Coronahilfe

Weitere Corona-Hilfen für Kunst und Kultur

Eine Besucherin der Ausstellung mit dem Titel: „Kunst & Textil“ sieht sich am 20. März 2014 in der Staatsgalerie in Stuttgart die Skulptur „Foud Farie“ aus dem Jahr 2011 von Yinka Shonibare an.

Kunst und Kultur erhalten weitere Corona-Soforthilfen von 50 Millionen Euro. Darüber hinaus wird das Soforthilfeprogramm für notleidende Künstler fortgeschrieben. Insgesamt stellt das Land mindestens 200 Millionen Euro für die Corona-Hilfen im Bereich Kunst und Kultur zur Verfügung.

Die Landesregierung hat weitere Corona-Soforthilfen für Kunst und Kultur in einem Gesamtumfang von 50 Millionen Euro beschlossen. Die Mittel fließen in einen Hilfefonds für pandemiebedingt in finanzielle Not geratene Kunst- und Kultureinrichtungen in Baden-Württemberg (32,5 Millionen Euro), in das Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ für neue Formate unter Corona-Bedingungen (7,5 Millionen Euro) und in ein Soforthilfeprogramm für die Vereine der Breitenkultur (zehn Millionen Euro).

Darüber hinaus wurden bereits mehr als 75 Millionen Euro Soforthilfe an notleidende Künstlerinnen und Künstler direkt ausgezahlt. Auch dieses Programm wird fortgeschrieben werden. Damit können Soloselbstständige aus dem Kulturbereich und der Kreativwirtschaft weiterhin Corona-Soforthilfe beantragen und 1.180 Euro monatlich für private Lebensunterhaltskosten anrechnen. 

Mindestens 200 Millionen Euro für Kunst und Kultur

„Unter dem Strich stellt das Land damit mindestens 200 Millionen Euro für die Corona-Hilfen im Bereich Kunst und Kultur zur Verfügung“, sagte Kunstministerin Theresia Bauer. „Das zeigt, welchen Stellenwert Kunst und Kultur in unserem Land haben. Jetzt geht es darum, die Mittel vor allem dorthin zu bringen, wo unsere einzigartige und vielfältige Kunst- und Kulturlandschaft existenziell und dauerhaft bedroht ist.“

Das beschlossene Hilfspaket umfasst Unterstützungen für durch die Corona-Einschränkungen in Not geratene Kunst- und Kultureinrichtungen aber auch für die Vereine der Breitenkultur. „Für sie ist die Corona-Krise eine ganz besondere Herausforderung“, sagte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski: „Die vielen engagierten Vereine der Amateurmusik, des Amateurtheaters oder der Heimatpflege erleiden immense finanzielle Einbußen durch den Wegfall von Eintrittsgeldern und Bewirtungserlösen.“ Besonders wichtig sei darüber hinaus, dass die freiberuflich arbeitende Szene nicht aus den Augen verloren werde: „Künstlerinnen und Künstler, aber auch Vertreterinnen und Vertreter der ganzen Kreativbranche sowie all jene die hinter den Bühnen arbeiten – ihnen soll durch die Soforthilfe für Soloselbstständige auch in den kommenden Monaten direkt und schnell geholfen werden. Diese direkte, persönliche Unterstützung für freie Künstlerinnen und Künstler durch das Land Baden-Baden-Württemberg ist deutschlandweit in dieser Form einmalig“, sagte Petra Olschowski weiter.

Nothilfefonds von 32,5 Millionen Euro

Dieser Fonds zielt darauf ab, existenzielle Notlagen bei Kunst- und Kultureinrichtungen abzuwenden und einen Spielbetrieb auch unter den Einschränkungen der Corona-Pandemie zu ermöglichen. Neben Investitionskosten sind auch Sach- und Personalkosten zur Umsetzung von Sicherheits- und Hygienekonzepten förder- oder zuwendungsfähig. Die Mittel aus dem Nothilfefonds sind insbesondere für die privat getragenen kulturellen Einrichtungen wie Soziokulturelle Zentren, Privattheater, Orchester und musikalische Ensembles, jährlich wiederkehrende Festivals und Festspiele, Kunstvereine und Freilichtmuseen vorgesehen. Auch Kinos bekommen Hilfen. Die Vergabemodalitäten werden ab Juli veröffentlicht.

Impulsprogramm von 7,5 Millionen Euro

Das Impulsprogramm „Kunst Trotz Abstand“ soll helfen, trotz der derzeitigen Beschränkungen kulturelle Veranstaltungen umzusetzen und spezielle Konzepte entwickeln zu können. Durch das Programm sollen Kulturprojekte mit freischaffenden Künstlerinnen und Künstler unterstützt werden. Gefördert werden dabei insbesondere die Entwicklung und Erprobung digitaler oder analoger Formate, künstlerischer Konzepte und Angebote für Kinder und Jugendliche sowie für ältere Menschen. Die Programmausschreibung erfolgt voraussichtlich im Juli.

Förderprogramm für Vereine der Breitenkultur von bis zu 10 Millionen Euro

Um das Wiederaufleben des Vereinslebens trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie zu ermöglichen, sollen Vereine der Breitenkultur gezielt finanziell unterstützt werden. Das Geld soll schnell an rund 9.000 Vereine der Breitenkultur gehen, abgestuft nach der Zahl ihrer aktiven Mitglieder. Die Abwicklung des Programms erfolgt über die zentralen Dachverbände der Breitenkultur.

„Masterplan Kultur BW | Kunst trotz Abstand“

Über die jetzt vom Kabinett beschlossenen Hilfen hinaus wurde im „Masterplan Kultur BW | Kunst trotz Abstand“ zur Unterstützung der Kunst- und Kulturlandschaft in Pandemiezeiten neben der schrittweisen Wiederöffnung von Einrichtungen bereits Folgendes umgesetzt:

  • Die Soforthilfe Corona: Privat getragene Kultureinrichtungen sind dort antragsberechtigt und haben bereits Liquiditätshilfen erhalten. Freiberufliche Künstler und Soloselbstständige mit Wohnsitz in Baden-Württemberg können auch pauschalierte Kosten des privaten Lebensunterhalts in Höhe von 1.180 Euro pro Monat geltend machen. Diese wichtige Soforthilfe des Landes Baden-Württemberg soll verlängert werden.
     
  • Das Förderprogramm „Kultur Sommer 2020“: Mit 2,5 Millionen Euro werden kleinere Veranstaltungen in allen künstlerischen Sparten und in der Breitenkultur unterstützt, die unter Corona-Bedingungen stattfinden können. Die Ausschreibung dazu läuft bereits und ist bis zum 15. Juli möglich. Rund 900.000 Euro sind bereits bewilligt worden.
     
  • Für die Filmwirtschaft und Kinos sind in einem Umfang von rund 1,3 Millionen Euro Hilfeleistungen durch die Medien- und Filmgesellschaft bereits erfolgt bzw. in Umsetzung befindlich. Diese sind im Einzelnen: Beteiligung am nationalen Maßnahmenpaket der Bundes- und Länderförderer, Notfallplan mit Verzicht auf 2020 fällige Darlehensrückzahlungen aus Produktions- und Verleihförderung sowie aus Kinoinnovationsdarlehen, Förderung bei Produktionsabbruch, Aufstockung der 2019 verliehenen Kinopreise und gemeinsames Programm mit dem SWR zur Förderung dokumentarischer Kurzfilme zum Thema Corona.
     
  • Um die Amateurmusik in der Krise zu stärken, beabsichtigt das Ministerium, die für 2021 geplante Erhöhung der Dirigenten- und Chorleiterpauschale auf 500 Euro vorzuziehen. Für 2020 bedeutet das eine Erhöhung um 70 Euro für jeden einzelnen Verein. Davon profitieren 6.300 Vereine im Land unmittelbar.

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst: Masterplan Kultur

Aktuelle Informationen zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Kultusministerin Theresa Schopper sprechen zu den Teilnehmenden.
  • Schule

BARCÄMP „Ein Schulfach für den Beruf“

In einem ärztlichen Labor untersucht eine Frau eine Probe am Mikroskop.
  • Weltkrebstag

Früher Nachweis von Krebs erleichtert die Therapie

Die Schüler Johannes (l.) und Felix (r.), ein Junge mit Down-Syndrom, sitzen in der Gemeinschaftsschule Gebhardschule in Konstanz an einem Klassentisch beim Malen. (Foto: © dpa)
  • Inklusion

Schopper und Fischer besuchen inklusive Gemeinschaftsschule

Ein Krebsforscher arbeitet in einem Labor des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen in Heidelberg mit einer Pipette. (Bild: picture alliance/picture alliance / dpa)
  • Forschung

Baden-Württemberg ist führend in der Krebsforschung

Symbolbild: Bewohner des Mehrgenerationenhauses in Überlingen stehen auf Balkonen.
  • Quartiersimpulse

Land unterstützt zehn weitere Projekte zur Quartiersentwicklung

Gesprengter Geldautomat
  • Polizei

Schlag gegen Geldautomatensprenger

Ein Schwan fliegt in einem Feuchtgebiet
  • Naturschutz

Festakt zum Welttag der Feuchtgebiete

Landesbehindertenbeauftragte Simone Fischer und Mikrofon
  • Podcast

„Einfach Inklusion“ Folge 8: Inklusiver Arbeitgeber AfB social & green IT

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
  • Delegationsreise

Hoffmeister-Kraut reist nach Chile und Brasilien

Der Landeswettbewerb „RegioWIN 2030“ (Bild: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg)
  • Innovation

Land fördert Innovations­zentrum Nordschwarzwald

Besucher auf der Landesgartenschau in Neuenburg am Rhein.
  • Gartenschau

Land fördert Gartenschau Freudenstadt-Baiersbronn

Schloss Heidelberg
  • Schlösser und Gärten

Besucherbilanz der Staatlichen Schlösser und Gärten

Die Kabinettsmitglieder sitzen am Kabinettstisch der Villa Reitzenstein.
  • Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 31. Januar 2023

Bergwacht Schwarzwald
  • Rettungsdienst

Neubau der Wache der Bergwacht Schwarzwald am Feldberg

Grafik zur Ausstellung The Creätive House vom 12.1. bis 17.2.2023 in Stuttgart
  • Kultur- und Kreativwirtschaft

„THE CREÄTIVE HOUSE“ geht in die zweite Runde

Photovoltaik-Anlagen stehen in einem Solarpark neben der Autobahn 7.
  • Energiewende

Solare Stromerzeugung auf rund 260 straßennahen Flächen

Minister Manne Lucha spricht an Redepult zu Journalisten, im Hintergrund ein großes Banner mit Logo der GMK 2023
  • Gesundheit

Erste digitale Sitzung der Gesundheitsministerkonferenz im neuen Jahr

Kälber
  • Landwirtschaft

Land will aktiv Kälbertransporte reduzieren

Ein Richter kommt in einen Sitzungssaal des Landgerichts Mannheim. (Foto: © dpa)
  • Justiz

Rund 7.000 Schöffen werden neu gewählt

Eine Goldfibel aus dem Keltengrab Heuneburg. Sie lag im Grab einer vor rund 2600 Jahren beigesetzten Fürstin am Fürstensitz Heuneburg nahe dem heutigen Herbertingen (Bild: © dpa).
  • Vermögen und Bau

Freigabe eines ersten Teilabschnitts für die Kelten-Erlebniswelt

Gruppenfoto beim Besuch der Arab Health 2023
  • Messebesuch

Gesundheitsmesse Arab Health 2023

Vertreter der Beteiligten Wirtschaft, Wissenschaft oder des Landes stehen vor dem Flugzeug "Hangar" und drücken gemeinsam auf einen Button
  • Luftverkehr

Wasserstoffzentrum entsteht am Flughafen Stuttgart

Mitglieder des Landespolizeiorchesters beim Spielen. (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)
  • Polizei

Benefizkonzert des Landespolizeiorchesters in Rottweil

Wissenschaftsministerin Petra Olschowski mit der die bisherige Wissenschaftsrat-Vorsitzenden Prof. Dorothea Wagner und der neue Vorsitzende Prof. Wolfgang Wick
  • Wissenschaft

Wolfgang Wick ist neuer Vorsitzender des Wissenschaftsrats

Paragraphen-Symbole
  • Corona-Verordnungen

Aktuelle Änderungen der Corona-Verordnungen