Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt bleibt stabil

Zimmerleute und Dachdecker bei der Renovierung eines Dachstuhls

Im August ist die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg leicht auf jetzt 3,8 Prozent gestiegen. Die Jugendarbeitslosenquote betrug im August 3,4 Prozent.

Im August 2022 waren in Baden-Württemberg 241.499 Menschen arbeitslos gemeldet, 14.618 mehr als im Juli 2022. Der deutliche Anstieg ist zum Teil saisonal bedingt, da im Sommer viele Arbeits- und Ausbildungsverhältnisse auslaufen und junge Menschen die Schule verlassen. Im Vorjahresvergleich ist ein Rückgang um 5.709 (2,3 Prozent) zu verzeichnen. In der Arbeitslosigkeit liegt der Bestand auf dem Niveau von August 2019. In der Grundsicherung dagegen ist der Bestand auf den höchsten Wert seit 2016 gestiegen, da in den Jobcentern verstärkt ukrainische Staatsangehörige betreut werden. Insgesamt steigt die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent. Der Vorjahreswert von 3,9 Prozent wird damit weiter unterschritten, wenn auch nicht mehr so deutlich wie in den Monaten zuvor. Im August 2019 gab es 31.883 Arbeitslose weniger und eine Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent.

Ländervergleich

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Arbeitslosenquote

Mit 3,8 Prozent hatte Baden-Württemberg im August 2022 eine der bundesweit niedrigsten Arbeitslosenquoten.

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Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen beruhe überwiegend auf saisonalen Gründen, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich der aktuellen Arbeitsmarktzahlen am 31. August 2022. „Auch die Registrierung der ukrainischen Geflüchteten in den Jobcentern macht sich weiterhin in der Arbeitslosenstatistik bemerkbar. Dabei steht der Arbeitsmarkt noch immer besser da als im Vorjahr. Hohe Energiepreise, die Gasmangellage und Störungen der internationalen Lieferketten schwächen die Konjunktur und bergen Risiken für den Arbeitsmarkt. Unternehmen und Beschäftigte müssen sich auf eine mögliche Rezession und ihre Auswirkungen einstellen. Darum muss die Bundesregierung rechtzeitig gezielte Maßnahmen einleiten, um die Wirtschaft zu stabilisieren.“

Weiter viele offene Stellen

Die Arbeitskräftenachfrage bleibt auf hohem Niveau. Im August 2022 sind 117.329 offene Stellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, 17.206 Stellen mehr als noch vor einem Jahr. Gegenüber dem Vormonat sind weitere 614 ausgeschriebene Stellen dazugekommen. Hoffmeister-Kraut: „Das Land benötigt weiterhin gut ausgebildete Fachkräfte. Auch wenn die Stimmung in der deutschen Wirtschaft schlechter wird, sind die Aussichten auf dem Stellenmarkt in Baden-Württemberg noch immer sehr gut. Unternehmen suchen händeringend qualifiziertes Personal.“

Neben den Geflüchteten haben im August 2022 besonders die arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren zugenommen. Hier ist ein Anstieg um 5.389 (29,5 Prozent) auf jetzt 23.635 Arbeitslose zu verzeichnen. Die Arbeitslosenquote der Jüngeren unter 25 Jahren steigt von 2,7 auf 3,4 Prozent, bleibt aber unter der Vorjahresquote von 3,5 Prozent.

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Juli ist im Wesentlichen auf das Ende schulischer und beruflicher Ausbildungsgänge und die Sommerferien zurückzuführen. Er bewegt sich, unter Berücksichtigung der ukrainischen Geflüchteten, im Rahmen des in den Vorjahren üblichen Umfangs. Diese Zahlen werden im September wieder deutlich sinken“, stelle die Ministerin in Aussicht. Auch jetzt, zum Start des neuen Ausbildungsjahres, gebe es im ganzen Land noch zahlreiche offene Ausbildungsstellen. „Jugendliche haben aktuell beste Chancen, auch kurzentschlossen eine Ausbildung zu beginnen und damit beruflich durchzustarten“, fügte sie hinzu.

Arbeitsmarktreport – Alle August-Arbeitsmarktzahlen für Baden-Württemberg (PDF)

Bundesagentur für Arbeit – Meldung: Arbeitsmarkt bleibt weiter stabil (PDF)

Quelle:

Ministerium für Wirstchaft, Arbeit und Tourismus; Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Baden-Württemberg
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