Kunst und Kultur

Jazz-Preis 2024 für Lukas DeRungs

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Portrait Lucas DeRungs

Der Pianist und Komponist Lukas DeRungs erhält den Jazz-Preis Baden-Württemberg 2024. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird im Herbst verliehen.

Der Jazz-Preis des Landes Baden-Württemberg 2024 geht an den Pianisten und Komponisten Lukas DeRungs aus Freiburg. Wie Kunststaatssekretär Arne Braun mitteilte, wird der mit 15.000 Euro dotierte Preis im Herbst verliehen. Es ist einer der bestdotierten Nachwuchspreise für Jazz in Deutschland.

Kunststaatssekretär Arne Braun sagte: „Jazzpianist par excellence, Komponist und Arrangeur für Chor und Instrumentalensemble, Bandleader, Dirigent, Texter, Organisationstalent, Beatbauer und Beatboxer mit Sinn für Humor – das alles ist Lukas DeRungs! Er ist international aktiv, überschreitet musikalische Grenzen und bewegt sich mit spielender Leichtigkeit zwischen Jazz, HipHop, Pop und mehr. Daneben setzt er sich ehrenamtlich für die Belange von Jazzmusikerinnen und Jazzmusikern ein und spendet 50 Prozent der Erlöse seines letzten Albums für den Schutz des Regenwalds. Vorbildlich!“

Der Vorsitzende der Fachjury, der Mannheimer Jazztrompeter Thomas Siffling, begründet das Juryvotum folgendermaßen: „Mit Lukas DeRungs zeichnet die Jury dieses Jahr einen der vielseitigsten und kreativsten Pianisten und Komponisten seiner Generation aus. Mit seinem hoch gelobten Debut Album ‚KOSMOS Suite‘ war er 2023 unter anderem für den Deutschen Jazzpreis nominiert und gastiert mit seinen Bands mittlerweile international.“

Wer die preisgekrönte „KOSMOS Suite“ live erleben möchte, hat hierzu am 2. Juni 2024 im Forum Merzhausen in Freiburg zum vorerst letzten Mal die Gelegenheit.

Lukas DeRungs

Lukas DeRungs hat an der Musikhochschule Mannheim und an der HSLU Luzern Schulmusik und Jazz-Klavier studiert. 2016 erhielt er bei Wettbewerben in Nürnberg und Langnau (CH) jeweils den ersten Preis. 2019 bis 2022 wurde er von der Kunststiftung Baden-Württemberg, vom DAAD, vom Nicky Hopkins Award und vom Deutschen Musikfonds mit Stipendien ausgezeichnet. 2021 schloss er an der Londoner Royal Academy of Music sein Masterstudium Jazz Performance mit Auszeichnung ab. Seither verfolgt er internationale Projekte zwischen seinen Wirkstätten Mannheim, Luzern und London.

Mit seinem im Oktober 2022 veröffentlichten Debut-Album „KOSMOS Suite“ landete der Pianist und Komponist Lukas DeRungs auf der Titelseite des Jazzthetik-Magazins und wurde für den Deutschen Jazzpreis nominiert (Kategorie Debut-Album des Jahres). Als Bandleader und Sideman ist er seit einigen Jahren mit Projekten auf Bühnen und Festivals über die Landesgrenzen hinaus vertreten (beispielsweise Burghauser Jazzpreis, BJazz Leuven BE, Jazzopen Stuttgart, Whiddon Autumn Festival UK) und hat mehrere Alben co-veröffentlicht.

Neben der Zusammenarbeit mit dem Jazzchor Freiburg plant er aktuell an neuen Kooperationen, etwa mit der Choral-Space-Akademie Berlin, dem jungen Kammerchor Rhein-Neckar sowie Vokalensembles in Dänemark und Belgien. Als Teil des Rap-Duos „Kleister“ performt er regelmäßig im deutschsprachigem Raum und loopt Live-Beats mit Beatbox, Keys und Synthesizer (Feature BR-Fernsehen Juli 2023 „Allgäu-Rap“).

Neben seiner künstlerischen Laufbahn ist sein Schaffen aber auch von pädagogischem Interesse geprägt: Aktuell arbeitet er beim Festspielhaus Baden-Baden als Dozent für den schulübergreifenden Workshop IM.PULS.

Als Vorstandsmitglied des IG Jazz Rhein-Neckar e. V. setzt er sich seit einigen Jahren ehrenamtlich für bessere Strukturen für Jazzmusikerinnen und Jazzmusiker in der Mannheimer Region ein und war maßgeblich an der Organisation des Landesjazzfestivals Baden-Württemberg 2023 beteiligt.

Auch das Engagement für die Umwelt ist Lukas DeRungs ein besonderes Anliegen. Als Unterzeichner von "Music Declares Emergency" möchte er die Aufmerksamkeit darauf lenken, dass die Menschheit dringend einen Weg finden müsse, den Planeten nicht zu zerstören. "No Music On A Dead Planet".

Jazz-Preis Baden-Württemberg

Der Jazz-Preis Baden-Württemberg ist mit 15.000 Euro einer der bestdotierten Jazzpreise in Deutschland. Er wird seit 1985 jährlich von einer unabhängigen Jury verliehen. Die Auszeichnung geht an Künstlerinnen und Künstler, die nicht älter als 35 Jahre sind und in Baden-Württemberg leben oder durch ihre künstlerische Arbeit eine enge Beziehung zum Land haben. Der unabhängigen Jury 2024 gehörten neben Thomas Siffling (Juryvorsitz) weiter an: Konrad Bott, Prof. Fola Dada, Gee Hye Lee, Alexandra Lehmler, Julia Neupert, Thomas Staiber, Prof. Rainer Tempel und Arndt Weidler.

Preisträgerinnen und Preisträger der vergangenen fünf Jahre waren: Clara Vetter (2023 / Piano), Jakob Manz (2022 / Saxophon), Christoph Neuhaus (2021 / Gitarre), Franziska Ameli Schuster (2020 / Gesang), Olivia Trummer (2019 / Piano).

Zu den nominierten Künstlerinnen und Künstlern in der Jurysitzung zählten: Jakob Bänsch, Fe Fritschi, Seyda Sibel, Martin Sörös und Rebekka Ziegler.

Weitere Meldungen

DEHOGA Cup
Start-up BW

Kleinblatt GmbH aus Stuttgart gewinnt den DEHOGA CUP

Wirtschaftsministerin Dr, Nicole Hoffmeister-Kraut (Zweite von rechts) überreicht Adolf Klek (Mitte) die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Adolf Klek mit Staufermedaille geehrt

Holger Neinhaus und Arne Braun
Kunst und Kultur

Holger Neinhaus bleibt geschäftsführender Vorstand am ZKM

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Ländlicher Raum

Flurneuordnung in Furtwangen bewilligt

Marktplatz Heilbronn, Videoschutz
Sicherheit

Landtag gibt Kommunen mehr Möglichkeiten zum Videoschutz

Marktplatz in Waiblingen
Städtebauförderung

270,63 Millionen Euro für 319 Städtebaumaßnahmen

Ländlicher Raum
Ländlicher Raum

Modernisierung Ländlicher Wege ist Zukunftssicherung

Gruppenbild Pou der Hinematioro mit Māori
Kunst und Kultur

Ahnenbild kehrt nach 250 Jahren zu den Māori zurück

Logo der Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“
Wettbewerb

Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“ zu vergeben

Die Altstadt von Meersburg am Bodensee.
Tourismus

Nationale Tourismusstrategie setzt klaren Kurs auf Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 20. Januar 2026

von links nach rechts: Thomas Strobl, Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister, Sandra Boser, Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Marion Gentges, Ministerin der Justiz und für Migration, Dr. Ute Leidig, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, Florian Haßler, Staatssekretär im Staatsministerium
Kabinettsausschuss

46 Maßnahmen gegen Hass und Hetze

CMT 2026 Tourismustag
Tourismus

Tourismus kann 2025 hohes Niveau halten

Ein Wanderer betrachtet bei Bad Urach den Uracher Wasserfall. (Bild: dpa)
Geodaten

Neue App „BW mobil“ auf der CMT vorgestellt

Freilichtspiele auf einer Treppe
Kunst und Kultur

Land stärkt Festspiele mit zusätzlich 320.000 Euro