Medienbildung

Schülermedienpreis 2024 verliehen

Acht Beiträge von Kindern und Jugendlichen aus dem Land sind mit dem Schülermedienpreis 2024 ausgezeichnet worden. Mit dem Preis der Initiative Kindermedienland werden selbst erarbeitete Medienprojekte von Schülerinnen und Schülern prämiert.

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Gruppenbild mit den Gewinnerinnen und Gewinnern des Schülermedienpreises 2024

Acht Beiträge von Kindern und Jugendlichen aus dem Land sind mit dem Schülermedienpreis 2024 ausgezeichnet worden. Mit dem Preis der Initiative Kindermedienland werden selbst erarbeitete Medienprojekte von Schülerinnen und Schülern prämiert.

Die diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner des Schülermedienpreises Baden-Württemberg wurden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am 8. Juli 2024 in der Dürnitz des Landesmuseums Württemberg ausgezeichnet. Dabei überreichte Ministerialdirigent Marc Schweiker, Abteilungsleiter im Staatsministerium Baden-Württemberg, die Preise gemeinsam mit Agnes Obenhuber, Unitleiterin Medienprojekte und Services bei der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG). Mit der Auszeichnung der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg werden jedes Jahr selbst erarbeitete Medienprojekte von Schülerinnen und Schülern wie Filme, Apps, Hörspiele, Websites oder Schülerzeitungen prämiert.

Ministerialdirigent Marc Schweiker zeigte sich beeindruckt von den aufwändigen und kreativen Projekten, die die Kinder und Jugendlichen im Rahmen des Wettbewerbs Schülermedienpreis Baden-Württemberg eingereicht hatten. An die Preisträgerinnen und Preisträger gerichtet, betonte er die Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit den Medien: „Zu einer funktionierenden Demokratie gehört es dazu, kritisch zu bleiben und auch Mediennutzung ständig zu hinterfragen.“ Dabei lobte er die anwesenden Kinder und Jugendlichen für ihren Umgang mit den Medien und sagte abschließend: „Ihr versteht, Medien zu nutzen und mit ihnen umzugehen. Euer Engagement ist ein wertvoller Beitrag für unsere Gesellschaft. Macht weiter so!“

Rund 90 Kinder, Jugendliche und Eltern aus ganz Baden-Württemberg fanden sich am 8. Juli 2024 für die Preisverleihung in der Dürnitz des Landesmuseums Württemberg im Alten Schloss in Stuttgart ein und nahmen ihre Preise entgegen.

Rekordzahl von 133 Beiträgen eingereicht

Der Schülermedienpreis ist ein jährlich stattfindender Wettbewerb der Initiative Kindermedienland für Kinder und Jugendliche aus Baden-Württemberg. In diesem Jahr wurde eine Rekordzahl von 133 Beiträgen eingereicht. Die Siegerprojekte kommen aus Böblingen, Ehingen, Heidenheim an der Brenz, Karlsruhe, Pforzheim, Rastatt, Stuttgart und Tamm. Der Schülermedienpreis 2024 der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg ging an acht Beiträge von Kindern und Jugendlichen aus dem Land. Um den unterschiedlichen Einreichungen in ihrer hohen Qualität gerecht zu werden, wurde ein Sonderpreis vergeben. Der dritte Preis in der Altersklasse 13 bis 18 Jahre wurde gleich zweimal vergeben.

In der Altersklasse sechs bis zwölf Jahre belegten die Brüder Cornelius und Matthias Schwarz aus Stuttgart den ersten Platz. In ihrem Stop-Motion-Film „Der Schrei nach Nachhaltigkeit“ fragen sich zwei Betrachter bei einem Ausstellungsbesuch, warum die Person auf Edvard Munchs „Der Schrei“ eigentlich schreit. Die Protagonisten treten dann in das Kunstwerk ein, lassen sich vom Schreienden selbst berichten, was ihn plagt und begeben sich gemeinsam auf eine interessante Reise auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Die Jury überzeugte sowohl die clevere Story als auch der vielfältige Einsatz technischer und kreativer Möglichkeiten, wodurch das Genre Stop-Motion vollständig ausgeschöpft wurde.

App für Filmschaffende

Die kostenlose App „ReelWERK“ bescherte zwei Karlsruher Schülern den ersten Platz in der Kategorie der 13- bis 18-Jährigen. ReelWERK wurde von ihnen speziell für aufstrebende Fotografen, Filmemacher und Künstler für visuelle Effekte (VFX) als Unterstützung entwickelt. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der technischen und grafischen Finesse der durchdachten App, die für Filmschaffende fast jede tägliche Herausforderung auf praktische und einfache Art und Weise löst. So bietet sie eine Vielzahl von Tools, darunter Rechner für Tiefenschärfe und Belichtung, einen „Director's Viewfinder“ zur Kamerakalibrierung, ein Green-Screen-Tool und einen LTC-Audio-Timecode Generator. Zudem ermöglicht ReelWERK die Aufnahme von Videos, Kamerapositionen und anderen Daten für das einfache Hinzufügen von VFX/CGI-Elementen in der Postproduktion sowie die Bestimmung der Goldenen Stunde und Blauen Stunde anhand des Sonnen-Trackers.

Den Sonderpreis „Bestes Making-Of“ gewann ein dokumentarischer Filmbeitrag, der in der Altersklasse sechs bis zwölf Jahre eingereicht wurde und in dem Florian Scheufler sein großes Hobby Radiomachen durch die Verbindung mehrerer Medienproduktionen erklärt. Die Jury lobte vor allem, dass der Beitrag den Zuschauenden einen Blick hinter die Kulissen gewährt. Dabei ist der Videobeitrag Beiwerk der tatsächlichen Leidenschaft von Florian Scheufler – Radiomachen. Das Thema sei so interessant aufgearbeitet, dass man unbedingt mehr erfahren und zuhören möchte, erklärte die Jury.

Gewinnerinnen und Gewinner des Schülermedienpreises 2024

Kindermedienland Baden-Württemberg

Die Landesregierung setzt sich mit der Initiative „Kindermedienland Baden-Württemberg“ unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Winfried Kretschmann dafür ein, die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Land zu stärken. Mit dem „Kindermedienland Baden-Württemberg“ werden zahlreiche Projekte, Aktivitäten und Akteure im Land gebündelt, vernetzt und durch feste Unterstützungsangebote ergänzt. So wird eine breite öffentliche Aufmerksamkeit für die Themen Medienbildung und -erziehung geschaffen. Träger und Medienpartner der Initiative sind die Landesanstalt für Kommunikation (LFK), der Südwestrundfunk (SWR), das Landesmedienzentrum (LMZ), die MFG Baden-Württemberg, die Aktion Jugendschutz (ajs) und der Verband Südwestdeutscher Zeitungsverleger (VSZV).

Quelle:

MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg

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