Verkehr

Transformationsstrategie für die Mobilitätswende gefordert

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Bahn der DB Regio fährt.

Die Veranstaltung „Klimafreundlich umsteuern im Verkehr – Was jetzt zu tun ist“ in Berlin hat die Notwendigkeit zum Handeln auf Bundesebene beim Klimaschutz im Verkehr verdeutlicht. Verkehrsminister Winfried Hermann fordert eine Transformationsstrategie für die Mobilitätswende.

Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann hat anlässlich der Berliner Veranstaltung mit prominenten Gästen „Klimafreundlich umsteuern im Verkehr – was jetzt zu tun ist“ die Bedeutung des Mobilitätsbereichs für den Klimaschutz hervorgehoben. Er sagte: „Dem Verkehrssektor kommt für den Klimaschutz eine entscheidende Rolle zu. Ohne ein wirksames Programm im Mobilitätssektor, werden wir die Klimaschutzziele nicht erreichen. Dafür brauchen wir für die kommenden Jahre klare Rahmensetzungen: in Europa, im Bund und in den Ländern!“ Die Antriebs- und Mobilitätswende brauche neben sehr viel erneuerbarer Energie ein Umlenken im Mobilitätssektor. So gehörten veraltete Privilegien etwa für Verbrenner-Autos auf den Prüfstand: „Es ist nicht nachvollziehbar, warum umweltschädliche Subventionen Bestand haben, die obendrein auch unsozial sind, etwa die Subvention des Diesels oder das Dienstwagenprivileg.“

Im Sondierungspapier einer möglichen Ampelkoalition sei gerade deshalb auch eine Prüfung der Subventionen aufgenommen worden. Minister Hermann unterstrich: „Wir brauchen für eine zukunftsfeste Transformationsstrategie eine Abkehr vom Alten. Das heißt vor allem auch, die bestehenden klimaschädlichen Subventionen auf den Prüfstand zu stellen. Denn diese privilegieren den überkommenen fossilen Pfad in der Mobilität und sie sind ungerecht. Es ist angesichts der Klimakrise und der immer größeren werdenden Spaltung von Arm und Reich nicht länger zu rechtfertigen, umweltschädliche Steuervergünstigungen, die vor allem Wohlhabenden zu Gute kommen, aufrechtzuerhalten.“

Verlässlicher öffentlicher Verkehr als Alternative zum Auto

Darüber hinaus sind deutlich mehr Bundesmittel für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) notwendig: „Wir brauchen einen verlässlichen öffentlichen Verkehr als Alternative zum Besitz von Autos – in der Stadt und auch auf dem Land. Ein guter ÖPNV kostet Geld. Daher ist eine über die kommenden Jahre verlässliche Erhöhung der Regionalisierungsmittel unverzichtbar“.

Diese und weitere Themen standen bei der hybriden Veranstaltung „Klimafreundlich umsteuern im Verkehr – Was jetzt zu tun ist“ am Donnerstagabend in Berlin im Fokus, die Veranstaltung wurde via Livestream übertragen. Nach einer Einführungsrede von Minister Hermann hielt Prof. Dr. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes, eine Keynote. Anschließend diskutierten auf dem Podium Minister Hermann mit Heike van Hoorn (Deutsches Verkehrsforum), Rainer Baake (Stiftung Klimaneutralität) und Prof. Dr. Dirk Messner über den notwendigen Instrumentenmix für eine Transformationsstrategie und die erforderlichen politischen Rahmensetzungen in der kommenden Legislaturperiode.

Weitere Meldungen

Die deutsche und französische Flagge. (Bild: picture alliance/Rainer Jensen/dpa)
Europa

Deutsch-Französischer Tag 2026

Gisela Splett mit Patenschaftsurkunde
Vermögen und Bau

Patenschaft für Kronenkranich in der Wilhelma

Die Strohgäubahn steht im Bahnhof von Korntal. (Foto: dpa)
Schienenverkehr

Land stärkt kommunale Nebenbahnen

Traktor auf einem Feld
Ökolandbau

Land fördert überregionale Koope­rationen der Bio-Musterregionen

Das Thermostat einer Heizung.
Energie

Energieberatung für einkommens­schwache Haushalte verlängert

Ein Biber, fotografiert an einem Fluss (Quelle: dpa).
Artenschutz

Biberverordnung hilft bei Konfliktfällen

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 20. Januar 2026

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Grand Est und Land mobilisieren für Zukunft der Bioökonomie

von links nach rechts: Thomas Strobl, Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister, Sandra Boser, Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Marion Gentges, Ministerin der Justiz und für Migration, Dr. Ute Leidig, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, Florian Haßler, Staatssekretär im Staatsministerium
Kabinettsausschuss

46 Maßnahmen gegen Hass und Hetze

Gesprächsrunde mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (rechts) am 26. November 2025 an der Wilhelmsschule in Stuttgart-Wangen, an der ein Pilotprojekt der Familiengrundschulzentren eingerichtet wird.
Bildung

Land stärkt Erziehungspartnerschaft

Ein Apotheker holt eine Medikamentenverpackung aus einer Schublade in einer Apotheke.
Gesundheit

Kritische Arzneimittel wieder stärker in Europa produzieren

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Mitte) mit den Mitgliedern des Normenkontrollrats Baden-Württemberg
Bürokratieabbau

Normenkontrollrat übergibt Tätigkeitsbericht 2025

Viele Kinder freuen sich und halten ein Banner hoch.
Fußverkehr

Hermaringer Kinder holen den ersten Platz bei den „Schulwegprofis“

Illustration eines Zuges. Dieser fährt an einem Schild mit der Aufschrift "Digitaler Knoten Stuttgart" vorbei.
Schienenverkehr

340 Millionen Euro für Digitalen Knoten Stuttgart

Ein Wanderer betrachtet bei Bad Urach den Uracher Wasserfall. (Bild: dpa)
Geodaten

Neue App „BW mobil“ auf der CMT vorgestellt