Kultur

Gründungsdirektor der Akademie Schloss Solitude verabschiedet

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Jean-Baptiste Joly (Foto: © Akademie Schloss Solitude)

Das Land hat den Gründungsdirektor der Akademie Schloss Solitude Jean-Baptiste Joly verabschiedet. Joly hat die Akademie fast 30 Jahre lang geleitet. Bei seiner Verabschiedung würdigte Ministerin Theresia Bauer ihn als einen überragenden Netzwerker und kulturpolitischen sowie europäischen Visionär.

„In diesen Tagen geht eine Ära zu Ende: Jean-Baptiste Joly hat die Stiftung Akademie Solitude mit kulturpolitischem Weitblick fast 30 Jahre lang geleitet und geprägt, sie profiliert und zu einer international bekannten Institution gemacht. Durch sein außerordentliches Engagement ist die Solitude als Künstlerresidenz zu einer Einrichtung mit Vorbildcharakter weltweit geworden, zu einer Begegnungsstätte von Stipendiatinnen und Stipendiaten verschiedenster Herkunft und Fachrichtung mit einem bemerkenswert fruchtbaren Austausch untereinander. Das Land Baden-Württemberg ist ihm zu größtem Dank verpflichtet“, sagte Wissenschafts- und Kunstministerin Theresia Bauer anlässlich der Verabschiedung Jean-Baptiste Jolys im Kunstgebäude.

Professor Jean-Bapiste Joly ist seit 1989 Vorstand der Stiftung Akademie Schloss Solitude, Gründungsdirektor und künstlerischer Leiter der Akademie.

Inkubator für künstlerische und wissenschaftliche Innovation

Mit ihrem ambitionierten, spartenübergreifenden öffentlichen Programm, den zahlreichen Kooperationen mit Kunst- und Wissenschaftseinrichtungen aus aller Welt und dem einzigartigen Programm art, science & business habe sich die Akademie Schloss Solitude unter der Leitung von Jean-Baptiste Joly auch zu einer Referenzinstitution für die Förderung von Kunst und Wissenschaft an der Schnittstelle zur Wirtschaft entwickelt. Mit unzähligen Veranstaltungen der internationalen Stipendiaten und der Kooperationspartner habe Joly die Akademie „zu einem wichtigen Inkubator für künstlerische und wissenschaftliche Innovation mit internationaler Strahlkraft gemacht“, betonte Bauer.

Solitude prägt das Bild eines weltoffenen Baden-Württembergs

Von Anfang an habe Jolys Arbeit ein starkes Bekenntnis zu Europa ausgezeichnet – „Kunst und Kultur als Schlüssel für die europäische Integration und damit Zukunft Europas, das ist Jean-Baptiste Jolys Haltung, die die Akademie bis heute prägt.“ Jolys Arbeit wirke weit über Baden-Württemberg hinaus, so die Ministerin weiter: „Nahezu 1.500 Stipendiatinnen und Stipendiaten haben dank seines Engagements ein positives Bild von Stuttgart und Baden-Württemberg in die Welt hinausgetragen.“

„Die Akademie Schloss Solitude ist ein vorbildlicher Ort des Austausches. Der entscheidende Faktor ist die Mobilität von Künstlern und Wissenschaftlern, die aus aller Welt nach Stuttgart kommen und in der Akademie bis zu einem Jahr an ihren Projekten arbeiten“, betonte Staatssekretärin Petra Olschowski. „Den kulturellen Austausch brauchen wir heute mehr denn je für das gegenseitige Verständnis von Kulturen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Solitude steht für die Freiheit von Kunst und Wissenschaft und für Toleranz.“

Starker Netzwerker

„Jean-Baptiste Joly hat ein beeindruckendes, globales Netzwerk in die Welt der Kunst und Wissenschaft geknüpft – und damit die Basis geschaffen, auf der seine Stipendiaten ihre Projekte verwirklichen können.“ Jolys Wirken habe sich nie auf die Akademie beschränkt: „Auch im Land und in der Stadt Stuttgart hat er sich mit starker Stimme und konstruktiv-kritischem Geist kulturpolitisch engagiert. Von seinem Wissen und seiner Erfahrung haben viele Einrichtungen und die Kulturpolitik im Land profitiert“, so Olschowski abschließend.

Akademie Schloss Solitude

Die Akademie Schloss Solitude ist eine interdisziplinäre und internationale Fördereinrichtung für Künstler und Wissenschaftler. Sie ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts, die ein interdisziplinäres und internationales Stipendienprogramm für Künstler und Wissenschaftler anbietet. Seit 1990 fördert die Akademie Künstlerinnen und Künstler in den Disziplinen Architektur, Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Design, Literatur, Musik/Klang und Video/Film/Neue Medien durch Wohn- und Arbeitsstipendien.

Mit dem Programm art, science & business werden seit 2002 auch junge Menschen aus Wissenschaft und Wirtschaft in die Förderung aufgenommen. Die Akademie Schloss Solitude wird aus Zuwendungen des Landes Baden-Württemberg finanziert.

Wissenschatfsministerium: Elke aus dem Moore neue Leiterin der Akademie Schloss Solitude

Akademie Schloss Solitude

Weitere Meldungen

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Auszeichnung

Kurt Josef Lacher erhält Bundesverdienstmedaille

Logo Öffentlicher Gesundheitsdienst. Die Abkürzung "ÖGD" ist in dicken Buchstaben dargestellt. Darunter steht in "Öffentlicher Gesundheitsdienst - Schützt. Hilft. Klärt auf."
Studium

Neue Vorabquote fürs Medizinstudium

Portraitfoto Herr Chavillier
Amtsleiterwechsel

Neuer Leiter am Staatlichen Hochbauamt Schwäbisch Hall

Windräder stehen während des Sonnenaufgangs auf einem Feld.
Erneuerbare Energien

Schnellere Genehmigungen für Windkraft-Anlagen durch Digitalisierung

Übergabe Krisenmanagement-Handbuch
Bevölkerungsschutz

Krisenmanagement-Handbuch an Kommunen übergeben

Logo Öffentlicher Gesundheitsdienst. Die Abkürzung "ÖGD" ist in dicken Buchstaben dargestellt. Darunter steht in "Öffentlicher Gesundheitsdienst - Schützt. Hilft. Klärt auf."
Gesundheit

Einheitliche Software-Landschaft für die Gesundheitsämter

Eine Lehrerin in der Grundschule mit Schülerinnen und Schülern.
Öffentlicher Dienst

Tarifabschluss im öffentlichen Dienst

Eine Frau bedient das Portal ELSTER der deutschen Steuerverwaltungen zur Abwicklung der Steuererklärungen und Steueranmeldungen über das Internet.
Steuern

Digitale Steuererklärung wird deutlich einfacher

PV-Anlage auf dem Landtag in Stuttgart
Erneuerbare Energien

Photovoltaik-Ziel bereits vorab erreicht

GNSS-Empfänger mit Sonnenaufgang
Digitale Infrastruktur

Satellitenpositionierungsdienst SAPOS® stark genutzt

Marktplatz Heilbronn, Videoschutz
Sicherheit

Landtag gibt Kommunen mehr Möglichkeiten zum Videoschutz

von links nach rechts: Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration Elmar Steinbacher, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges, Präsident des Landgerichts Ravensburg Matthias Grewe, Präsident des Oberlandesgerichts Stuttgart Dr. Andreas Singer
Justiz

Neuer Präsident des Landgerichts Ravensburg

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. Februar 2026

Seitlich geöffnetes Feuerwehrfahrzeug. Quelle: Gertrud-Luckner-Gewerbeschule Freiburg, Klasse D3FG, Schuljahr 09/10
Kommunen

Land beschafft Löschfahrzeuge für Städte und Gemeinden

Peter Hahn
Regierungspräsidien

Neuer Regierungsvizepräsident in Karlsruhe