Justiz

Gentges sieht wichtige Schritte zur weiteren Stärkung der Justiz

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Tisch und Stühle stehen stehen in einem Besuchsraum des Abschiebungshaftgefängnisses in Pforzheim (Foto: dpa)

Justizministerin Marion Gentges hat sich positiv zum Haushaltsgesetz 2023/2024 geäußert. Insgesamt rund 467 Neustellen für die Justiz stärken den Rechtsstaat in Baden-Württemberg.

Der baden-württembergische Landtag hat am Mittwoch, 21. Dezember 2022, das Staatshaushaltsgesetz für die Jahre 2023/2024 verabschiedet und damit für eine dringend notwendige Stärkung der Justiz, insbesondere des Justizvollzugs, gesorgt. Mit dem Staatshaushaltsplan 2023/2024 werden insgesamt 467,5 Neustellen für die Justiz geschaffen.

Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges sagte: „Mit dem neuen Doppelhaushalt sind wir wichtige Schritte zur weiteren Stärkung der Justiz gegangen und haben unsere ehrgeizigen Ziele weiter erfüllen können. Ein Rechtsstaat kann immer nur so stark sein wie seine Justiz. Daher muss auch in Zukunft die dritte Gewalt gestärkt werden, um den Herausforderungen von morgen gerecht zu werden.“.

Personelle Stärkung des Vollzugsdienstes

Die Neustellen kommen vor allem dem baden-württembergischen Justizvollzug zu Gute, der im Staatshaushaltsgesetz mit 273 Neustellen gestärkt wird. „Unsere Justizvollzugsbediensteten leisten unter schwierigen Bedingungen einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit in unserem Land. Bei allem, was wir tun können, gilt: Der wichtigste Sicherheitsfaktor ist die personelle Ausstattung. Ich freue mich, dass es gelungen ist, dringend benötigte Neustellen zu schaffen und gerade den uniformierten Vollzugsdienst massiv personell zu stärken – zum Schutz der Bediensteten, der Mitgefangenen und der Allgemeinheit“, so Ministerin Gentges.

Darüber hinaus sind Sachmittel in Höhe von rund 6,5 Millionen Euro für den Justizvollzug vorgesehen. Damit werden insbesondere der Betrieb neuer Haftplätze gewährleistet, die Ausbildungskapazitäten erhöht und die Empfehlungen der Expertenkommission Medizinkonzept umgesetzt. Ein besonderes Augenmerk liegt daneben auf der Realisierung eines neuen Justizvollzugskrankenhauses in Stammheim. „In Ravensburg, Schwäbisch Hall und Heimsheim erwarten wir im kommenden Jahr die Fertigstellung von 360 neuen Haftplätzen. Weitere Kapazitäten sollen durch die Sanierung der Justizvollzugsanstalt (JVA) Stuttgart ebenfalls im Jahr 2023 entstehen. Außerdem nimmt der Neubau der JVA Rottweil mit geschätzten Baukosten in Höhe von 280 Millionen Fahrt auf. Wir investieren in einen modernen Justizvollzug“ so Gentges.

Neues Cybercrimezentrum wird geschaffen

Der Haushaltsgesetzgeber bewilligt außerdem die Schaffung eines neuen Cybercrimezentrums. „Ein wichtiger Schritt für die Sicherheit in unserem Land ist die Errichtung eines neuen Cybercrimezentrums, das wir mit über 50 Stellen ausstatten. Damit können wir noch schlagkräftiger gegen die enorm gestiegene Kriminalität im Bereich der digitalen Welt vorgehen“, so Gentges. „Für die Straftaten, die im Zeitalter und mit den Mitteln der Digitalisierung begangen werden, braucht es auch die Ermittlungsinstrumente des Digitalisierungszeitalters.“ Daneben wird insbesondere und schwerpunktmäßig bei den Staatsanwaltschaften in die Bekämpfung sexualisierter Gewalt gegen Kinder und von Wirtschaftskriminalität sowie in den Ausbau der Häuser des Jugendrechts und des beschleunigten Verfahrens investiert.

Der Bereich Migration wird unter anderem mit rund 475 Millionen Euro gestärkt. Dabei entfallen rund 365 Millionen Euro auf die vorläufige Unterbringung und zusätzliche 35 Millionen Euro jeweils in 2023 und 2024 auf die Landeserstaufnahme. „Mit mehr Geflüchteten als insgesamt im Jahr 2015 stehen wir, das Land, die Stadt- und Landkreise sowie die Kommunen aktuell vor großen und weiterwachsenden Herausforderungen. Mit den nun bewilligten Mitteln in Höhe von rund 475 Millionen Euro sowie weitere Vorsorge in der Rücklage für Haushaltsrisiken wappnen wir uns für die immensen Aufgaben im Bereich der Migration und können unserer humanitären Verantwortung weiterhin gerecht werden“, so Ministerin Gentges.

Weitere Meldungen

Schülerinnen und Schüler in Leutenbach nehmen im Klassenzimmer einer neunten Klasse am Unterricht mit Hilfe von Laptops und Tablets teil.
Internet

Junge Menschen im Umgang mit Gefahren im Netz stärken

Vertragsunterzeichnung "Programm Flächendeckung" beim BMDS
Digitalisierung

Digitale Verwaltungsleistungen in die Fläche bringen

von links nach rechts: Gerald Knaus, Staatssekretär Siegfried Lorek, Birgit Sippel, Dr. Thomas Gutschker
Migration

Lorek fordert stärkere Positionierung der EU in der Migrationspolitik

Symbolbild: Eine Frau versucht sich vor der Gewalt eines Mannes zu schützen (Bild: dpa).
Opferschutz

13 Millionen Euro für Opfer aus Gewalttaten

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Bürgerbeteiligung

Bürgerforum zur CO2-Speicherung

Logo des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“
Ländlicher Raum

29. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gestartet

Tag der Nationalhymne in Rumänien
Handwerk

Wirtschaftsministerin reist nach Rumänien

Porträt Prof. Dr. Thomas Riecke-Baulecke
Schule

ZSL-Präsident geht in Ruhestand

von links nach rechts: Prof. Peter Middendorf (Rektor der Universität Stuttgart), Ministerpräsident Cem Özdemir, Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Jan Hesthaven (Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT))
Sicherheit

Innovationen für Sicherheit, Verteidigung und Resilienz

Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Bürgerbeteiligung

Auswahlprozess für neuen Jugendberaterkreis gestartet

Landgericht Ulm
Justiz

Staatsangehörigkeit von Tatverdächtigen wird genannt

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Wirtschaft

Erweiterung der SUSS MicroTec SE in Karlsruhe

Start-up WOW Challenge
Start-up BW

BLACKPIN.IOT im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Lang gestreckter, historisch verzierter Raum mit hohen Rundbogenfenstern, Parkettboden und einer Orgel am Ende des Saals. Moderne Sitzmöbel und Tische bilden verschiedene Arbeits- und Aufenthaltsbereiche.
Vermögen und Bau

MINT-Exzellenzgymnasium in Bad Saulgau eröffnet

Vordere Reihe (von links nach rechts): Julia Hellmann, Minister der Justiz und für Migration Moritz Oppelt und Petra Klein  Hintere Reihe (von links nach rechts): Dr. Sarah Straub, Michael Kühn, Anne Stöhr, Panajotis Neuert und Claudia Österle
Justiz

Tag der ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer 2026