Integration

Integration aus einem Guss

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Verschiedene Menschen am Tisch im Gespräch

Wie die Integration von geflüchteten Menschen am besten gelingen kann, darüber diskutierten Fachleute von Bund, Ländern und Kommunen auf einer Konferenz in Stuttgart. Die Integrationsmaßnahmen müssten klug aufeinander abgestimmt sein, sagte Integrationsminister Manne Lucha. 

Integration von geflüchteten Menschen funktioniert dann am besten, wenn sich Bund, Länder und Kommunen innerhalb ihrer Zuständigkeiten und Aufgaben eng verzahnen und abstimmen. Wie dieser gemeinsame Weg idealerweise aussehen könnte, darüber diskutierten Fachleute aller drei Ebenen auf einer gemeinsamen Veranstaltung des Ministeriums für Soziales und Integration sowie des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Mit dabei waren auch der baden-württembergische Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha, der neue BAMF-Präsident Dr. Hans-Eckhard Sommer sowie der Präsident des Landkreistages, Landrat Joachim Walter.

Integrationsmaßnahmen klug aufeinander abgestimmen

„Integration bedeutet immer, auch ein Teil des gesellschaftlichen Zusammenlebens zu sein, also ein Teil der Nachbarschaft, der Schulklasse, der Firma, des Sportvereins. Wo könnte Integration besser gelingen, als vor Ort in den Kommunen? Es gibt viele gute Programme, um die Integration von Geflüchteten positiv zu gestalten. Wir müssen aber auch dafür sorgen, dass die Maßnahmen klug aufeinander abgestimmt sind und keine Doppelstrukturen entstehen“, forderte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha vor den rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung. Die Konferenz mit dem Titel „Integration aus einem Guss“ bot eine Plattform zum Austausch und zur Diskussion über Themen wie Sprachförderung, Integration in Gesellschaft und Arbeit oder soziale Begleitung.

Integration gelingt nur gemeinsam

„Integration gelingt nur gemeinsam“, unterstrich der Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, Dr. Hans-Eckhard Sommer. „Die aufeinander abgestimmte Zusammenarbeit über alle staatlichen Ebenen hinweg ist dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ein zentrales Anliegen. Ein Austausch wie der heutige dient dazu, gemeinsam in unserer Arbeit noch besser zu werden. Wir wollen diesen Dialog zwischen Bund, Ländern und Kommunen noch weiter verstärken, denn gelungene Integration ist die Grundlage für gesellschaftlichen Zusammenhalt.“

Integration ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe

„Die Integration geflüchteter Menschen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, betonte der Präsident des baden-württembergischen Landkreistages, Landrat Joachim Walter. „Die Kommunen haben gerade auch auf dem Höhepunkt des Flüchtlingszuzugs mit großem Engagement dafür gesorgt, dass die Menschen gut versorgt und betreut werden. Seitdem setzen sich die Landkreise, Städte und Gemeinden beherzt für eine rasche Integration der Flüchtlinge mit Bleibeperspektive ein.“ Mit dem Pakt für Integration sei eine wichtige Grundlage geschaffen worden, damit die Geflüchteten hierzulande ankommen könnten. „Damit die Integration auf Dauer gelingt, brauchen die Kommunen verlässliche Rahmenbedingungen und vor allem eine verlässliche Finanzierung. Hier bleiben Bund und Land gefordert“, so Walter weiter.

Integrationsförderung des Landes

Baden-Württemberg hat mit drei verschiedenen Förderprogrammen den Grundstein gelegt für eine planmäßige und strukturierte Integrationsförderung in zentralen Bereichen. Mit der „Verwaltungsvorschrift Integration“ werden in den Kommunen unter anderem Integrationsbeauftragte gefördert, die die Integration systematisch planen und steuern sowie Netzwerke aller Beteiligten vor Ort aufbauen und koordinieren. Im Bereich Sprache, „Deutsch für Flüchtlinge“, fördert das Land ergänzend zum Sprachprogramm des Bundes Sprachkurse vom Alphabetisierungskurs bis zum C1-Kurs. Zuwendungsempfänger sind hier die Stadt- und Landkreise, die die Kurse vor Ort dezentral organisieren. In einer dritten Förderlinie sind über den Pakt für Integration mit den Kommunen landesweit fast 1.100 Stellen für Integrationsmanagerinnen und Integrationsmanager geschaffen worden, die Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung sozial beraten und begleiten.

Beteiligung fördert Integration

Ministerium für Soziales und Integration: Pakt für Integration

Flüchtlingsdialoge.de

fluechtlingshilfe-bw.de für die engagierte Zivilgesellschaft

Weitere Meldungen

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
Wasserstoff

Bundesweite Abfrage des Strom- und Wasserstoffbedarfs

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Land setzt sich für landeseigene Forschungsinstitute ein

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.
Energieversorgung

Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare Energie

Collage aus sechs Personen vor blauem Hintergrund
Schule

3 Fragen 3 Antworten: mit Gewinnerinnen und Gewinner des Lehrkräfte

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Auszeichnung

Kurt Josef Lacher erhält Bundesverdienstmedaille

Ein Intercity steht in einem Bahnhof. (© picture alliance/Klaus-Dietmar Gabbert/zb/dpa)
Sicherheit

Landesweiter Prozess für mehr Sicherheit im Bahnverkehr

Abschiebung nach Afghanistan – Letzter Straftäter der Gruppenvergewaltigung in Illerkirchberg wird abgeführt
Migration

Erneute Abschiebung nach Afghanistan

Preisträger Landesforschungspreis 2026
Forschung

Landesforschungspreise 2026 nach Tübingen, Mannheim und Freiburg

Das Thermostat einer Heizung.
Energie

Walker kritisiert Reform des Gebäudeenergiegesetzes

Gruppenbild Teilnehmer Podiumsdiskussion
Wissenschaft

Widerstandskraft von Wissenschaft stärken

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Künstliche Intelligenz

Baden-Württemberg drängt auf praktikable KI-Regeln

Eine Rötelmaus (Clethrionomys glareolus) im Schnee (Bild: © dpa).
Landwirtschaft

Pragmatischer Umgang bei der Bekämpfung von Schadnagern

Wappen von Baden-Württemberg auf dem Ärmel einer Polizeiuniform. (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)
Polizei

Festnahme eines deutschland­weit aktiven Serieneinbrechers

Logo Öffentlicher Gesundheitsdienst. Die Abkürzung "ÖGD" ist in dicken Buchstaben dargestellt. Darunter steht in "Öffentlicher Gesundheitsdienst - Schützt. Hilft. Klärt auf."
Gesundheit

Einheitliche Software-Landschaft für die Gesundheitsämter