Forschung

Baden-Württemberg ist spitze in der Forschung

Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Stuttgart, arbeitet an einer Tropfenkammer (Symbolbild: © dpa).

Mit seiner Vielfalt an Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Transferzentren gehört Baden-Württemberg zu den Top-Wissenschaftsstandorten und sichert sich mit seiner international und europäisch vernetzten Forschungslandschaft einen klaren Vorsprung im globalen Wettbewerb.

Baden-Württemberg ist die Region mit der höchsten Innovationskraft innerhalb der Europäischen Union. Die Forschungs- und Entwicklungs-Intensität (FuE) – der Anteil der FuE-Ausgaben bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) – erhöhte sich durch die Steigerung der FuE-Ausgaben in Baden-Württemberg gegenüber dem Jahr 2015 um beachtliche 0,7 Prozentpunkte und kletterte damit im Jahr 2017 auf ein neues Rekordniveau von 5,6 Prozent – ein internationaler Spitzenwert. Baden-Württemberg wies 2017 somit unter allen Bundesländern die mit Abstand höchste Forschungsintensität auf. Der Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung liegt damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt (3,0 Prozent), dem EU-Durchschnitt (2,1 Prozent) und beispielsweise auch vor den USA (2,8 Prozent), China (2,1 Prozent) und Japan (3,2 Prozent).

Bis heute tragen zahlreiche Tüftler und Erfinder zur wirtschaftlichen Stärke unseres Bundeslandes bei. So lag Baden-Württemberg im Jahr 2017 mit 132 Patentanmeldungen je 100.000 Einwohner (Bundesdurchschnitt: 58) bundesweit an der Spitze. Knapp ein Drittel der von deutschen Firmen angemeldeten Patente kamen aus Baden-Württemberg.

Eine starke Wissenschaft ist für unser Land so wichtig wie die Luft zum Atmen. Darum legt die Landesregierung besonderes Augenmerk darauf ein forschungsfreundliches und innovationsorientiertes Klima zu schaffen. Hierzu gehören verlässliche Rahmenbedingungen wie finanzielle Planungssicherheit und die Bereitstellung moderner Infrastrukturen. Dies sind Voraussetzungen für leistungsfähige Forschung, für qualifizierte Aus- und Weiterbildung sowie für rasche Innovationsprozesse auf international wettbewerbsfähigem Niveau.

Vernetzung und Kooperation

Wissenschaft lebt vom Austausch mit der Gesellschaft. Die Vernetzung der verschiedenen Partner ist wichtig, damit Ideen und Technologien aus der Forschung möglichst schnell ihren Weg in Produkte und Verfahren von Unternehmen finden können. Durch einen starken Technologietransfer kommt das breite Know-how der Universitäten und Hochschulen der Wirtschaft zugute und steigert die internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Dabei spielen sowohl die Grundlagenforschung als auch die anwendungsorientierte, wirtschaftsnahe Forschung eine gewichtige Rolle. Da diese beiden Bereiche zunehmend miteinander verschmelzen, fördert die Landesregierung insbesondere die Vernetzung von wissenschaftlichen Einrichtungen mit unterschiedlichen Forschungsprofilen und stärkt so die Rahmenbedingungen für durchgängige Innovationsketten.

Starke Forschung für die Gestaltung der Zukunft

Wissenschaft und Forschung brauchen Freiräume, in denen neue Ideen entstehen können, die die Grundlagen für die Innovationskraft unseres Landes schaffen. Verlässliche Rahmenbedingungen geben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern – mit Mut zum Risiko – die Möglichkeit, ihren eigenen Projekten nachzugehen. Um Querdenken in der Forschung ausdrücklich zu unterstützen, haben wir den mit 30.000 Euro dotierten Preis für mutige Wissenschaft initiiert. Diese bundesweit erstmalige Auszeichnung würdigt außergewöhnliche Forscherpersönlichkeiten, die neue Wege einschlagen.

Damit der Wechsel von Studium und Wissenschaft ins eigene Unternehmen einfacher wird, stärkt das Land die Gründungskultur an den Hochschulen. So gelangen wissenschaftliche Erkenntnisse als technologische, aber auch als soziale Innovationen in die Praxis und tragen dazu bei, dass Baden-Württemberg dauerhaft ein starker Wirtschaftsstandort bleibt. Mit Reallaboren  fördert das Land eine neue Form des Wissenstransfers. Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen des Landes greifen hier in Kooperation mit lokalen Akteuren aus der Zivilgesellschaft Themen wie Mobilität, Stadtentwicklung oder Künstliche Intelligenz auf, die für die gesellschaftliche Veränderung von zentraler Bedeutung sind. Im Rahmen der Förderung von Reallaboren haben wir bislang rund 20 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Im Rahmen der „Landesinitiative Kleine Fächer in Baden-Württemberg“ entwickelt das Wissenschaftsministerium seit 2015 Maßnahmen, die einerseits die nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit der Kleinen Fächer in Lehre und Forschung erhöhen und andererseits den Transfer ihrer Forschungsergebnisse in die Gesellschaft fördern.

Forschungsexzellenz sichern

Die Erfolge der baden-württembergischen Universitäten in der bundesweiten Exzellenzinitiative und Exzellenzstrategie haben bewiesen, wie hoch die Qualität der Wissenschaft im Land ist. In der Exzellenzstrategie ist Baden-Württemberg das erfolgreichste Land, das mit den Universitäten Heidelberg, Konstanz, Tübingen und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) vier der bundesweit elf Exzellenzuniversitäten vorweisen kann. In Baden-Württemberg werden mit zwölf Exzellenzclustern 21 Prozent der insgesamt bundesweit 57 Exzellenzclustern gefördert.

Das Land steht hinter seinen starken Universitäten und unterstützt sie sowohl finanziell als auch konzeptionell im bundesweiten Wettbewerb. Hierzu gehört auch die nachhaltige Finanzierung der Projekte aus der Exzellenzinitiative.

Für die Weiterförderung des Landesanteils stellt das Land bis zu 27 Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Davon profitieren auch die in der Exzellenzinitiative II geschaffenen Strukturen der Graduiertenschulen. Diese Förderlinie gibt es in der Exzellenzstrategie nicht mehr. 

Wir fördern herausragende Spitzenforschung

Baden-Württemberg soll Nummer eins der europäischen Forschungsregionen bleiben. Daher fördern wir herausragende Spitzenforschung an unseren Universitäten konsequent und unterstützen insbesondere Kooperationen von Universitäten mit Instituten der Max-Planck-, der Leibniz- und der Fraunhofer Gesellschaft sowie der Helmholtz-Gemeinschaft. Ebenso unterstützen wir die Teilnahme baden-württembergischer Forschungseinrichtungen an europäischen Netzwerken und Projekten. Bei Einwerbungen aus dem EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizont 2020“ rangiert Baden-Württemberg zwischen den EU-Mitgliedstaaten Schweden und Österreich. Auch die immer engeren Forschungskontakte zu unseren Nachbarn in Frankreich und der Schweiz stärken den Forschungsstandort Baden-Württemberg.

Besondere Bedeutung für die Zukunft unseres Landes messen wir vor allem den Forschungsfeldern Mobilität und Nachhaltigkeit bei. Diese und Forschungsverbünde zu intelligenten Systemen und Lebenswissenschaften unterstützen wir mit Sonderforschungsmitteln. Mit dem Innovationscampus Cyber Valley findet etwa die Künstliche Intelligenz ein Zentrum in Baden-Württemberg. Mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft entsteht eine der größten Forschungskooperationen für Intelligente Systeme in Europa mit internationaler Strahlkraft. Das Land Baden-Württemberg investiert in den kommenden Jahren 60 Millionen Euro – nicht nur für die besten, sondern auch die klügsten Maschinen.

Mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat das Land Baden-Württemberg gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung die deutschlandweit größte Forschungs- und Lehreinrichtung geschaffen. Das KIT ist sowohl Universität des Landes als auch nationales Großforschungszentrum mit den Aufgaben Forschung, Lehre und Innovation. Durch eine weitere Stärkung seiner Autonomie und seiner Handlungsspielräume bei Personal, Budget und Bau trägt das Land dieser bundesweit einzigartigen Struktur Rechnung.

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