Arbeit

Musterland für gute Arbeit

Arbeiter bei der Produktion von Motorenteilen (© Bosch)

In Baden-Württemberg lässt es sich nicht nur gut leben, sondern auch gut arbeiten. Wir wollen, dass dies für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land gilt. Die Landesregierung möchte den Menschen auch künftig gute Arbeitsbedingungen in Baden-Württemberg ermöglichen.

Im Jahresdurchschnitt 2019 waren in Deutschland 2.266.000 Menschen arbeitslos gemeldet, drei Prozent weniger als 2018. Baden-Württemberg weist unter allen deutschen Ländern eine der besten Situationen auf dem Arbeitsmarkt auf. Im Land ist die Zahl der Arbeitslosen von rund stabil bei etwa 197.000  im Jahr 2019 geblieben.

Diese Stabilität zeigt sich auch in der Arbeitslosenquote: Sie blieb bei 3,2 Prozent. Bei der Jugendarbeitslosigkeit lag Baden-Württemberg mit 2,6 Prozent im Ländervergleich knapp hinter  Bayern auf dem zweiten Rang. Der Rekordwert von  6,34 Millionen erwerbstätigen Personen aus dem Jahr 2018 wurde 2019 nochmals um ungefähr 55.000 übertroffen.

Die Landesregierung hat sich das Ziel gesetzt, den Menschen in Baden-Württemberg gute Arbeitsbedingungen zu ermöglichen. Weil wir qualifizierte und motivierte Fachkräfte brauchen, müssen wir attraktive Arbeitsbedingungen schaffen. Die Landesregierung setzt sich dafür ein, dass sowohl den Wünschen der Beschäftigten nach mehr Arbeitszeitsouveränität als auch den Flexibilitätsanforderungen der Arbeitgeber Rechnung getragen wird. Die Digitalisierung der Arbeitswelt eröffnet Chancen für eine bessere Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf und zur Sicherung des Standorts Baden-Württemberg. Wir gestalten die digitale Arbeitswelt verantwortlich mit und verlieren dabei auch die Risiken nicht aus den Augen.

Mit gutem Beispiel vorangehen

Das Land selbst nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein und verzichtet etwa auf sachgrundlose Befristungen. Wir wollen junge Menschen während ihres Praktikums angemessen bezahlen. Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, dass für Frauen gleiche Bezahlung für gleiche und gleichwertige Arbeit selbstverständlich wird.

Auch wenn wir in Baden-Württemberg bereits vergleichsweise sehr gute Bedingungen vorfinden, gibt es nach wie vor Menschen, die Schwierigkeiten haben einen Arbeitsplatz zu finden. Mit einem Landesarbeitsmarktprogramm verbessert die Landesregierung die Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt.

Fachkräfteallianz Baden-Württemberg

Die Fachkräfteallianz Baden-Württemberg erarbeitet gemeinsame Ziele und benennt Handlungsfelder zur Sicherung des Fachkräfteangebots im Land. Hierzu haben sich alle relevanten Akteure zusammengeschlossen und am 10. Oktober 2016 eine Vereinbarung mit selbstverpflichtenden Zielen getroffen. Allianzpartner sind die Landesregierung, die Wirtschaftsorganisationen, Gewerkschaften, die Bundesagentur für Arbeit, die kommunalen Landesverbände, die Ligaverbände und Pflegeorganisationen, die regionalen Wirtschaftsfördergesellschaften und der Landesfrauenrat.

Um die Herausforderungen des Fachkräftemangels zu bewältigen, wollen wir die vorhandenen Fachkräftepotenziale so umfassend wie möglich erschließen. Dies gilt für die Potenziale von jungen Menschen, Frauen, Älteren, Menschen mit Behinderung, Personen mit Migrationshintergrund, Langzeitarbeitslosen, Flüchtlingen und internationalen Fachkräften. Ein besonderer Fokus liegt auf den technischen Berufen und den IT-Fachkräften, die benötigt werden, um die Chancen der Digitalisierung wahrzunehmen.

Gute Ausbildung als wichtiger Standortfaktor

Die Leistungsfähigkeit der baden-württembergischen Wirtschaft hängt ganz entscheidend von der Qualität ihrer Arbeitskräfte ab. Für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg ist eine möglichst gute Ausbildung der jungen Menschen im Land ein immer wichtiger werdender Standortfaktor. Um daher auch in Zukunft im internationalen Wettbewerb ganz vorne mit dabei zu sein, kommt der betrieblichen Ausbildung eine zentrale Bedeutung zu. Die Landesregierung hat deshalb ein Ausbildungsbündnis initiiert, in dem alle Verantwortlichen zusammenarbeiten  und passende Maßnahmen erarbeiten. Dazu gehören Maßnahmen, die die Attraktivität und Qualität der Berufsausbildung weiter steigern, aber auch zur Integration von Flüchtlingen in Ausbildung. Denn die gesellschaftliche Integration erfolgt am besten über eine Berufsausbildung oder -tätigkeit. 

Wege zurück ins Berufsleben

Gerade Langzeitarbeitslose haben es auf dem Arbeitsmarkt besonders schwer. Die Landesregierung gibt diesen Menschen und Familien mit Kindern, die Arbeitslosengeld II („Hartz IV“) beziehen, mit ihrem Landesprogramm „Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt“ die Möglichkeit, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen und bietet Ihnen ganzheitliche Unterstützung an.

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