Gesundheit

Schnellere Anerkennungs­verfahren für ausländische Ärzte gefordert

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Student im Praktischen Jahr am Universitätsklinikum Heidelberg spricht mit einem Patienten.

Gesundheitsminister Manne Lucha fordert den Bund auf, die Anerkennungsverfahren für ausländische Ärztinnen und Ärzte zu beschleunigen. Dies soll den Fachkräftemangel im Gesundheitsbereich effektiv bekämpfen.

Der demografische Wandel und der Fachkräftemangel machen sich auf dem Arbeitsmarkt immer stärker bemerkbar. Vielerorts fehlt es an Personal, das ist vor allem im Gesundheitsbereich spürbar. Es mangelt nicht nur an Pflegepersonal, sondern auch an Ärztinnen und Ärzten. Vor diesem Hintergrund appelliert Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha anlässlich der Bundesratssitzung am 4. Juli 2024 an seine Länderkollegen, sich ebenfalls der Initiative im Bundesrat anzuschließen, die Anerkennungsverfahren ausländischer Berufsabschlüsse zu beschleunigen.

„Viele Ärztinnen und Ärzte, die im Ausland ihren Abschluss gemacht haben, würden gerne in Deutschland arbeiten. Wir schaffen es aber nicht, sie schnell genug in Arbeit zu bringen, die Anerkennungsverfahren dauern viel zu lange. Das können wir uns nicht länger leisten“, sagte Lucha am Donnerstag. Wenn Menschen monatelang keinen Arzttermin bekämen oder viele Kilometer fahren müssten, um zur nächsten Praxis zu gelangen, sei dies ein ernsthaftes Zeichen, dass sich etwas ändern müsse.

Anerkennungsverfahren entbürokratisieren

„Wir Länder haben bereits gezielte Maßnahmen ergriffen, um die Anerkennungsprozesse zu verbessern. Doch unsere Möglichkeiten sind begrenzt. Wir brauchen dringend Änderungen in der Bundesärzteordnung und der Approbationsordnung für Ärztinnen und Ärzte“, fordert Lucha. Sieben Bundesländer seien sich parteiübergreifend einig, dass die Anerkennungsverfahren entbürokratisiert werden müssten. Dazu gehöre beispielsweise, die Vorgaben an die erforderlichen Unterlagen zu entschlacken und die Verfahren insgesamt stärker zu digitalisieren. „Wir haben konkrete Vorschläge auf den Tisch gelegt. Der Bund muss sie nur umsetzen“, so Lucha abschließend.

Weitere Meldungen

Blick in den Saal bei der Eröffnung des 11. Donausalons in der Landesvertretung Baden Württemberg durch Verkehrsminister Winfried Hermann
11. Donausalon

Wirtschaftliche Resilienz und stärkerer Zusammenhalt im Donauraum

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
Wasserstoff

Bundesweite Abfrage des Strom- und Wasserstoffbedarfs

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Land setzt sich für landeseigene Forschungsinstitute ein

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Innovation

Land fördert zukunftsweisende Chip-Technologien

Ein Produktionstechnologe in Ausbildung arbeitet an einem Simulator für die Bewegungseinheit eines Laser. (Foto: © dpa)
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Eine Mitarbeiterin der Parasitologie der Universität Hohenheim zeigt in einem Labor eine Buntzecke.
Gesundheit

Start der Zecken-Saison

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum

Eine Forscherin arbeitet im AI Research Buildung der Universität Tübingen, das zum „Cyber Valley“ gehört, an einem Code.
Wirtschaft

Strategieprozess stärkt Zukunft der Dienstleistungswirtschaft

Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.
Energieversorgung

Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare Energie

Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut kritisiert Industrial Accelerator Act

Besucher der Gamescom erleben mit VR-Brillen die virtuelle Realität.
Digitalisierung

Land fördert immersive Technologien mit 2,4 Millionen Euro

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Studium

Land finanziert KI-Plattform für sehbeeinträchtigte Studierende

Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur.
Gesundheit

Landesregierung beschließt neuen Krankenhausplan

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. März 2026