Wohnungspolitik

Wohnen – sozial und ökologisch

Bewohner eines Mehrgenerationenhauses sitzen im Gemeinschaftszimmer (Bild: © dpa).

Wohnen ist ein Grundbedürfnis jedes Menschen. Die Landesregierung setzt sich deshalb auf vielfältige Weise für bezahlbaren Wohnraum ein. Jüngere wie Ältere, Menschen mit kleinem Geldbeutel, Familien mit Kindern oder Alleinstehende – sie alle sollen in unserem Land ein Zuhause finden, das sie sich leisten können.

Mit einer aktiven Städte- und Wohnungsbaupolitik stärken wir sowohl unsere Ballungszentren als auch den Ländlichen Raum gleichermaßen. Außerdem bringen wir den Klimaschutz und das Energiesparen im Wohnbereich voran.

Für die Landesregierung ist die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe aller am Wohnungsbau beteiligten Partner. Deshalb haben wir die Mittel für die Förderung des Wohnungsbaus mit 250 Millionen Euro im Vergleich zu 2011 verfünffacht. Unsere Aufgabe ist es dabei, die geeigneten Rahmenbedingungen zu schaffen.

„Wir erreichen unser Ziel nur, wenn wir alle Akteure des Wohnungsmarktes an einen Tisch bekommen.“
Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau

Um schnellstmöglich mehr bezahlbaren Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen zu schaffen, haben wir die Wohnraum-Allianz gegründet. Die Allianz bringt alle Verantwortlichen aus dem Bereich des Wohnungsbaus zusammen. Sie hat seit ihrer Gründung eine Vielzahl von Vorschlägen erarbeitet, die eine umfassendere und gezieltere Förderung, eine Senkung der Baukosten und eine effektivere Flächennutzung zum Ziel haben.

Die Landesregierung hat im Mai 2019 Eckpunkte für eine Wohnraumoffensive und zur Änderung der Landesbauordnung beschlossen. Es geht um wichtige Anreize, den Wohnungsbau im Land weiter nachhaltig anzukurbeln. Insbesondere der „Kommunalfonds Wohnraumoffensive BW“ ist entscheidend einen für zügigen Bau von bezahlbaren Wohnungen.

Beim Thema Flächenverbrauch gilt für uns der Grundsatz innen vor außen, wonach wir auch unter dem derzeit gegebenen Wohnraumbedarf Ökologie, Ökonomie, die Lebensfähigkeit der Städte und Gemeinden und die Sicherung der Nahversorgung miteinander verbinden. Gerade in Zeiten verstärkter Bautätigkeit ist der effiziente Umgang mit Flächen als Ressource notwendig. Langfristig streben wir deshalb die Netto-Null beim Flächenverbrauch an.

Großes Potenzial zum Energiesparen

Private Haushalte verbrauchen für Heizung und Warmwasser 22 Prozent der gesamten Energie in Baden-Württemberg und bergen großes Einsparpotenzial. Die Sanierung eines älteren Hauses, kann der Energieverbrauch um bis zu 90 Prozent reduzieren. Gute Beispiele zeichnet das Umweltministerium mit dem Effizienzpreis Bauen und Modernisieren aus. Die Landesregierung gibt vielfältige Hilfestellungen und Informationen zur energetischen Sanierung älterer Gebäude und zum Energiesparen. Dazu gehört die Förderung der seriellen Sanierung.

Einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet auch das baden-württembergische Erneuerbare-Wärme-Gesetz. Nach einem Heizungsaustausch sollen demnach fünfzehn Prozent der Wärme aus Erneuerbaren Energien stammen. Dabei gibt es eine große Wahlfreiheit und hohe Flexibilität, wobei sich Erneuerbare Energien und Ersatzmaßnahmen miteinander kombiniert lassen. Mit diesem Gesetz haben wir unsere bundesweite Vorreiterrolle beim Klimaschutz im Gebäudebereich weiter ausgebaut.

Bereits seit 1999 informiert und berät das Informationsprogramm Zukunft Altbau unter dem Dach der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) Eigentümer von Wohn- und Nichtwohngebäuden sowie alle am Bau und an Modernisierungen Beteiligten zu Fragen, Vorteilen und Effekten einer energetischen Sanierung – neutral, ganzheitlich und kostenlos, Das erklärte Ziel: sind mehr und bessere energetische Sanierungen im Land.

Digitales Bauen unterstützen

Die Arbeit von Architektinnen und Architekten, Planerinnen und Planern sowie Ingenieurinnen und Ingenieure unterliegt in besonderem Maße der technologischen Dynamik. Die Landesregierung wird sie im Rahmen ihrer umfassenden Digitalisierungsstrategie digital@BW dabei unterstützen, die Möglichkeiten der Digitalisierung – beispielsweise durch Building Information Modeling – optimal auszuschöpfen.

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Bewohner eines Mehrgenerationenhauses sitzen im Gemeinschaftszimmer (Bild: © dpa).
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