ein. Das Land steht dabei hinter seinen starken Universitäten und unterstützt sie kontinuierlich finanziell und konzeptionell im bundesweiten Wettbewerb.

Auch für die Projekte des Vorgängerprogramms Exzellenzinitiative stellt das Land den Landesanteil weiterhin dauerhaft zu Verfügung. Diese nachhaltige Finanzierung stärkt die erfolgreich geschaffenen Strukturen und ermöglicht u.a. eine Fortführung der Graduiertenschulen.

Vielfalt an den Hochschulen

Die Landesregierung möchte für alle Menschen in Baden-Württemberg die besten Voraussetzungen für einen individuellen Bildungserfolg schaffen. Denn Menschen bringen unterschiedliche Ziele, Interessen und Voraussetzungen an die Hochschule mit. In den Jahren 2016 bis 2020 unterstützt das Wissenschaftsministerium mit dem Fonds Erfolgreich Studieren in Baden-Württemberg (FESt-BW) die Hochschulen im Land, um den zunehmend unterschiedlicher werdenden Startbedingungen der Studierenden gerechter zu werden. FESt-BW soll den individuellen Studienerfolg befördern und die Neugierde auf wissenschaftliches Denken wecken.

Gründung hat viele Gesichter

An unseren Hochschulen entstehen jeden Tag gute Ideen: Wie wir unser Leben einfacher machen oder wie wir klimafreundlicher wirtschaften – für alle diese Fragen gibt es kluge und kreative Konzepte aus der Wissenschaft. Wir wollen, dass diese auch umgesetzt werden – von den Menschen, die sie entwickeln. An den Hochschulen fördert das Land deshalb die Gründerkultur in Forschung und Lehre systematisch, durch Vermittlung von Fachwissen und Mut machen zu eigenen Projekten. Zusätzlich unterstützt das Land die (Weiter-)Entwicklung von innovativen Produkten und Verfahren und kreativen Geschäftsmodellen in Ausgründungsvorhaben aus der Wissenschaft durch passgenaue Förderprogramme.

Nur ein vielfältiges und durchlässiges Bildungssystem kann gewährleisten, dass alle Studierenden ihren passenden Bildungsweg finden. Öffnung der Hochschulen heißt auch, dass wir die Gruppen in den Blick nehmen, die bislang noch zu selten den Bildungsaufstieg schaffen. Hierzu gehören auch die Menschen, die aufgrund kriegerischer Auseinandersetzungen ihr Land verlassen mussten. Die Landesregierung hat es sich zum Ziel gesetzt, das Potenzial studierfähiger Flüchtlinge auszuschöpfen und ihnen neue Perspektiven zu bieten.

Eine Mitarbeiterin der Kunsthalle Mannheim steht im Atrium vor der digitalen Monitor-Wand „Collection Wall“ und betrachtet ein Kunstwerk. Auf dem Touchscreen können Besucher interaktiv einen Blick in die Sammlung und auch ins sonst verborgene Depot werfen (Bild: picture-alliance/Uwe Anspach/dpa).
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