Forschung

Neue Impulse für die Wissenschaftsbeziehungen mit der Schweiz

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Länderschild «Deutschland-Schweiz» ist an der deutsch-schweizerischen Grenze zu sehen. (Bild: Patrick Seeger / dpa)
Symbolbild

Rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Politik aus Baden-Württemberg und der Schweiz nehmen bei einer Fachkonferenz die Wissenschaftsbeziehungen der beiden Regionen in den Blick.

Am 3. Mai 2024 nehmen rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Politik aus Baden-Württemberg und der Schweiz die Wissenschaftsbeziehungen der beiden Regionen bei einer Fachkonferenz in den Blick. Dabei sollen Fragen wie „Wie eng sind die Wissenschaftsbeziehungen zwischen der Schweiz und Deutschland?“, „Welchen Herausforderungen begegnen Forscherinnen und Forscher in Baden-Württemberg und der Schweiz?“ oder „Welche Möglichkeiten und Perspektiven der Zusammenarbeit in Forschung und Wissenschaft gibt es?“ beantwortet werden.  

Fachkonferenz unter dem Motto „Z’sämme | Zusammen!“

Wissenschaftsministerin Petra Olschowski sagte am Vortag der Konferenz: „Auch angesichts der geografischen Nähe sind wissenschaftliche Kooperationen zwischen Baden-Württemberg und der Schweiz von zentraler Bedeutung. Auf beiden Seiten des Rheins haben wir herausragende Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen, die von einer noch intensiveren Zusammenarbeit nur profitieren können.“ Die Wissenschaftskonferenz, die vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gemeinsam mit der Universität Konstanz ausgetragen wird, steht unter dem Motto: „Z’sämme | Zusammen! Neue Impulse für die Wissenschaftsbeziehungen zwischen Baden-Württemberg und der Schweiz“. Die baden-württembergische Wissenschaftsministerin nimmt an der Konferenz teil – auch an der Podiumsdiskussion, bei der sie gemeinsam mit weiteren Vertreterinnen aus Politik und Hochschulen über die Möglichkeiten und Perspektiven in der Zusammenarbeit in Forschung und Wissenschaft diskutieren wird. Beim Austausch soll auch aufgezeigt werden, dass es neben den EU-Forschungsprogrammen, wie zum Beispiel „Horizon Europe“, noch viele andere Wege gibt, um gemeinsame Forschung erfolgreich umzusetzen.

Die Konferenz gibt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Vertreterinnen und Vertretern der nationalen Forschungsförderinstitutionen (DFG und SNF) sowie Hochschulen, der Politik und dem Publikum die Möglichkeit, sich auszutauschen und Best Practice Beispiele für Kooperationen über die Grenze hinweg kennenzulernen. Die bereits bestehende Zusammenarbeit reicht von gemeinsamen Projekten über Kleinprojektfonds bis hin zu institutionellen Arrangements wie gemeinsam getragene Forschungsinstitutionen, „Schools of Education“ oder Brückenprofessuren. Das Land Baden-Württemberg unterstützt diese in vielfältiger Weisen. So wird derzeit die Schweiz-Strategie des Landes unter Einbezug einer Vielzahl von Akteuren, auch aus der Wissenschaft, fortgeschrieben.

Beziehungen zur Schweiz

Seit seinem Bestehen pflegt das Land Baden-Württemberg gute Beziehungen zu den Schweizer Nachbarn. Das Scheitern der Verhandlungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union um ein Rahmenabkommen im Mai 2021 hat das Verhältnis belastet – daher begrüßt Baden-Württemberg die bevorstehende Wiederaufnahme der formellen Verhandlungen zur Assoziierung zum EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizon Europe“ zwischen der Schweiz und der EU.

Zur Stärkung und Weiterentwicklung der Beziehungen zwischen Baden-Württemberg und dem schweizerischen Kanton Zürich, insbesondere im Bereich der Hochschulpartnerschaften, haben beide Seiten im Februar 2024 ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. In der gemeinsamen Erklärung werden die Forschungseinrichtungen beider Regionen dazu aufgerufen, ihre bestehenden Kooperationen auszuweiten und neue Partnerschaften aufzubauen. Konkretes Potenzial eröffnet sich dabei in den Bereichen Klimaschutz, Künstliche Intelligenz, Digitale Transformation, Luft- und Raumfahrt sowie in der Medizin, zum Beispiel auf dem Gebiet der Krebsforschung oder bei der Verringerung von Tierversuchen. Neben dem Wissenschaftsverbund Vierländerregion Bodensee und Eucor – The European Campus, bestehen über 130 Hochschulkooperationen zwischen Baden-Württemberg und der Schweiz.

Weitere Meldungen

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Wirtschaft

Land fördert innovatives Verfahren für klimaneutrale Produktion

Straßenbaustelle an der B31 im Schwarzwald (Bild: © dpa).
Straßenverkehr

500 Millionen Euro für Straßenerhalt im Land

Bauarbeiter laufen in Stuttgart an Neubauten der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) vorbei. (Foto: © dpa)
Wohnraumförderung

Bau von 3.367 Sozialwohnungen bewilligt

Gruppenbild mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (vorne, Mitte) und den Ordensprätendentinnen und Ordensprätendenten
Auszeichnung

Verdienstorden des Landes an 27 verdiente Persönlichkeiten

Neue Herausforderungen für die Kriminaltechnik in Bayerns
Wirtschaft

Länder fordern Anpassung der Chemieagenda 2045

Deutsche Delegation beim 4. Treffen der deutsch-polnischen Freundschaftsgruppen
Europa

Treffen der deutsch-polnischen Freundschaftsgruppen

Gruppenfoto der Teilnehmenden der 53. Sportministerkonferenz auf Norderney
Sport

53. Sportministerkonferenz auf Norderney

Die Fahnen von Deutschland (links) und Polen (rechts)
Internationales

Delegation bei Treffen der deutsch-polnischen Freundschaftsgruppen

Eine Person in medizinischer Kleidung hält eine Digitalkamera speziell für den klinischen Einsatz. (Bild: Maja Hitij/dpa)
Technologie

Land fördert Miniatur-Batterien für Medizintechnik

Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Innenminister Thomas Strobl am Grab des früheren Ministerpräsidenten Lothar Späth auf dem Waldfriedhof in Stuttgart-Degerloch
Gedenken

Zehnter Todestag von Lothar Späth

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) überreicht Prof. Dr. Hubert Klausmann (rechts) die Staufermedaille in Gold.
Auszeichnung

Staufermedaille in Gold an Prof. Dr. Hubert Klausmann

Straßenverkehr in Stuttgart
Bundesrat

Gegen erneute Verbote für Automobilbranche

Studenten sitzen in einem Hörsaal.
Hochschulen

Drei Exzellenzuniversitäten in Baden-Württemberg

Ein Mann programmiert einen Roboterarm, der in einer Produktionslinie einer Smart Factory eingebaut ist.
Innovation

Baden-Württemberg bleibt Patent-Spitzenreiter

Blick in den Saal bei der Eröffnung des 11. Donausalons in der Landesvertretung Baden Württemberg durch Verkehrsminister Winfried Hermann
11. Donausalon

Wirtschaftliche Resilienz und stärkerer Zusammenhalt im Donauraum