Forschung

Rund 39 Millionen Euro für wirtschaftsnahe Forschung

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Fraunhofer-Institut für Automatisierung und Produktionstechnik IPA: Alles dreht sich hier um Industrie 4.0 und Digitalisierung (Bild: © Universität Stuttgart IFF/ Fraunhofer IPA/ Rainer Bez)

Das Wirtschaftsministerium fördert die wirtschaftsnahe Forschung in diesem Jahr mit rund 39 Millionen Euro. Mit den Investitionen in die Forschungsinstitute der Fraunhofer-Gesellschaft sichert das Land die Spitzenposition Baden-Württembergs in wichtigen Zukunftsfeldern.

Für die Grundfinanzierung und für Investitionen der Fraunhofer-Gesellschaft hat das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg im Jahr 2018 insgesamt rund 38,8 Millionen Euro bewilligt. 11,8 Millionen Euro davon entfallen auf den Anteil Baden-Württembergs an der Grundfinanzierung der Forschungsorganisation. Darüber hinaus wurden knapp 27 Millionen Euro für Investitionen in Gebäude und Geräteausstattungen der Fraunhofer-Institute in Baden-Württemberg bereitgestellt.

„Die Exzellenz der Fraunhofer-Institute trägt maßgeblich zum Erfolg unserer Wirtschaft im internationalen Innovationswettbewerb bei. Die Spitzenposition vieler unserer Unternehmen ist auch dieser wirtschaftsnahen Forschung zu verdanken“, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. Mit den Investitionen in die baden-württembergischen Forschungsinstitute der Fraunhofer-Gesellschaft stelle das Land sicher, dass Baden-Württemberg in wichtigen Zukunftsfeldern auch künftig die Nase vorn habe, so die Ministerin.

Stärkung künftiger Produktionsformen

Hoffmeister-Kraut: „Die Grundlage unserer Wirtschaftsstärke liegt darin, dass wir in vielen Bereichen – wie zum Beispiel der industriellen Produktion – weltweite Technologieführer sind.“ Diese Position müsse erhalten bleiben. Die bewilligten Sonderinvestitionsmittel dienten daher unter anderem dem Bau von Gebäuden für die Erforschung zukünftiger Produktionsformen in Stuttgart und Karlsruhe. Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in Stuttgart erhalte ein neues Gebäude für das Forschungsfeld „Personalisierte Produktion“. Dort werde erforscht, wie personalisierte Produkte, die zunehmend von den Kunden gewünscht werden, zu den Kosten einer Massenproduktion hergestellt werden könnten, so die Wirtschaftsministerin.

Für die Fraunhofer-Institute für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) in Karlsruhe und für Chemische Technologie (ICT) in Pfinztal werde die „Karlsruher Forschungsfabrik“ gefördert, die das Ziel hat, gemeinsam mit Industriepartnern neue Fertigungsprozesse schnell zur Serienreife zu bringen.

Leichtbau-Forschung für höhere Energie- und Ressourceneffizienz

Zudem werde für die Abteilung „Leichtbautechnologien“ des Fraunhofer IPA in Stuttgart ein neues Forschungsgebäude errichtet. Hier sollen innovative Lösungen für die Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz in der Produktion entwickelt werden. Während die Reduzierung des Gewichts im Fahrzeug- und Flugzeugbau bereits eine feste Zielgröße darstellt, müssen die eingesetzten Werkstoffmengen zukünftig auch bei Konsum- und Gebrauchsgütern sowie bei Investitionsgütern verringert werden. Damit können die Herstellungs- und Transportkosten, aber auch die Entsorgungskosten minimiert und zugleich die Rohstoffverknappung im globalen Markt eingedämmt werden.

Weitere Informationen

In Baden-Württemberg sind 13 eigenständige Forschungseinrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft angesiedelt. Sie weisen einen Jahresumsatz von rund 370 Millionen Euro auf und beschäftigen mehr als 5.000 Personen. Thematisch decken die Fraunhofer-Institute alle modernen Schlüsseltechnologien ab. Das Spektrum reicht von der Produktions-, Werkstoff- und Oberflächentechnik über die Informations-, Kommunikations- und Medientechnik bis hin zur Bioverfahrenstechnik, Solartechnik und Bauforschung. Die Finanzierung der Fraunhofer- Gesellschaft erfolgt gemeinsam mit dem Bund, wobei der Anteil des Bundes an der Grundfinanzierung bei 90 Prozent und bei den Sonderinvestitionen in Gebäude und Ausstattung bei 50 Prozent liegt.

Wirtschaftsministerium: Wirtschaftsnahe Forschung

Weitere Meldungen

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 10. Februar 2026

Ein Mann hält ein Ringbuch mit Bauplänen, mit dem Zeigefinger deutet er auf ein Baufeld
Flächenmanagement

„Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ wird gestärkt

Eine Frau sitzt an einem Computer.
Verbraucherschutz

Chancen und Risiken von Chatbots im Kundenservice

Wirtschaftsministerin Dr, Nicole Hoffmeister-Kraut (Zweite von rechts) überreicht Adolf Klek (Mitte) die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Adolf Klek mit Staufermedaille geehrt

Container werden auf einem Container-Terminal transportiert. (Foto: © dpa)
Außenwirtschaft

Wirtschaftsrepräsentanz in Japan neu besetzt und gestärkt

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Ländlicher Raum

Flurneuordnung in Furtwangen bewilligt

Auszubildende in einer Berufsschule (Foto: © dpa)
Ausbildung

Duale Ausbildungsvorbereitung erhöht Karrierechancen

Firma WMB Ventilatoren GmbH in Obersontheim
Ländlicher Raum

Bewerbungstart für „Spitze auf dem Land!“

Transportroboter im öffentlichen Raum
Urbane Robotik

Land fördert robotische Systeme im städtischen Raum

Mittelständischer Betrieb in Baden-Württemberg bei der Taschenherstellung aus alten PET-Flaschen (Symbolbild, © dpa)
Wirtschaft

Landtag beschließt neugefasste Mittelstandsförderung

Ein Krebsforscher arbeitet in einem Labor des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen in Heidelberg mit einer Pipette. (Bild: picture alliance/picture alliance / dpa)
Gesundheitsschutz

PFOA-Belastung bei Einwohnern im Landkreis Rastatt sinkt weiter

Marktplatz Heilbronn, Videoschutz
Sicherheit

Landtag gibt Kommunen mehr Möglichkeiten zum Videoschutz

Marktplatz in Waiblingen
Städtebauförderung

270,63 Millionen Euro für 319 Städtebaumaßnahmen

Ländlicher Raum
Ländlicher Raum

Modernisierung Ländlicher Wege ist Zukunftssicherung

von links nach rechts: Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration Elmar Steinbacher, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges, Präsident des Landgerichts Ravensburg Matthias Grewe, Präsident des Oberlandesgerichts Stuttgart Dr. Andreas Singer
Justiz

Neuer Präsident des Landgerichts Ravensburg