Artenschutz

„Voluntourismus-Projekt” trägt zum Schutz des Auerhuhns bei

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Ein Auerhuhn steht im Wald.

Der Lebensraum des Auerhuhns im Schwarzwald schwindet, was zu einer Bedrohung dieser Art führt. Um dem entgegenzuwirken, können Menschen im Rahmen des Voluntourismus-Projekts den Südschwarzwald erkunden und gleichzeitig etwas für den Erhalt und Schutz des Auerhuhns tun.

„Der Lebensraum des Auerhuhns im Schwarzwald schwindet. Immer mehr Menschen wollen den Südschwarzwald erkunden und gleichzeitig auch etwas für den Erhalt und Schutz der Natur tun. Diesen Gedanken der internationalen Voluntourismus-Idee nimmt das ‚Voluntourismus-Projekt‘ des  Naturparkes Südschwarzwald auf, und übersetzt ihn in eine Hilfsaktion für das vom Aussterben bedrohte Auerhuhn. Freiwillige pflegen den Lebensraum für den größten heimischen Waldvogel und erfahren gleichzeitig viel Wissenswertes – ein wertvolle Kombination, die zum Überleben der Charakterart beiträgt“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, am 12. August 2022 auf dem Feldberg in Geissenhof (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald), beim Besuch einer Biotoppflegeaktion im Rahmen der Sommertour.

Der Naturpark Südschwarzwald ist eine von vier bundesweiten Modellregionen, der das Vorhaben „Voluntourismus für die biologische Vielfalt in den Nationalen Naturlandschaften” gemeinsam mit zahlreichen engagierten Projektpartnern aus der Region umsetzt. Das Projekt leistet einen aktiven Beitrag zum Schutz und zur Förderung der biologischen Vielfalt und sensibilisiert die Teilnehmenden gleichzeitig, was Artenschutz bedeutet und wie sie ihn unterstützen können.

Freiwillige legten geeignete Refugien an

„Damit auch unsere Enkel die Möglichkeit haben den Auerhuhn-Wald zu erleben müssen wir jetzt aktiv werden. Hierzu hat das Land Baden-Württemberg den Aktionsplan Auerhuhn ins Leben gerufen, dessen Maßnahmenplan sich auf der Ziel-geraden befindet. Im Kern geht es um die Gestaltung des Lebensraumes, den Abbau von Störquellen und das Management der Prädatoren“, betonte Peter Hauk. Bis 2027 wolle man eine signifikante Trendumkehr der schrumpfenden Auerhuhn-Population erreichen und bis 2033 wieder mehr als 300 balzende Hähne im Schwarzwald haben.

Unter fachlicher Anleitung legten zahlreiche Freiwillige mit dem Minister geeignete Refugien an. Die Teilnehmenden räumten Flächen frei und schichteten Astmaterial auf große Haufen, um dem Waldvogel Deckungsmöglichkeiten zu bieten. Zudem wurden aufkommende Ebereschen entfernt und Flugkorridore ausgeformt. Minister Hauk sagte: „Das Auerhuhn benötigt lichte Wälder mit einer nicht zu hohen Bodenvegetation aus Beersträuchern. Niedrige Heidelbeerrasen, die auf nährstoffarmen Böden häufig vorkommen, sind für das Auerhuhn eine wichtige Wohlfühlkomponente“.

Die Teilnehmenden erfuhren viel Wissenswertes, zum Beispiel das die Population seit Beginn des jährlichen schwarzwaldweiten Monitorings 1971 von 570 auf 114 (gezählte) balzenden Auerhähne im Jahr 2021 geschrumpft ist.

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