Arbeit

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Musterland für gute Arbeit

  • Arbeiter bei der Produktion von Motorenteilen (© Bosch)

In Baden-Württemberg lässt es sich nicht nur gut leben, sondern auch gut arbeiten. Wir wollen, dass dies für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land gilt. Die Landesregierung möchte Baden-Württemberg zum Musterland für gute Arbeit machen.

Baden-Württemberg weist unter allen deutschen Ländern eine der besten Situationen auf dem Arbeitsmarkt auf. In Baden-Württemberg lag 2017 die Arbeitslosenquote im Durchschnitt bei 3,5 Prozent. Damit hatte Baden-Württemberg nach Bayern mit die niedrigste Arbeitslosenquote. Der Bundesdurchschnitt lag 2017 bei 5,7 Prozent. Bei der Jugendarbeitslosigkeit lag Baden-Württemberg mit 2,8 Prozent im Ländervergleich auf dem ersten Rang. Mit rund 6,26 Millionen Personen waren 2017 im Jahresdurchschnitt so viele Menschen in Baden-Württemberg erwerbstätig wie noch nie.

Die Landesregierung hat sich das Ziel gesetzt, Baden-Württemberg zum Musterland für gute Arbeit zu machen. Weil wir qualifizierte und motivierte Fachkräfte brauchen, müssen wir attraktive Arbeitsbedingungen schaffen. Die Landesregierung setzt sich dafür ein, dass sowohl den Wünschen der Beschäftigten nach mehr Arbeitszeitsouveränität als auch den Flexibilitätsanforderungen der Arbeitgeber Rechnung getragen wird. Die Digitalisierung der Arbeitswelt eröffnet Chancen für eine bessere Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf und zur Sicherung des Standorts Baden-Württemberg. Wir gestalten die digitale Arbeitswelt verantwortlich mit und verlieren dabei auch die Risiken nicht aus den Augen.

Mit gutem Beispiel voran gehen

Das Land selbst wird dabei eine Vorreiterrolle einnehmen und etwa auf sachgrundlose Befristungen verzichten. Wir wollen junge Menschen während ihres Praktikums angemessen bezahlen. Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, dass für Frauen gleiche Bezahlung für gleiche und gleichwertige Arbeit selbstverständlich wird.

Auch wenn wir in Baden-Württemberg bereits vergleichsweise sehr gute Bedingungen vorfinden, gibt es nach wie vor Menschen, die Schwierigkeiten haben einen Arbeitsplatz zu finden. Mit einem Landesarbeitsmarktprogramm verbessert die Landesregierung die Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt.

Fachkräfteallianz Baden-Württemberg

Die Fachkräfteallianz Baden-Württemberg erarbeitet gemeinsame Ziele und benennt Handlungsfelder zur Sicherung des Fachkräfteangebots im Land. Hierzu haben sich alle relevanten Akteure zusammengeschlossen und am 10. Oktober 2016 eine Vereinbarung mit selbstverpflichtenden Zielen getroffen. Allianzpartner sind die Landesregierung, die Wirtschaftsorganisationen, Gewerkschaften, die Bundesagentur für Arbeit, die kommunalen Landesverbände, die Ligaverbände und Pflegeorganisationen, die regionalen Wirtschaftsfördergesellschaften und der Landesfrauenrat.

Um die Herausforderungen des Fachkräftemangels zu bewältigen, wollen wir die vorhandenen Fachkräftepotenziale so umfassend wie möglich erschließen. Dies gilt für die Potenziale von jungen Menschen, Frauen, Älteren, Menschen mit Behinderung, Personen mit Migrationshintergrund, Langzeitarbeitslosen, Flüchtlingen und internationalen Fachkräften. Ein besonderer Fokus liegt auf den technischen Berufen und den IT-Fachkräften, die benötigt werden, um die Chancen der Digitalisierung wahrzunehmen.

Gute Ausbildung als wichtiger Standortfaktor

Die Leistungsfähigkeit der baden-württembergischen Wirtschaft hängt ganz entscheidend von der Qualität ihrer Arbeitskräfte ab. Für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg ist eine möglichst gute Ausbildung der jungen Menschen im Land ein immer wichtiger werdender Standortfaktor. Um daher auch in Zukunft im internationalen Wettbewerb ganz vorne mit dabei zu sein, kommt der beruflichen Ausbildung und damit der Bereitstellung von Ausbildungsplätzen in den Betrieben eine zentrale Bedeutung zu. Die Landesregierung hat deshalb ein Ausbildungsbündnis initiiert, das alle Verantwortlichen an einen Tisch bringt und entsprechende Maßnahmen erarbeitet. Junge Flüchtlinge sind in das Ausbildungsbündnis ebenfalls mit einbezogen, denn nirgendwo gelingt die Integration besser und schneller als über eine Berufsausbildung oder -tätigkeit. 

Wege zurück ins Berufsleben

Gerade Langzeitarbeitslose haben es auf dem Arbeitsmarkt besonders schwer. Und auch manche junge Menschen und Alleinerziehende haben Schwierigkeiten, einen Ausbildungsplatz zu finden. Die Landesregierung gibt diesen Menschen und Familien mit Kindern, die Arbeitslosengeld II („Hartz IV“) beziehen mit ihrem Landesprogramm „Neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt“, die Möglichkeit auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.


Kontakt

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau im Neuen Schloss in Stuttgart (Quelle: Landesmedienzentrum)

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau

Schlossplatz 4
70173 Stuttgart

Bürgerreferent:

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Porträt

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut

Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau

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Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau (Bild: © dpa)

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Im Jahr 2017 lag die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg im Schnitt bei

3,5%.

Damit haben wir mit eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten in ganz Europa.


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