Klimaschutz

Kongress „Klimaschutz im Verkehr“ mit 600 Teilnehmenden

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Logo des Kompetenz Klima Mobil (Bild: NVBW)

Klimaschutz, Kommunikation und verkehrspolitische Maßnahmen: Rund 600 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft treffen sich am 6. und 7. November in Stuttgart. Leitsatz des Austauschs ist dabei: „Was wir heute schon tun können!“

Unter dem Motto „Mutig voran. Wir und jetzt.“ veranstaltet das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg am 6. und 7. November 2023 gemeinsam mit dem Kompetenznetz Klima Mobil erstmals den Kongress „Klimaschutz im Verkehr“. Verkehrsminister Winfried Hermann bekräftigte gleich zu Beginn der Veranstaltung noch einmal die gesellschaftliche Bedeutung des Themas: „Die Teilnehmerzahl spricht für sich: Klimaschutz im Verkehr ist brandaktuell. Und wir sehen auch schon erste Erfolge: Städte kommen mit weniger Autos aus, Unternehmen steigen auf Autos mit alternativen Antrieben um.“

Spannende Zukunftsfragen zum Klimaschutz im Verkehr

Mit einem Impuls von Professor Dr. Mojib Latif, Klimaforscher und Präsident der Deutschen Gesellschaft Club of Rome, startete das zweitägige Programm gleichermaßen eindrucksvoll wie prominent. Prof. Dr. Latif verdeutlichte die Dringlichkeit für entschlossenes und sofortiges Handeln. Verkehrsminister Winfried Hermann nahm diese Botschaft im Anschluss in seinem Vortrag auf und zeigte, was die Akteure der Europäischen Union (EU), über Bund und Land bis zu den Kommunen leisten müssen, um die ambitionierten, aber umsetzbaren Klimaschutzziele zu erreichen. Auch Baden-Württemberg habe noch großen Handlungsbedarf; man dürfe aber auch stolz darauf sein, dass das Land Vorreiter sei, zum Beispiel beim Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), bei der Radverkehrsförderung und der klimafreundlichen Verkehrsplanung. Hermann sagte: „Alle müssen Verantwortung fürs Klima übernehmen. Unser Job in der Politik, beim Land und in den Kommunen ist es, die richtigen Voraussetzungen zu schaffen, damit die Menschen ihre Mobilitätsgewohnheiten ändern können.“ Nachhaltige Mobilität sei keine Bedrohung, sondern Chance, mache Spaß und sei gut für einen selbst und das eigene Portemonnaie.

Notwendiger Schub benötigt alle Ebenen

Minister Hermann sprach aber auch deutlich an, was sich noch tun muss: „Bei der Antriebswende hin zur Elektromobilität brauchen wir noch mehr Schub. Hier sind alle staatlichen Ebenen gefragt: Der Bund muss Dienstwagen anders, das heißt klimagerechter, besteuern, das Land und die Unternehmen müssen die Ladeinfrastruktur weiter voranbringen und die Kommunen Anreize zu klimafreundlicher Mobilität setzen. Vor allem aber brauchen wir eine schnelle Umsetzung.“

Know-how-Austausch als zentrales Element

Der Kongress vermittelt dabei insbesondere praktisches Know-how mit Blick auf die Frage: „Was können wir heute tun, damit die Welt von morgen eine bessere Welt ist?“ Insgesamt zwölf Praxis-Sessions beschäftigen sich unter anderem mit den Klimaschutz-Aktivitäten von Land und Kommunen, mit integrierten Mobilitätsplänen, mit lebendigen und verkehrsberuhigten Ortsdurchfahrten, autoreduzierten Quartieren und der Anwendung des Straßenverkehrsrechts im Sinne des Klimaschutzes.

Ziel: Klimaneutralität bis 2040

Baden-Württemberg hat sich im Rahmen des Klimaschutz- und Klimaanpassungsgesetzes das ambitionierte Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2040 netto-klimaneutral zu werden. Auf dem Weg dorthin sollen die Gesamtemissionen bis zum Jahr 2030 um 65 Prozent und im Verkehrssektor um 55 Prozent im Vergleich zum Bezugsjahr 1990 reduziert werden. Trotz intensiver Bemühungen ist es bislang nicht gelungen, die Emissionen des Verkehrs nennenswert und dauerhaft zu reduzieren. Um die gesetzlich verankerten Ziele zu erreichen, ist es erforderlich, die Anstrengung zu intensivieren. Der Kongress bietet eine Plattform für Menschen, die sich hiermit beschäftigen. Rund 20 Prozent der Teilnehmenden stammen nicht aus Baden-Württemberg, woran sich die überregionale Bedeutung des Themas und der Reiz der Inhalte der Veranstaltung ablesen lässt.

Im Haus der Wirtschaft in Stuttgart nehmen an dem zweitägigen Kongress rund 600 Teilnehmende aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft teil. Eine Teilnahme war sowohl in Präsenz als auch online möglich.

Weitere Meldungen

Studierende sitzen in einem Hörsaal.
Hochschulen

„Zukunftsprogramm Hochschule 2030“ stärkt Innovation

Zug im Landesdesign
Schienenverkehr

Akku-Züge für Tauber- und Madonnenlandbahn: Planung startet

Ministerin Razavi bei der Eröffnung der B10 zwischen Geislingen und Amstetten
Verkehr

B 10 zwischen Geislingen und Amstetten nach Sanierung wieder frei

Der Ladestecker eines elektrisch betriebenen Renault ZOE (Bild:© dpa)
Mobilität

Carsharing-Förderung diesmal auch für Hybridfahrzeuge

Euro-Banknoten
Steuerschätzung

Mehr Steuereinnahmen, aber kein zusätzlicher Spielraum

Das Bild zeigt den neuen Dienststellenleiter der LVT BW Peter Siller frontal im Porträt.
Landesvertretung

Peter Siller neuer Dienststellenleiter der Landesvertretung beim Bund

Ein Windrad dreht sich bei Herbolzheim vor einem Strommast.
Energieversorgung

Task Force soll Ausbau des Stromnetzes beschleunigen

Delegationsreise China
Außenwirtschaft

Dörflinger auf Delegationsreise in China

Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
Sportministerkonferenz

Mehr Bewegung für Kinder und Jugendliche in Deutschland

Forschende im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Bundesrat

Bundesrat ändert Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Eine neue Asphaltdecke wird auf einer Straße aufgebracht. (Bild: Patrick Seeger / dpa)
Straßenverkehr

Fahrbahnsanierung auf B 462 abgeschlossen

Vertragsunterzeichnung "Programm Flächendeckung" beim BMDS
Digitalisierung

Digitale Verwaltungsleistungen in die Fläche bringen

Schematische Darstellung von CCS-Prozessen zur on-shore-Speicherung (links) und off-shore-Speicherung (rechts).
Klimaschutz

Bürgerforum zur CO2-Speicherung

Ein Ausbilder erklärt in einem Techniklabor jugendlichen Auszubildenden etwas.
Bildung

Mit MINT- und Begabtenförderung das Land zukunftsfest machen

Tag der Nationalhymne in Rumänien
Handwerk

Wirtschaftsministerin reist nach Rumänien