Jahrestag

Strobl zum Tag der Deutschen Einheit

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Außenansicht des Reichstagsgebäudes. (Bild: Simone M. Neumann)

Innenminister Thomas Strobl hat Baden-Württemberg als stellvertretender Ministerpräsident bei den zentralen Feierlichkeiten am Tag der Deutschen Einheit in der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt vertreten.

Zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2022 sagt Innenminister Thomas Strobl, der als stellvertretender Ministerpräsident Baden-Württemberg bei den zentralen Feierlichkeiten in der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt vertritt:

„Nach 32 Jahren ist die Deutsche Einheit eine Selbstverständlichkeit geworden. Einigkeit und Recht und Freiheit, das ist gerade auch für die jüngeren Generationen in ganz Deutschland und Europa zur Lebensrealität geworden. Das ist gut und dafür sind wir dankbar! Freilich ist es genau deshalb auch so wichtig, dass wir unseren Nationalfeiertag gemeinsam begehen, miteinander feiern und uns erinnern, dankbar sind für das, was wir miteinander erreicht haben. In den Wendejahren demonstrierten Tausende für Freiheit, Demokratie und Einheit – nicht mit Steinen, Waffen oder Gewalt, sondern mit Kerzen, Liedern, Gebeten und der Kraft der Menschlichkeit. Wenn wir auf etwas stolz sein können, dann auf diese friedlich erreichte Wiedervereinigung Deutschlands und auf die Möglichkeiten, die wir einander damit geschenkt haben.

Wenn wir heute nach Russland schauen, dann ist eines klar: Unter einem Präsidenten Putin hätte es keine Deutsche Einheit gegeben. Mit dem brutalen und völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieg auf die Ukraine wurden wir alle einer vermeintlichen Selbstverständlichkeit beraubt. Der Selbstverständlichkeit, in einem sicheren und friedlichen Europa zu leben. Europa ist ein Versprechen für jede und jeden Einzelnen von uns, es ist das größte Friedensprojekt der Menschheit. Die Chance auf dauerhaften Frieden und Wohlstand dürfen wir niemals aufgeben. Unser gemeinsames Europa muss uns allen so am Herzen liegen, dass wir entschlossen für seine Werte eintreten. Denn die russischen Waffen, die in der Ukraine Menschen bedrohen, die brutal verletzen und töten, die gelten – in einer weit weniger existentiellen Weise – uns allen: uns allen, in der freien und demokratischen Welt. Unsere Antwort, die wir auf den russischen Angriff auf die Menschen in der Ukraine geben, muss deshalb klar und unmissverständlich, freilich auch besonnen, sein. Wir müssen wirksame Antworten auf die russische Aggression geben und den Menschen in der Ukraine beistehen.

Ich bin mir sicher, dass die Generationen nach uns für unser Eintreten für Europa und die Europäische Idee dankbar sein werden. Unsere freiheitlich demokratische Grundordnung muss ein unverrückbarer Pfeiler unseres Staatsverständnisses bleiben. Sie muss der Eckstein für unsere Hoffnungen sein, für unser gemeinsames Miteinander. Und sie ist es wert, dass ihr angemessen gedacht und sie angemessen gefeiert wird. Und sie ist es vor allem wert, verteidigt zu werden. Wir haben etwas zu verlieren.“

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