Kernenergie

Erörterungstermin für geplanten Rückbau des Kernkraftwerks Philippsburg 2 gestartet

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Hinter einem Hinweisschild „Kernkraftwerk“ erheben sich die Kühltürme des Kernkraftwerks Philippsburg. (Foto: © dpa)

In Huttenheim werden derzeit Einwendungen und Bedenken gegen die Pläne zur Stilllegung und zum Abbau des Kernkraftwerks Philippsburg 2 behandelt. Insgesamt haben rund 40 Bürgerinnen und Bürger etwa 1000 schriftliche Einzeleinwendungen vorgebracht.

In der Bruhrainhalle in Huttenheim (Philippsburg) werden derzeit Einwendungen und Bedenken gegen die Pläne zur Stilllegung und zum Abbau des Kernkraftwerks Philippsburg 2 (KKP 2) behandelt. Der Erörterungstermin ist Teil des Genehmigungsprozesses, bevor die Stilllegungs- und Abbaugenehmigung, SAG, erteilt werden kann. Insgesamt haben rund 40 Bürgerinnen und Bürger etwa 1000 schriftliche Einzeleinwendungen vorgebracht.

Der Erörterungstermin diene dazu, unterschiedliche Positionen mündlich vorzutragen und zu erklären, sagte der Leiter der baden-württembergischen Atomaufsicht und Genehmigungsbehörde, Gerrit Niehaus, zu Beginn der Veranstaltung. Die Einwenderinnen und Einwender sollten Gelegenheit bekommen, ihre Kritik am geplanten Rückbau mit der Atomaufsicht und vor allem mit Vertretern des Kraftwerksbetreibers EnBW zu diskutieren.

Die Erkenntnisse aus der Erörterung fließen dann in den weiteren Genehmigungsprozess ein. Erst nach der damit verbundenen erneuten Prüfung der Antragsunterlagen kann die Genehmigung erteilt werden.

Niehaus wies gleich zu Beginn der Erörterung die grundsätzliche Kritik einiger Bürgerinnen und Bürger am Verfahren und der Ernsthaftigkeit der Erörterung zurück. Die Atomaufsicht beschäftige sich intensiv mit jeder Einwendung und prüfe sorgfältig, inwieweit sie berücksichtigt werden kann und muss: „Wir haben ein gemeinsames allem übergeordnetes Interesse“, sagte Niehaus. „Stilllegung und Rückbau müssen für Bürgerinnen und Bürger, für die Beschäftigten der EnBW und für die Umwelt sicher und schadlos durchgeführt werden. Die Einwendungen helfen uns, die Pläne zur Stilllegung und zum Rückbau von KKP 2 besser zu beurteilen und, wenn nötig, Nachbesserungen zu fordern.“

Das Kernkraftwerk KKP 2 gehört mit dem Kernkraftwerk Neckarwestheim ll (GKN ll) zu den beiden letzten noch betriebenen Kernkraftwerken in Baden-Württemberg. KKP 2 muss 2019 abgeschaltet werden, GKN ll geht 2022 vom Netz.

Weitere Meldungen

Wanderer gehen bei Reichelsheim durch den herbstlichen Odenwald (Hessen).
Forst

KI unterstützt Waldmanagement im Klimawandel

Polizisten kontrollieren ein Auto.
Verkehrssicherheit

Autoposerszene bundesweit im Fokus

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Wirtschaft

Land fördert innovatives Verfahren für klimaneutrale Produktion

Bescheidübergabe am 31. März 2026
Wirtschaft

Land stärkt Automotive-Standort im Rems-Murr-Kreis

Ein Reh springt bei Bodnegg (Baden-Württemberg) über eine Wiese, auf der Löwenzahn blüht. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
Forst

Forstliches Gutachten 2024 Baden-Württemberg

Ein Zug fährt an einem mit Häusern übersäten Hügeln durch eine grüne Landschaft.
Schienenverkehr

Grundlage für Erhalt der Panoramabahn vereinbart

Straßenbaustelle an der B31 im Schwarzwald (Bild: © dpa).
Straßenbau

500 Millionen Euro für Straßenerhalt im Land

Icon eines Gesetzbuches mit aufgedrucktem Paragrafenzeichen.
Verkehr

Landesmobilitätsgesetz macht gute Mobilität einfacher

Gruppenbild bei Agrarministerkonferenz in Bad Reichenhall
Landwirtschaft

Frühjahrs-Agrarministerkonferenz 2026 in Bad Reichenhall

Siegerehrung Start-up BW Elevator Pitch Vorentscheid Rems-Murr
Start-up BW

Fibryx GmbH im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch"

Wasserrückhalt im Wald
Forst

Wälder speichern Wasser und schützen vor Erosion

Kernkraftwerk Philippsburg ohne Türme (Aufnahme vom 03.06.2020)
Kernkraft

Leckage im Kernkraftwerk Philippsburg

Ein Mann geht mit Kinderwagen und Hund auf einem Gehweg in Heidelberg.
Fußverkehr

Land startet Modellprojekt für barrierefreie und sichere Gehwege

Das Flügelrad für Radioaktivität ist auf einer sogenannte Ringleitung für hochkonzentriertes Radon zu sehen.
Strahlenschutz

Ergebnisse des Radon-Messprogramms

Straßenverkehr in Stuttgart
Bundesrat

Gegen erneute Verbote für Automobilbranche