Gewässerökologie

Rund 12,4 Millionen Euro für Bundesgartenschau in Mannheim

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Ein Frachtschiff fährt bei Sonnenaufgang auf dem Neckar bei Mannheim in Richtung des Fernsehturms.

Im Rahmen der Bundesgartenschau 2023 gestaltet Mannheim im urban geprägten Raum Neckar und die Feudenheimer Au um. Das Land fördert das Vorhaben mit rund 12,4 Millionen Euro.

Für Pflanzen, Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten sowie die Menschen sind Bundesgartenschauen besondere Festtage, Orte zum Verweilen, zum Staunen und zum Wohlfühlen. Die Stadt Mannheim wird im Jahr 2023 Gastgeber der Bundesgartenschau sein. Wie dort beispielsweise durch Renaturierungen wieder lebendige Gewässerabschnitte geschaffen werden können, wird in Mannheim am Neckar und der Feudenheimer Au spürbar und sichtbar.

Solche notwendigen Maßnahmen für das ökologische und aquatische Gleichgewicht kosten natürlich auch Geld. Aus diesem Grund hat Umweltstaatssekretär Andre Baumann auf dem Gelände der Bundesgartenschau in Mannheim der zuständigen Bürgermeisterin Prof. Dr. Diana Pretzell zwei Förderbescheide der Landesregierung in Höhe von rund 12,4 Millionen Euro überreicht.

Naturnahe Umgestaltung von Neckar und Feudenheimer Au 

„Das ist eine sehr gute Nachricht für die Stadt Mannheim, für die Menschen sowie die Tiere und Pflanzen“, sagte Baumann. „Wie man die negativen Folgen von Begradigungen abmildern kann, wird hier in Mannheim sehr anschaulich gezeigt. Ich freue mich besonders, dass Sie die Gelegenheit nutzen, den Neckar und die Feudenheimer Au im urban geprägten Raum naturnah zu entwickeln. Das unterstützen wir vom Land sehr gerne.“

Durch die Umgestaltung der Feudenheimer Au entstehe zum Beispiel ein strukturell vielfältiges Aueelement. Auen seien wichtige und zunehmend seltene Lebensräume, erläuterte Staatssekretär Baumann. „Sie dienen auch als natürliche Wasserspeicher. Daher ist auch die Erhaltung und Renaturierung dieser Auen für den Naturschutz, aber auch im Hinblick auf den Klimawandel von großer Bedeutung.“

Baumann würdigte zudem die Maßnahmen am Neckar, die dazu beitragen, die Gewässerstruktur zu verbessern. „Damit vergrößern Sie die Lebensräume von Barbe und Nase beziehungsweise schaffen diese vollkommen neu.“ Barbe und Nase seien hier die Leitfische. „Sie zeigen an, wie gut die Lebensbedingungen des Neckars für Fische sind. Beispielsweise, ob sie ausreichend Wasser haben und auch wandern können.“

Bürgermeisterin Pretzell freute sich über die beiden Förderbescheide: „Die Förderung des Landes zur Neckar-Renaturierung ist für Mannheim eine große Chance, die Artenvielfalt am Neckar wiederherzustellen und ein natürliches Gleichgewicht zu schaffen. Neben Fischen und anderen Lebewesen profitieren auch die Mannheimerinnen und Mannheimer. Ihre Stadt an zwei Flüssen wird dadurch noch erlebbarer.“

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