Brennstoffzelle

Innovationspreis „f-cell-Award“ verliehen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Mann betankt ein Automobil mit Wasserstoff.

Der Innovationspreis rund um das Thema Brennstoffzelle geht in diesem Jahr an das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg und an ein Unternehmen aus Kanada.

Umweltminister Franz Untersteller hat den sogenannten f-cell Award verliehen. Untersteller überreichte den mit 20.000 Euro dotierten Innovationspreis rund um die Brennstoffzelle in zwei Kategorien. Der Sieg bei „Forschung und Entwicklung“ ging an das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg für die Forschung an einem „Ionomer-Gradienten durch die Ebene in Brennstoffzellen-Katalysatorschichten für eine verbesserte Leistungsdichte“.

Neue Mobilitätslösungen

„Es freut mich, dass eine wissenschaftliche Einrichtung aus dem Land gewonnen hat“, sagte Untersteller in seiner Laudatio. Wasserstoffbrennstoffzellen seien bereits eine gute Alternative zu Mobilitätslösungen mit Verbrennungsmotor. „Weitere Forschung muss jedoch auf Optimierung ausgerichtet sein, um die Branchenziele eines geringeren Systemvolumens und niedrigerer Kosten zu erreichen“, hob der Umweltminister hervor. Fraunhofer ISE sei dies eindrucksvoll gelungen, indem es die erforderliche Anzahl einzelner Zellen in einem Stapel reduziert und die Ausgangsleistungsdichte jeder einzelnen Zelle um etwa zehn Prozent gesteigert habe. „Und das mit modernsten Materialen“.

Den zweiten Preis des Abends überreichte Umweltminister Franz Untersteller in der Kategorie „Produkte und Märkte“ an das kanadische Unternehmen Ionomr Innovations Inc. aus Vancouver für die „Pemion™ - Kohlenwasserstoff-Protonenaustauschmembranen und Ionomere für Brennstoffzellenanwendungen“.

„Für den Einsatz in Brennstoffzellenanwendungen, einschließlich Schwerlasttransport und Automobilindustrie, bietet die Pemion ™ - Membran und das Ionomer auf Kohlenwasserstoffbasis gegenüber etablierten perfluorierten Materialien mehrere Vorteile, um die Effizienz, Vielseitigkeit und Lebensdauer von Brennstoffzellenantrieben zu erhöhen“, sagte Untersteller. Von einem Punkt war Untersteller besonders angetan: „Durch Ihr Verfahren erreichen wir eine wesentlich einfachere Rückgewinnung von Edelmetallen am Lebensende. Das verringert nicht nur die Kosten, sondern beseitigt vor allem auch erhebliche Umweltbedenken, die für die sauren perfluorierte Verbindungen spezifisch sind.“

Landesregierung baut Wasserstoffwirtschaft auf

In seinem Grußwort war Umweltminister Untersteller zuvor darauf eingegangen, dass die Wasserstoff- und Brennstoffzellenforschung von zentraler Bedeutung sei, um die Energiewende hin zu erneuerbaren Energien erfolgreich umsetzen zu können. „Grüner Wasserstoff ist bedeutsam, um die schädlichen Treibhausgasemissionen stark zu senken“, betonte Untersteller. Im Schwerlastverkehr auf der Straße oder im Wasser genauso wie in der Stahl- und Chemiebranche. „Wir in Baden-Württemberg haben mit unseren Forschungseinrichtungen und innovativen Unternehmen beste Voraussetzungen, um auch international Maßstäbe zu setzen“, fügte er hinzu.

Die Landesregierung arbeite deshalb gerade intensiv mit mehr als 220 Partnern aus Forschung, Unternehmen und Gesellschaft an einer sogenannten Wasserstoff-Roadmap, „um eine Wasserstoffwirtschaft errichten zu können und so der Brennstoffzelle zum Durchbruch zu verhelfen.“

Der „f-cell Award“

Der „f-cell Award – Innovationspreis Brennstoffzelle“ wird gestiftet vom Land Baden-Württemberg für anwendungsnahe Entwicklungen rund um die Brennstoffzelle. Ausschreiber des Wettbewerbs sind das Umweltministerium und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH.

f-cell award 2020

Weitere Meldungen

Visualisierung vom Anbau der Frauenklinik am Universitätsklinikum Tübingen Ansicht West
Vermögen und Bau

Frauenklinik am Universitäts­klinikum Tübingen wird erweitert

Verkehrsunfallbilanz 2025
Verkehrsunfallbilanz 2025

Straßenverkehr in Baden-Württemberg wird immer sicherer

Gruppenbild anlässlich der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und der ukrainischen Region Lwiw
Absichtserklärung

Baden-Württemberg und Lwiw vertiefen wirtschaftliche Zusammenarbeit

Ein Windrad ist auf der Holzschlägermatte bei Freiburg zu sehen.
Erneuerbare Energien

Mehr Windkraft für Baden-Württemberg

PV-Anlage auf dem Landtag in Stuttgart
Erneuerbare Energien

Photovoltaik-Ziel bereits vorab erreicht

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Dritter von rechts) und der Antisemitismusbeauftragte Dr. Michael Blume (Vierter von links) mit den Vorständen der Israelitischen Religionsgemeinschaften Württembergs und Baden
Religion

Kretschmann trifft Vorstände der jüdischen Gemeinschaften

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 10. Februar 2026

Flur in einem Krankenhaus
Gesundheit

248 Millionen Euro für Investitionen an 20 Kliniken

Ein Mann hält ein Ringbuch mit Bauplänen, mit dem Zeigefinger deutet er auf ein Baufeld
Flächenmanagement

„Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ wird gestärkt

Wirtschaftsministerin Dr, Nicole Hoffmeister-Kraut (Zweite von rechts) überreicht Adolf Klek (Mitte) die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Adolf Klek mit Staufermedaille geehrt

von links nach rechts: Justizministerin Marion Gentges, Sabine Gwarys, Adam Michel (Vorstand AMSEL) und der Bürgermeister der Stadt Ettenheim, Bruno Metz
Justiz

Bundesverdienstkreuz für Sabine Gwarys

Zwei Grundschüler stehen an einer Straße vor einer Schule.
Verkehrssicherheit

Bewerbungen für Verkehrs­präventionspreis ab jetzt möglich

Firma WMB Ventilatoren GmbH in Obersontheim
Ländlicher Raum

Bewerbungsstart für „Spitze auf dem Land!“

Mittelständischer Betrieb in Baden-Württemberg bei der Taschenherstellung aus alten PET-Flaschen (Symbolbild, © dpa)
Wirtschaft

Landtag beschließt neugefasste Mittelstandsförderung

Ein Krebsforscher arbeitet in einem Labor des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen in Heidelberg mit einer Pipette. (Bild: picture alliance/picture alliance / dpa)
Gesundheitsschutz

PFOA-Belastung bei Einwohnern im Landkreis Rastatt sinkt weiter