Gesellschaft

Fachtag „Geschlecht und Hass im digitalen Raum“

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Teilnehmerinnen des Fachtages sitzen zur Diskussionsrunde auf dem Podium

Landes-Behindertenbeauftragte Simone Fischer hat beim Fachtag „Geschlecht und Hass im digitalen Raum“ zu sexistischer und geschlechtsspezifischer Gewalt im Internet diskutiert. Menschen mit Behinderungen sind überdurchschnittlich oft von Hass und Hetze betroffen.

Beim Fachtag „Geschlecht und Hass im digitalen Raum“ (PDF) des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration wurde unter dem Titel „Das Internet – (K)Ein Ort für Sexismus und Hatespeech!“ über sexistische und geschlechtsspezifische Gewalt im Internet diskutiert. 

Menschen mit Behinderungen oft von Hass und Hetze betroffen

Das Internet bietet insbesondere für Menschen mit Behinderungen, Frauen und queere Personen viele Chancen. Gleichzeitig sind sie oft von Hass und Hetze betroffen, die sich aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Sexualität oder Geschlechtsidentität gegen sie richtet. Besonders Personen, die sich politisch engagieren und für die Rechte von Minderheiten oder für Gleichstellung einsetzen, sind betroffen.
 
Eine Forsa-Umfrage zu Hatespeech aus 2023 stellt fest, dass 21 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer im Digitalen schon mal Hasskommentare gegen Menschen mit Behinderungen aufgefallen sind. 

Landes-Behindertenbeauftragte Simone Fischer sagte: „Ableismus, Beleidigungen und Hass gegen Menschen mit Behinderungen sind leider immer noch vielfach akzeptiert, werden wenig hinterfragt, nicht immer als solches erkannt, oftmals auch nicht von jenen, die davon betroffen sind. Dem müssen wir etwas entgegensetzen.“ Dass sich der Fachtag auch dieser Perspektive widmet, sei ein wichtiges Anliegen.

Belästigungen sind an der Tagesordnung

Jüngste, von der Grundrechteagentur der Europäischen Union veröffentlichte Daten zeigen, dass 50 Prozent der Menschen mit Behinderungen über einen Zeitraum von fünf Jahren berichtet haben, belästigt worden zu sein – im Vergleich zu 37 Prozent der Menschen ohne Behinderungen. Allgemein sind Menschen mit Behinderungen, vor allem Frauen, einem höheren Risiko von Belästigungen, Gewalt und Verbrechen ausgesetzt.

Die Landesregierung will dieser Entwicklung mit dem Kabinettsausschuss „Entschlossen gegen Hass und Hetze“ entgegentreten. Sein Ziel ist es, auf die Verbreitung von Hass und Hetze aufmerksam zu machen und Handlungsoptionen zu erarbeiten.

Quelle:

Geschäftsstelle der Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen

Weitere Meldungen

Ein Krebsforscher arbeitet in einem Labor des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen in Heidelberg mit einer Pipette. (Bild: picture alliance/picture alliance / dpa)
Gesundheitsschutz

PFOA-Belastung bei Einwohnern im Landkreis Rastatt sinkt weiter

Marktplatz in Waiblingen
Städtebauförderung

270,63 Millionen Euro für 319 Städtebaumaßnahmen

Flurneuordnung Schefflenz-Oberschefflenz
Ländlicher Raum

Flurneuordnung in Walldürn schreitet zügig voran

Förderbescheide Rettungsdienst
Rettungsdienst

Land investiert kräftig in Rettungswachen

Gebäude des Bundesrats
Bundesrat

Bessere Verhinderung missbräuchlicher Vaterschaftsanerkennungen

Ein Pfleger eines Pflegeheims schiebt eine Bewohnerin mit einem Rollstuhl.
Bundesrat

Versicherungsfremde Leistungen aus Bundessteuermitteln finanzieren

Ein Krebsforscher arbeitet in einem Labor des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen in Heidelberg mit einer Pipette. (Bild: picture alliance/picture alliance / dpa)
Forschung

Land fördert Präventionsnetzwerk mit rund zwei Millionen Euro

Eine Frau isst in einer Kantine zum Mittag. (Foto: © dpa)
Ernährung

Impulse für nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung an Kliniken

Auf dem Bild ist Ministerin Dr. Nicole-Hoffmeister-Kraut mit Herrn Dr. Andreas Zekorn zu sehen. Beide lächeln in die Kamera. Die Ministerin hält eine Urkunde in beiden Händen.
Ehrung

Dr. Andreas Zekorn mit Staufermedaille geehrt

Bürger wählt (Foto: © dpa)
Landtagswahl 2026

Informationsangebote zur Sicherheit im Wahlkampf

Ein Biber, fotografiert an einem Fluss (Quelle: dpa).
Artenschutz

Biberverordnung hilft bei Konfliktfällen

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 20. Januar 2026

von links nach rechts: Thomas Strobl, Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister, Sandra Boser, Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Marion Gentges, Ministerin der Justiz und für Migration, Dr. Ute Leidig, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, Florian Haßler, Staatssekretär im Staatsministerium
Kabinettsausschuss

46 Maßnahmen gegen Hass und Hetze

Gesprächsrunde mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (rechts) am 26. November 2025 an der Wilhelmsschule in Stuttgart-Wangen, an der ein Pilotprojekt der Familiengrundschulzentren eingerichtet wird.
Bildung

Land stärkt Erziehungspartnerschaft

Ein Apotheker holt eine Medikamentenverpackung aus einer Schublade in einer Apotheke.
Gesundheit

Kritische Arzneimittel wieder stärker in Europa produzieren