Jugendkonferenzen

Das bewegt Schülerinnen und Schüler im Land

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Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone

Das Kultusministerium hat sechs Jugendkonferenzen an unterschiedlichen Orten in Baden-Württemberg mit auf den Weg gebracht, um sich mit Schülerinnen und Schülern über ihre Standpunkte, Sorgen und Wünsche auszutauschen.

Was denkt die Jugend von heute? Das fragen sich nicht nur Eltern; die Standpunkte, Meinungen, Wünsche, Sorgen und Bedürfnisse junger Menschen beschäftigen alle an der Bildungsarbeit Beteiligten. Insofern liefert die vom Kultusministerium zusammen mit der Universität Stuttgart veröffentlichte Jugendstudie (PDF) wichtige Erkenntnisse zur Lebenssituation der Jugendlichen im Land. Bei den Jugendkonferenzen soll nun der Austausch zu den Herzensthemen der Jugendlichen stattfinden. Dazu gehören zum Beispiel der Klimawandel, die Auswirkungen von Corona oder Fragen zur Emanzipation. Auch die Digitalisierung, die Mobilität und die Zukunftsvorstellungen der Jugendlichen kommen zur Sprache.

Austausch bei sechs regionalen Jugendkonferenzen

Das Kultusministerium hat insgesamt sechs regionale Jugendkonferenzen an unterschiedlichen Schularten und Orten in Baden-Württemberg mit auf den Weg gebracht. Kultusministerin Theresa Schopper sieht Potenzial: „Junge Menschen haben einen eigenen Kopf und eine starke Stimme. In Baden-Württemberg zählt diese Stimme in Zukunft auch am Wahltag. Mit den Jugendkonferenzen lade ich dazu ein, dass Politik nicht nur über, sondern mit der jungen Generation spricht.“

Bei jeder Konferenz treten rund 60 Schülerinnen und Schüler aus der Region mit Vertreterinnen und Vertretern der Schul- und Bildungsarbeit sowie lokalen Entscheidungsträgern in einen gemeinsamen Austausch und halten die geäußerten Meinungen, Sorgen, Wünsche und Erwartungen fest. Die Konferenzen finden zwischen April und Juli statt. Den Auftakt machte am 25. April 2023 die Kaufmännische Schule in Waiblingen. Für die Organisation und Umsetzung der Jugendkonferenzen ist die Jugendstiftung Baden-Württemberg verantwortlich, die langjährige Erfahrungen im Bereich Jugend und Demokratiebildung besitzt.

Die Jugendstudie 2022

Wie geht es den Jugendlichen in Baden-Württemberg? Welche Themen bewegen sie? Was denken sie über die Schule? Wie ist ihre Haltung zur Demokratie? Diese und weitere Fragen haben im Auftrag des Kultusministeriums Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Stuttgart Schülerinnen und Schülern der neunten Klassen in Baden-Württemberg gestellt. Das Projekt wurde geleitet von Prof. Dr. André Bächtiger, Prof. Dr. Christine Sälzer, Prof. Dr. Susanne Vogl und Jun.-Prof. Dr. Maria Wirzberger. Ihre Ergebnisse liegen seit Februar als „Jugendstudie Baden-Württemberg 2022“ vor, die bereits zum sechsten Mal durchgeführt wurde, zum ersten Mal in Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart. Insgesamt wurden die Rückmeldungen von 2.160 Schülerinnen und Schülern aus 107 Schulen in die Auswertung einbezogen; mithilfe statistischer Verfahren können die Ergebnisse als repräsentativ angesehen werden. Ein wichtiges Ergebnis der Auswertung: 79 Prozent der Befragten fühlen sich in ihrer Schule wohl.

Jugendstudie Baden-Württemberg 2022 (PDF)

Die Termine der Jugendkonferenzen

  • 25. April 2023, 17.00 Uhr: Waiblingen, Kaufmännische Schule
  • 16. Mai 2023, 11.30 Uhr: Mannheim, Karl-Friedrich-Gymnasium
  • 23. Mai 2023, 9.30 Uhr: Internationales Forum Burg Liebenzell
  • 25. Mai 2023, 9.00 Uhr: Heidenheim, Gemeinschaftsschule am Brenzpark
  • 15. Juni 2023, 9.30 Uhr: Kehl, Tulla-Realschule
  • 20. Juni 2023, 14.30 Uhr, Gemeinschaftsschule Ravensburg
     
  • 3. Juli 2023, 10.00 Uhr: Stuttgart, Kultusministerium; Abschlusskonferenz mit Kultusministerin Theresa Schopper, bei der die Ergebnisse und Empfehlungen gesammelt vorgestellt werden sollen.

Weitere Informationen

Einen Einblick in die Themen, die Jugendlichen am Herzen liegen, liefern außerdem Zusammenschnitte verschiedener Interviewaufnahmen, bei denen sich Schülerinnen und Schüler aus ganz Baden-Württemberg dazu äußern, was sie derzeit bewegt. Diese Videos sind online abrufbar.

Mehr Rücksicht auf die junge Generation zu nehmen, ihr eine Stimme zu geben und Gehör zu verschaffen – das ist auch das Anliegen der Bundesjugendministerin Lisa Paus. Dem „Bündnis für die junge Generation“ hat sich auch Kultusministerin Theresa Schopper angeschlossen.

Ministerium für Kultus, Jugend und Sport: Jugendkonferenzen – Jugendlichen Gehör schenken

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