Ernährung

Themenbereich Ernährung in der Erzieherausbildung stärken

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In einem Stuttgarter Kindergarten gibt es Lasagne zum Mittagessen. (Bild: dpa)

Das Projekt „Stärkung des Themenbereichs Ernährung in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung“ wurde erfolgreich abgeschlossen. Erzieherinnen und Erzieher sind neben den Eltern wichtige Vorbilder für die Kinder und spielen bei der Entwicklung von Ernährungsgewohnheiten eine große Rolle.

„Essen ist so viel mehr als Nahrungsaufnahme − es ist Genuss, es bedeutet Geselligkeit und Teilhabe, es ist Teil unserer Kultur. Das sollen auch die Kleinsten in unserer Gesellschaft schon von vornerein, unabhängig von ihrer Herkunft oder ihren Hintergründen, erfahren dürfen. Voraussetzung für eine bewusste Ernährungsbildung von Kindern und eine kindgerechte Verpflegung in der Kita ist professionelles Wissen der Erzieherinnen und Erzieher. In der Ausbildung müssen daher möglichst viele Facetten dieses weiten Themenbereichs behandelt werden“, sagte die Staatssekretärin für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Sabine Kurtz, am 17. Juni 2024 anlässlich der Abschlussveranstaltung des IN FORM-Projekts „Stärkung des Themenbereichs Ernährung in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung“ (STErnE) in Stuttgart.

Kinder nehmen durch immer längere Betreuungszeiten täglich bis zu fünf Mahlzeiten in der Kita ein, begleitet von pädagogischem Fachpersonal. In der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern wird das facettenreiche Thema Ernährung häufig nur am Rande oder im Zusammenhang mit Erkrankungen behandelt.

Ressortübergreifende Ernährungsstrategie

Schon 2017 hat Baden-Württemberg als Vorreiter in Deutschland eine ressortübergreifende Ernährungsstrategie erarbeitet, in der es im ersten Leitsatz heißt: „Wir stärken die Ernährungsinformation und -bildung für alle“. „Mit dem STErnE-Projekt stärkt das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz seit 2021 die Ernährungskompetenz der Lehrkräfte an Fachschulen für Sozialpädagogik und trägt dazu bei, das sich angehende Erzieherinnen und Erzieher zum Thema Ernährung weiter professionalisieren können“, betonte Staatssekretärin Kurtz.

Dafür wurden gemeinsam mit Lehrkräften von Fachschulen für Sozialpädagogik passgenaue Materialien und Unterstützungsinstrumente entwickelt, um das Thema Ernährung leicht und fächerübergreifend in den Unterricht zu integrieren. Ein eLearning-Kurs über die Plattform Moodle – MOOVE BW und eine Broschüre mit Medien und Materialien für den Unterricht und den Einsatz in der Kita sind nun frei zugänglich. Bei insgesamt elf Fortbildungen mit über 250 teilnehmenden Lehrkräften wurden die Materialien vorgestellt und erprobt. „Durch die Förderung als ‚IN FORM-Projekt‘ durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sowie durch die Kooperation mit den Ländern Nordrhein-Westfalen, Hessen und Berlin wird weit über Baden-Württemberg hinaus Wirkung erzielt“, betonte Staatssekretärin Kurtz.

Landesinitiative Bewusste Kinderernährung

Mit der Landesinitiative Bewusste Kinderernährung (BeKi) verfüge das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz schon seit mehr als 40 Jahren über Erfahrung in der Ernährungsbildungsarbeit mit pädagogischen Fachkräften. Das STErnE-Projekt setze mit den erarbeiteten Materialien und den dazu angebotenen Fortbildungen für Lehrkräfte schon in deren Ausbildung an.

„Diese Abschlussveranstaltung ist nicht der Abschluss unseres Vorhabens, sondern die Chance, gewonnene Erfahrungen nun in die Breite zu tragen. So sollen die Projektergebnisse dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg bei der Überarbeitung des baden-württembergischen Bildungsplans für die Fachschulen für Sozialpädagogik wichtige Impulse liefern und damit zur Professionalisierung des pädagogischen Fachpersonals beitragen“, ergänzte Staatssekretärin Kurtz.

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Projekt STErnE

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