Coronavirus

Öffnungsperspektiven im Kulturbereich

Eine Besucherin der Ausstellung mit dem Titel: „Kunst & Textil“ sieht sich am 20. März 2014 in der Staatsgalerie in Stuttgartdie Skulptur „Foud Farie“ aus dem Jahr 2011 von Yinka Shonibare an. (Symbolbild: © dpa).

Für den Kulturbereich in Baden-Württemberg sollen nächste Woche konkrete Regelungen getroffen und damit Spielräume für kleine, kreative Formate eröffnet werden.

Im Zuge der weiteren Öffnungsschritte des gesellschaftlichen Lebens sagt Kunstministerin Theresia Bauer:

„Auch der Kulturbereich im Land braucht eine klare Perspektive der Öffnung, die wir mit der gebotenen Vorsicht angehen, die uns aber auch erlaubt, jetzt dynamisch auf Entwicklungen zu reagieren. Darin bin ich mit dem Ministerpräsidenten einig. Es geht um unsere Theater, um Ballett, Oper und Kinos, um Soziokultur und Musikvereine, Chöre und Amateurvereine im ganzen Land. In der kommenden Woche werden wir Öffnungsperspektiven erörtern und konkrete Stufen festlegen.“

Spielräume für kleine, kreative Formate

Klar sei, so die Ministerin weiter, dass Großveranstaltungen bis mindestens 31. August nicht stattfinden könnten. „Wir werden aber Lösungen erarbeiten für kleine, kreative Veranstaltungen, die Kunst und Kultur auch wieder analog in Berührung mit ihrem Publikum bringen – ob Liederabende und Lesungen, Solistenauftritte, Kleinkunst, Tanz und Theater in kleiner Besetzung oder auch Kinovorführungen. Gerade in dieser Zeit wird uns allen schmerzhaft bewusst, wie sehr uns unser kulturelles Leben fehlt. In vielen Kultureinrichtungen im Land wird bereits an guten Ideen für alternative Aufführungsformen gearbeitet und manche werden schon realisiert. An diese knüpfen wir an“, so Bauer.

„Ich danke allen, die unser kulturelles Leben in diesen Tagen mit großem Einsatz und erfrischender Kreativität online bereichern, wie auch allen, die den am stärksten betroffenen Gruppen zeigen, dass wir an sie denken – mit Konzerten vor Krankenhäusern und Pflegeheimen, mit Performances im öffentlichen Raum“, so die Ministerin.

„Um auch besonders sensiblen Bereichen wie Orchestern und Chören wieder eine Perspektive zu geben, wird es nötig sein, die gewachsenen Testkapazitäten auch dafür systematisch stärker zu nutzen“, betonte Bauer.

Das Land hat die sukzessive Öffnung des Kulturlebens unter Wahrung von Abstands- und Hygieneregeln bereits geöffnet: Die Bibliotheken und Archive im Land sind bereits seit 20. April geöffnet, Museen und Ausstellungseinrichtungen können seit 6. Mai wieder öffnen, Musikschulen ab dem 11. Mai. Weitere Schritte werden folgen.

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