Kunst und Kultur

Verleihung des Jazz-Preises Baden-Württemberg 2023 an Clara Vetter

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Das Foto zeigt Clara Vetter, die Trägerin des baden-württembergischen Jazz-Preises 2023

Pianistin und Komponistin Clara Vetter aus Sinzheim erhält den Jazz-Preis Baden-Württemberg 2023. Staatssekretär Arne Braun verleiht ihr einen der bestdotierten Nachwuchspreise für Jazz in Deutschland am 6. Oktober 2023 in Stuttgart.

Bei einem Preisträgerinnenkonzert am 6. Oktober 2023 verleiht Kunststaatssekretär Arne Braun den Jazz-Preis des Landes Baden-Württemberg 2023 an die 27-jährige Pianistin und Komponistin Clara Vetter aus Sinzheim. Der Jazz-Preis Baden-Württemberg ist mit 15.000 Euro einer der bestdotierten Nachwuchspreise für Jazz in Deutschland.

„Clara Vetters künstlerische Biografie ist bereits jetzt eindrucksvoll. Besonders zeichnet sie sich durch ihren Forschergeist aus – und ihre Neugier, Neues auszuprobieren und sich mit Neuem auszuprobieren“, sagte Arne Braun am 29. September 2023 in Stuttgart mit Blick auf die Verleihung.

Arndt Weidler vom Jazzinstitut Darmstadt und Mitglied der Jury wird Clara Vetter zu ihrer Musik befragen. Den Konzertteil eröffnet das Clara Vetter Quintett, besetzt mit den hochklassigen Protagonisten der Berliner Jazzszene: Phillip Dornbusch (Saxophon), Ronny Graupe (Gitarre), Phil Donkin (Bass) und Oli Steidle (Schlagzeug). Im Anschluss spielt Clara Vetter mit ihrem deutsch-norwegischen Ensemble „Letters From Nowhere“ mit Håvard Nordberg Funderud (Gitarre) und Petter Asbjørnsen (Bass). Das Trio entwickelte seine Kompositionen während des Corona-Lockdowns virtuell und auf Distanz. Die künstlerisch dadurch entstandene symbolische Brieffreundschaft gab dem Ensemble seinen Namen.

Preisträgerin Clara Vetter

Die Pianistin und Komponistin Clara Vetter (geboren am 24. April 1996 in Baden-Baden) entdeckte bereits im Alter von drei Jahren ihre Leidenschaft für das Klavierspiel. Mit 13 Jahren begann sie an der Musikhochschule Stuttgart klassischen Klavierunterricht zu nehmen und begeisterte sich bereits früh für Jazz, Improvisation und Komposition. Mit 15 Jahren wurde sie in das Landesjugendjazzorchester Baden-Württemberg aufgenommen.

Im Oktober 2012 gewann Clara Vetter den 1. Preis im Landeswettbewerb „Jugend jazzt“. Ihr Bachelorstudium im Fach Jazz-Klavier an der Stuttgarter Musikhochschule schloss sie 2018 ab und wurde im selben Jahr mit dem „Steinway & Sons Förderpreis Stuttgart“ ausgezeichnet. Die Erweiterung Ihres künstlerischen Wirkungskreises auf internationaler Ebene ermöglichte das Performance Masterstudium von 2019 bis 2021 am Kopenhagener Konservatorium.

Clara Vetter war stets davon fasziniert, verschiedene Persönlichkeiten durch Musik zu vereinen. Aus dieser Motivation heraus schrieb sie Big Band Arrangements, mit denen sie 2022 den Bundesjazzorchester Kompositionswettbewerb gewann. Im Herbst 2021 wurde sie ausgewählt, ein Konzert für Large Ensemble für das Stuttgarter Jazztage Festival zu komponieren und aufzuführen.

„Clara Vetter Collective“

Ihr am längsten bestehendes Projekt ist ihr Trio, das sie 2014 gründete und das auf viele Konzerte zurückblicken kann, etwa bei den Stuttgarter Jazzopen oder der Bremer jazzahead!. Kolleginnen und Kollegen, die ihr auf ihrem musikalischen Weg begegnen, bringt sie in ihrem „Clara Vetter Collective“ zusammen. Zu ihren Projekten zählt auch ihre norwegisch-deutsche Band „Letters From Nowhere“ mit Konzerten in Skandinavien und Deutschland.

Clara Vetters Debütalbum "Leading Impulse" erschien 2020, gefolgt von einer zwölf Konzerte umfassenden Release Tour durch Deutschland und die Schweiz. Im März 2023 wurde das aktuelle Album „Live In Cologne“ veröffentlicht, für das sie erstmals auch das Cover selbst gestaltet hat.

Jazz-Preis Baden-Württemberg

Der Jazz-Preis Baden-Württemberg ist mit 15.000 Euro einer der bestdotierten Nachwuchspreise für Jazz in Deutschland. Er wird seit 1985 jährlich von einer unabhängigen Jury verliehen. Die Auszeichnung geht an Künstlerinnen und Künstler, die nicht älter als 35 Jahre sind und in Baden-Württemberg leben oder durch ihre künstlerische Arbeit eine enge Beziehung zum Land haben.

Der unabhängigen Jury 2023 gehören neben Thomas Siffling (Juryvorsitz) weiter an: Gudrun Endress, Gee Hye Lee, Alexandra Lehmler, Julia Neupert, Thomas Staiber, Konrad Bott und Arndt Weidler.

Preisträgerinnen und Preisträger waren zuletzt Jakob Manz (2022 / Saxophon), Christoph Neuhaus (2021 / Gitarre), Franziska Ameli Schuster (2020 / Gesang), Olivia Trummer (2019 / Piano) sowie Alexander Bühl (2018 / Saxophon).

Zu den nominierten Künstlerinnen und Künstlern in der diesjährigen Jurysitzung zählten neben der Preisträgerin Clara Vetter in alphabetischer Reihenfolge: Jakob Bänsch, Lukas DeRungs, Fe Fritschi, Seyda Sibel und Lukas Wögler.

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Mediathek: Jazz-Preis Baden-Württemberg 2023 geht an Pianistin und Komponistin Clara Vetter

Weitere Meldungen

DEHOGA Cup
Start-up BW

Kleinblatt GmbH aus Stuttgart gewinnt den DEHOGA CUP

Wirtschaftsministerin Dr, Nicole Hoffmeister-Kraut (Zweite von rechts) überreicht Adolf Klek (Mitte) die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Adolf Klek mit Staufermedaille geehrt

Holger Neinhaus und Arne Braun
Kunst und Kultur

Holger Neinhaus bleibt geschäftsführender Vorstand am ZKM

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Ländlicher Raum

Flurneuordnung in Furtwangen bewilligt

Marktplatz Heilbronn, Videoschutz
Sicherheit

Landtag gibt Kommunen mehr Möglichkeiten zum Videoschutz

Marktplatz in Waiblingen
Städtebauförderung

270,63 Millionen Euro für 319 Städtebaumaßnahmen

Ländlicher Raum
Ländlicher Raum

Modernisierung Ländlicher Wege ist Zukunftssicherung

Gruppenbild Pou der Hinematioro mit Māori
Kunst und Kultur

Ahnenbild kehrt nach 250 Jahren zu den Māori zurück

Logo der Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“
Wettbewerb

Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“ zu vergeben

Die Altstadt von Meersburg am Bodensee.
Tourismus

Nationale Tourismusstrategie setzt klaren Kurs auf Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 20. Januar 2026

von links nach rechts: Thomas Strobl, Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister, Sandra Boser, Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Marion Gentges, Ministerin der Justiz und für Migration, Dr. Ute Leidig, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, Florian Haßler, Staatssekretär im Staatsministerium
Kabinettsausschuss

46 Maßnahmen gegen Hass und Hetze

CMT 2026 Tourismustag
Tourismus

Tourismus kann 2025 hohes Niveau halten

Ein Wanderer betrachtet bei Bad Urach den Uracher Wasserfall. (Bild: dpa)
Geodaten

Neue App „BW mobil“ auf der CMT vorgestellt

Freilichtspiele auf einer Treppe
Kunst und Kultur

Land stärkt Festspiele mit zusätzlich 320.000 Euro