Geflüchtete

Siegerentwurf des Ankunftszentrums für Geflüchtete in Heidelberg

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Wettbewerb für den Neubau des Ankunftszentrums für Geflüchtete im Patrick Henry Village in Heidelberg Platz 1

Der Siegerentwurf für den zweiphasigen Planungswettbewerb zur Neuunterbringung des Ankunftszentrums für Geflüchtete im Patrick Henry Village in Heidelberg wurde ausgewählt.

Für die Neuunterbringung des Ankunftszentrums für Geflüchtete im Patrick Henry Village (PHV) in Heidelberg hat das Land Baden-Württemberg in Abstimmung mit der Stadt Heidelberg und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) einen nichtoffenen zweiphasigen Planungswettbewerb durchgeführt. Heute hat das Preisgericht über die eingereichten Vorschläge der interdisziplinären Planungsteams beraten und einen Siegerentwurf ausgewählt.

Nach intensiven Beratungen hat sich das Preisgericht mehrheitlich für den Entwurf des Planungsteams Schulz und Schulz Architekten GmbH (Leipzig) und Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten GmbH (München) ausgesprochen. Der Siegerentwurf greift das Thema der Zeilenbebauung im PHV auf und interpretiert dieses neu. Die Jury würdigte insbesondere die wirtschaftliche und variable Organisation des Entwurfs, die großzügige Öffnung des Planungsgebiets nach Norden über den bestehenden Grünraum sowie den damit verbundenen Erhalt wertvoller Bestandsbäume. Der Entwurf bietet ein sehr funktionales Konzept für den Neubau des Ankunftszentrums und eine gute Antwort auf die komplexe Planungsaufgabe.

Wichtiger Meilenstein

Staatssekretärin Gisela Splett sagte: „Die Wettbewerbsentscheidung ist ein wichtiger Meilenstein. Ich freue mich, dass in dem nichtoffenen, zweiphasigen Planungswettbewerb ein Entwurf ausgewählt werden konnte, der den Anforderungen an das neue Ankunftszentrum für geflüchtete Menschen gerecht wird und gleichzeitig eine wirtschaftliche Umsetzung erwarten lässt.“

Staatssekretär Siegfried Lorek betonte: „Das Ankunftszentrum für Geflüchtete in Heidelberg ist ein zentraler Baustein in unserem System der Flüchtlingsunterbringung. Hier erfolgt die Ersterfassung, die Registrierung und die Verteilung der Geflüchteten. Wir freuen uns daher, dass sich in dem Wettbewerb ein Entwurf durchgesetzt hat, der es uns in enger Abstimmung mit der Stadt Heidelberg ermöglicht, weiterhin ein leistungsfähiges und zeitgemäßes Ankunftszentrum zu betreiben.“

Neues, modernes Ankunftszentrum

„Mit dem nun erfolgreich abgeschlossenen Wettbewerb wurde eine wichtige Weiche gestellt, um ein neues, modernes Ankunftszentrum in einem innovativen, lebendigen Stadtteil zu entwickeln. Mein Dank gilt dabei insbesondere der Stadt Heidelberg und der stets engen und vertrauensvollen Zusammenarbeitet mit dem Land“, so Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder.

Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck sagte: „Wir freuen uns sehr über die ausgefeilten Entwürfe, die sich mit der besonderen Herausforderung befassen, das Ankunftszentrum in den 16. Heidelberger Stadtteil zu integrieren. Wir stehen in einem engen Austausch mit dem Land, das das Wettbewerbsergebnis nun in eine konkrete Planung umsetzen wird. Der Neubau ist sehr wichtig, damit die Stadtteilentwicklung PHV Fahrt aufnehmen kann.“

Die Jury war mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Ministerium für Finanzen, dem Ministerium der Justiz und für Migration, dem Regierungspräsidium Karlsruhe, der Stadt Heidelberg, der BImA, Vermögen und Bau sowie freiberuflichen Architektinnen und Architekten besetzt. Vorsitzende des Preisgerichts war Frau Professorin Gesine Weinmiller.

Zentrale Funktion bei der Erstaufnahme und Registierung von Asylsuchenden

Das PHV ist mit rund 100 Hektar eines der größten zusammenhängenden ehemals militärisch genutzten Areale in der Metropolregion Rhein-Neckar. Seit Winter 2014 befindet sich die baden-württembergische Erstaufnahme für Menschen auf der Flucht auf dem Gelände des PHV. 2015 wurde die Aufnahmeeinrichtung im PHV zu einem sogenannten Ankunftszentrum ausgebaut, in dem geflüchtete Menschen alle notwendigen Schritte für das Asylverfahren durchlaufen. Dem Ankunftszentrum kommt damit eine zentrale Funktion bei der Erstaufnahme und Registrierung von Asylsuchenden im Bundesland Baden-Württemberg zu.

Das Ankunftszentrum umfasst im Wesentlichen die Funktionalitäten für die Ankunft, Registrierung, Vorprüfung und Beratung für täglich bis zu 400 Personen sowie einen Unterbringungsbereich für bis zu 2.000 Personen.

Etatisierung des Neubauprojekts im Staatshaushaltsplan 2027

Aufgrund der städtischen Konversionsplanungen muss das bestehende Ankunftszentrum neu untergebracht werden. In Folge eines umfangreichen landesweiten Standortsuchlaufs und eines Bürgerentscheids wurde die Neuunterbringung innerhalb des PHV zwischen Land und Stadt abgestimmt und in den städtischen Dynamischen Masterplan für PHV integriert. Als nächster Schritt nach Abschluss des Wettbewerbs sollen die erforderlichen Planungsleistungen beauftragt und die Wettbewerbsergebnisse konkretisiert sowie Planungsrecht für den Neubau des Ankunftszentrums geschaffen werden. Zudem muss die Infrastruktur hergestellt werden. Die Etatisierung des Neubauprojekts wird im Staatshaushaltsplan 2027 angestrebt.

Die öffentliche Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten findet statt vom 11. bis 16. Juli 2024 in der ehemaligen Commissary des PHV in der South Gettysburg Avenue 45, 69124 Heidelberg. Die Stadt Heidelberg beteiligt sich an der Ausstellung und informiert parallel über die geplante Entwicklung des 16. Heidelberger Stadtteils anhand mehrerer Plakate. Diese geben Aufschluss über die derzeitigen Planungen basierend auf dem beschlossenen Dynamischen Masterplan PHV.

Ministerium für Finanzen, Mediathek: Bilder zum Herunterladen

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