Kunst und Kultur

Land fördert elf Privattheater

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Petra Olschowski, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (Bild: © Martin Lutz/MWK)

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst unterstützt elf Privattheater im Land mit Projektförderungen in Höhe von insgesamt 200.000 Euro. Ausgewählt wurden neun herausragende Projekte aus Freiburg, Herrlingen, Mannheim, Pforzheim, Stuttgart und Tübingen.

„Die geförderten Projekte reflektieren nicht allein aktuelle Tendenzen im Theater, sondern auch Veränderungen in der Gesellschaft. Sie decken die Vielfalt an Bühnenformaten und Themen ab und erreichen somit neue Zielgruppen“, sagte Staatssekretärin Petra Olschowski. Das Eppinger Figurentheater und das Ensemble Materialtheater können bereits im letzten Jahr bewilligte und auf drei Jahre angelegte größere Projekte fortführen. 

„Ständig auf der Suche nach neuen Arbeits- und Darstellungsformen, geben Klein- und Figurentheater in Baden-Württemberg wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Theaters insgesamt. Deshalb freut es mich besonders, dass sich unter den geförderten Projekten auch drei Uraufführungen befinden“, so Olschowski. Darüber hinaus umfasse das künstlerische Angebot der Privattheater sämtliche Formen der darstellenden Künste - oftmals interdisziplinär und spartenübergreifend geprägt. Das Ministerium fördere die Vielfalt des Angebots, die von Schauspiel und Performance über Tanztheater bis hin zu Musiktheater reiche. 

Die Projekte im Einzelnen

  • Wallgraben Theater Freiburg: „Geächtet“ von Ayad Akthar (16.300 Euro)
  • Theater im Marienbad Freiburg: blaues gold oder die rückkehr des lorax Uraufführung (UA), Arbeitstitel (AT) (15.000 Euro)
  • Theaterei Herrlingen: Die Steinzeitkinder (19.000 Euro)
  • Theaterhaus G7 Mannheim: Das Hungerhaus (40.000 Euro)
  • Figurentheater Raphael Mürle Pforzheim: Der Makel (AT) (8.000 Euro)
  • Studio Theater Stuttgart: Ungefähr Gleich (18.000 Euro)
  • Theater Rampe Stuttgart: FALLEN von Anna Gschnitzer (UA) (17.500 Euro)
  • Theater in der Badewanne Stuttgart: Fünf kleine Wunder (11.200 Euro)
  • Zimmertheater Tübingen: „Letzte Menschen“ von Oliver Bukowski (UA) (15.000 Euro) 

Konzeptionsförderung

  • Eppinger Figurentheater – 3K – Künstler-Pool, Kreativ Werkstatt, Kultur on Tour
  • Ensemble Materialtheater Stuttgart: Heimweh nach der Zukunft 

Förderung von Theater in Baden-Württemberg

Derzeit erhalten – bei entsprechender kommunaler Beteiligung – 49 privat getragene Theater institutionelle Landeszuschüsse. Daneben werden alljährlich auf Vorschlag einer Fachjury Projektmittel an private Klein- und Figurentheater vergeben. Die zusätzlichen Mittel sind für Vorhaben oder Konzeptionen bestimmt, die über den laufenden Spielbetrieb hinausgehen. Förderfähig sind alle professionellen Privattheater, die sich in der laufenden Landesförderung befinden oder seit mindestens fünf Jahren in Baden-Württemberg ansässig sind. Weitere Voraussetzungen sind eine eigene Spielstätte, eine laufende Unterstützung von Seiten der Kommune, eigene hauptberufliche Mitarbeiter und ein regelmäßiger, aus Eigenproduktionen bestehender Spielplan.

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von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
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