Jüdisches Leben

Entzündung der Chanukka-Kerzen

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Ein Zaun steht vor der Synagoge der Israelitischen Religionsgemeinschaft in Stuttgart. (Bild: Sebastian Gollnow / dpa)

Zur Feier des jüdischen Lichterfestes Chanukka hat Innenminister Thomas Strobl gemeinsam mit Professorin Barbara Traub, Rami Suliman sowie den Polizeirabbinern Moshe Flomenmann und Shneur Trebnik die Chanukka-Kerzen im Innenministerium entzündet.

„Wir kämpfen für eine Gesellschaft ohne Antisemitismus! Daran glauben wir, und wir werden keine Kraftanstrengung scheuen, damit jüdisches Leben in Deutschland sich in den kommenden Jahren vielfältig und lebendig weiterentwickeln und unsere Gesellschaft bereichern wird. Jüdinnen und Juden sollen bei uns – wie alle anderen Menschen – in Sicherheit leben. Dass jüdisches Leben nach dem abscheulichen Menschheitsverbrechen der Shoah in Deutschland erneut eine Heimat gefunden hat und hier gedeiht, ist ein großer Vertrauensbeweis, für den ich zutiefst dankbar bin. Bereichert doch die jüdische Kultur Deutschland auf vielfältigste Weise und prägt die Identität unseres Landes seit 1700 Jahren, nicht zuletzt mit Chanukka, dem achttägigen Lichterfest“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl.

Gemeinsam mit der Vorstandssprecherin der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs, Professorin Barbara Traub, und dem Vorsitzenden der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden, Rami Suliman, sowie den bundesweit ersten Polizeirabbinern, Moshe Flomenmann und Shneur Trebnik, hatte Innenminister Thomas Strobl im Innenministerium zur Feier des Chanukka-Festes die Chanukka-Kerzen entzündet.

„Die Lichter des Chanukka-Festes stehen für Hoffnung, Vertrauen und Zuversicht – das ist gerade jetzt in der vierten Corona-Welle von großer Bedeutung! Vertrauen darauf, dass wir, egal wie schwer es auch sein wird, die COVID-Pandemie überwinden werden. Zuversicht darauf, dass unsere Kraft, ausreichen wird, wie der Krug mit geheiligtem Öl vor fast 2.200 Jahren. Und die Hoffnung darauf, ein unbeschwertes Chanukka-Fest und einen fröhlichen Advent im nächsten Jahr zu feiern“, erklärte Minister Thomas Strobl.

Das Chanukka-Fest

Mit Chanukka feiern Jüdinnen und Juden ein achttägiges Lichterfest in Erinnerung an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem. Erinnert wird an das Entzünden der Menora im zweiten Tempel in Jerusalem vor fast 2.200 Jahren. Nach Beendigung der Belagerung sollte der Tempel wiedereingeweiht werden, das Feuer der Menora sollte niemals erlöschen. Doch es war nur noch ein Krug mit geweihtem Öl vorhanden, ausreichend für einen Tag. Und doch brannte das Licht genauso lange wie benötigt wurde, um neues geweihtes Öl zu bereiten: acht Tage lang.

Während der acht Tage von Chanukka werden jeweils nach Sonnenuntergang acht Kerzen angezündet – am ersten Tag eine Kerze, am zweiten Tag zwei Kerzen und so weiter – bis am achten Tag alle acht Kerzen brennen. Entzündet werden sie mit einer Extra-Kerze, genannt Diener, die in der Mitte steht.

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