Verkehrssicherheit

Landesprogramm „MOVERS – Aktiv zur Schule“ startet

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Immer mehr Kinder werden zur Schule gefahren, statt selbst zu Fuß zu gehen oder das Fahrrad zu nutzen. Das Landesprogramm „MOVERS – Aktiv zur Schule“ soll Schulwege aktiver und sicherer gestalten. Minister Winfried Hermann, Ministerin Theresa Schopper und Innenstaatssekretär Wilfried Klenk gaben in Stuttgart den Startschuss.

Zu viele „Elterntaxis“ bedeuten nicht selten Chaos und Gefahr vor den Schultoren. Gleichzeitig haben viele Kinder zu wenig Bewegung. Hier setzt das neue Programm „MOVERS – Aktiv zur Schule“ an – und zwar landesweit. Kinder und Jugendliche werden durch konkrete Maßnahmen dabei unterstützt, ihren Schulweg aktiv und sicher zurückzulegen, egal ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Tretroller. Dabei gibt es nicht nur Anreize für die Schülerinnen und Schüler, sondern auch Hilfestellung für Kommunen und Schulen für ein gutes und ungefährliches Schulumfeld, in dem sich Eltern und Kinder gleichermaßen sicher fühlen.

Drei Ministerien bringen ihre Expertise ein

Verkehrsminister Winfried Hermann, Kultusministerin Theresa Schopper und Innenstaatssekretär Wilfried Klenk gaben am 19. Oktober 2022 an der Wilhelmsschule in Stuttgart-Untertürkheim den Startschuss. In Zusammenarbeit mit den Schulen und Kommunen sollen sichere Schulwege Kindern und Jugendlichen mehr mobile und aktive Selbstständigkeit ermöglichen. Gleichzeitig bleiben sie fit und sind umweltfreundlich unterwegs.

Minister Hermann sagte zum Auftakt in Stuttgart: „Kinder und Jugendliche sollen wieder Lust auf eigenständige Mobilität bekommen. Wir motivieren sie zu einem aktiven, bewegungsorientierten und klimabewussten Lebensstil. Unser Ziel ist es, die Anzahl der Elterntaxis bis zum Jahr 2030 um 50 Prozent zu reduzieren, indem immer mehr Schülerinnen und Schüler ihre Wege zu Fuß, mit dem Tretroller oder dem Fahrrad sicher zurücklegen wollen und können.“

Ministerin Schopper machte deutlich: „Der tägliche Fuß- oder Fahrradweg zur Schule hilft, selbstbewusster im Verkehr zu werden und auch sicherer daran teilzunehmen. Außerdem ist es für Kinder wichtig, sich zu bewegen und aktiv zu sein. Das fördert eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung. Mit dem Landesprogramm legen wir dafür einen wichtigen Grundstein.“

Innenstaatssekretär Klenk betonte: „Die Straßen und Wege Baden-Württembergs sind für Kinder und Jugendliche seit Jahren mit die sichersten im gesamten Bundesgebiet. Darauf ruhen wir uns aber nicht aus. Der Schutz unserer Kinder, gerade auf dem Schulweg, ist ein ganz zentraler Punkt der Verkehrssicherheitsarbeit im Land. Und genau dort setzt das neue Landesprogramm an.“ 

Unterstützung für Schulen und Kommunen

MOVERS bietet eine landesweite Vor-Ort-Beratung. Schulen und Kommunen in Baden-Württemberg können sich bei einer zentralen Servicestelle und einem Beratungsnetzwerk informieren, welche Unterstützungsangebote es gibt und eine individuelle Auswahl treffen. Koordiniert wird das Landesprogramm von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH (NVBW).

Neben der bewährten Radfahrausbildung in der vierten Klasse umfasst das Programm folgende Bausteine:

Weitere Bausteine sind in der Entwicklung.

Ziel ist es, dass bis 2030 der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die mit dem Auto zur Schule gelangen, von 17 Prozent halbiert wird und die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die aktiv zur Schule kommen, von 46 Prozent auf 60 Prozent steigt.

Besonderes Engagement der Wilhelmsschule

Die Wilhelmsschule in Untertürkheim, die für den Auftakt ausgewählt wurde, hat sich in den vergangenen Jahren besonders durch ihr Engagement im Bereich der Schulmobilität hervorgetan. Im Rahmen des Auftakts tauschten sich Minister Hermann, Ministerin Schopper und Innenstaatssekretär Klenk mit Schülerinnen und Schüler der Wilhelmsschule aus, die von ihrem Schulweg berichteten und selbstgemalte Bilder rund um das Thema „Schulweg“ präsentierten.

Ministerium für Verkehr, Mediathek: Bilder der Auftaktveranstaltung in der Wilhelmsschule zum Herunterladen

Factsheet: Das neue Landesprogramm MOVERS – Aktiv zur Schule. Selbstaktive und sichere Mobilität auf dem Weg zur Schule (PDF)

Weitere Meldungen

Green Bond BW
Finanzmarkt

Land gibt sechsten Green Bond über 600 Millionen Euro aus

LKWs stehen auf einem Parkplatz.
Verkehr

Land verlängert Erleichterungen für Lkw-Transporte

Landwirtschaftliches Hauptfest
Landwirtschaft

Eröffnung des 102. Landwirtschaftlichen Hauptfestes

Luftaufnahme des Bodensees mit niedrigem Wasserstand und freigelegtem Uferbereich neben bewaldetem Land
Klimaschutz

Folgen des Hitzesommers 2026 und entsprechende Maßnahmen

Drei jugendliche Berufsschüler und eine lächelnde Berufsschülerin erkunden gemeinsam die Funktionsweise eines Tablets, das einer der Schüler in der Hand hält.
Berufliche Bildung

Klare Regeln für die Förderung von Auszubildenden im Blockunterricht

Wappen der Polizei Baden-Württemberg. (Bild: © Steffen Schmid)
Sicherheit

Start der zweiten landesweiten Sicherheitsbefragung

Wappen von Baden-Württemberg auf dem Ärmel einer Polizeiuniform. (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)
Polizei

Aktion „WIR FÜR EUCH“ zum Schulstart

Ein Ausbilder erklärt in einem Techniklabor jugendlichen Auszubildenden etwas.
Berufliche Ausbildung

Land fördert praxisnahe Berufsorientierung von Jugendlichen

Kinder beim Schwimmunterricht.
Schulsport

Land prüft Vergabe von Rettungsschwimmernachweisen

Mehrere Erwachsene und Kinder fahren Fahrrad in einer Fahrradstraße.
Mobilität

Mehr und bessere Rad-Stellplätze entlang der Filstalbahn

Symbolbild: Ein Auto steht neben einem Baustellenschild am Neckartor. (Bild: Sebastian Gollnow / dpa)
Straße

L 600a bei Heidelberg wieder vollständig befahrbar

Zwei Grundschüler stehen an einer Straße vor einer Schule.
Verkehrssicherheit

Landesweite Aktion „Sicherer Schulweg“

In einer Halle stehen viele Männer und Frauen nebeneinander und heben die Hand zum Schwur.
Schule

Vereidigungsfeier für Lehrkräfte

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Klimaschutz

KLIMA.LÄND.TAGE in Baden-Württemberg

Ein Windrad ist auf der Holzschlägermatte bei Freiburg zu sehen.
Windenergie

Mehr Windenergie im Süden