Schule

Neuerung an Beruflichen Gymnasien hilft bei Ganztagsbetreuung

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Schülerinnen der Geschwister-Scholl-Schule in Tübingen. (Bild: © dpa)
Symbolbild

Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Gymnasien können ab dem kommenden Schuljahr eine Zusatzqualifikation erwerben, um sich begleitend zu Studium oder Ausbildung in der Ganztagsbetreuung von Kindern engagieren zu können.

Besonders in der Bildung kommt es auf den Anfang an, auf die Basis, auf Grundkompetenzen. Daher sind gute frühe Betreuung und Bildung von Kindern essentiell für deren Werdegang – für sie selbst und für die Gesellschaft als Ganzes. Zudem wollen Mütter und Väter Familie und Beruf gut vereinbaren können. Daher kommt dem Ganztag eine besondere Bedeutung zu. Und genau an der Schnittstelle von Anfangsförderung und Ganztagsbetreuung setzt ein neues Angebot für Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Gymnasien an. Diese können ab dem kommenden Schuljahr an den Sozial- und Gesundheitswissenschaftlichen Gymnasien (Schwerpunkt Soziales, SGGS) ein neues Zertifikat erwerben, mit dem sie alle relevanten Voraussetzungen kompakt nachweisen können, um sich begleitend zu Studium oder Ausbildung in der Ganztagsbetreuung von Kindern an Grundschulen und an Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) engagieren zu können. Das neue Wahlfach „Pädagogik der Ganztagsbetreuung an Grundschulen (PäGG)“, das künftig allen weiteren Profilen und Richtungen des Beruflichen Gymnasiums offen steht, ergänzt diese Weiterentwicklung.

Die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten unterstützen damit das Stammpersonal und erfahren dabei, wie sinnstiftend und erfüllend die herausfordernde Arbeit mit Kindern sein kann. Diese neue Möglichkeit der Zusatzqualifikation hilft den Ganztagseinrichtungen bei der täglichen Arbeit und hilft den Schülerinnen und Schülern bei der Berufsorientierung. „Die jungen Erwachsenen erhalten mit dem neuen Wahlfach sowie der praktischen Erfahrung im Ganztag die Chance, ihre persönlichen Kompetenzen und Fähigkeiten zu erweitern und sie unterstützen gleichzeitig Kinder und Familien im Land mit ihrer wertvollen Arbeit“, sagt Kultusministerin Theresa Schopper.

Zusatzqualifikation ist an allen Profilen möglich

Das Profil des Beruflichen Gymnasiums spielt dabei keine Rolle. Denn zum einen können Schülerinnen und Schüler des Sozial- und Gesundheitswissenschaftlichen Gymnasiums mit dem Schwerpunkt Soziales (SGGS) das Zertifikat erhalten, indem sie noch ein dreiwöchiges Praktikum in einem Ganztagsangebot an einer Grundschule oder einem SBBZ nachweisen. Mit dem Besuch des Unterrichts im Profilfach „Pädagogik und Psychologie“ haben sie den theoretischen Teil der Qualifikation schließlich bereits geleistet. Weitere Voraussetzungen sind Erste-Hilfe-Kenntnisse.

Zum anderen können sich Schülerinnen und Schüler der übrigen Profile und Schwerpunkte der Beruflichen Gymnasien durch das neue Wahlfach PäGG für eine Tätigkeit in der Ganztagsbetreuung von Grundschulen qualifizieren. Im Unterricht dieses Faches lernen sie unter anderem, welche Entwicklungsphasen Kinder durchlaufen, wie man wertschätzend mit Kindern kommuniziert, wie man mit Konflikten umgeht, oder welche Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten es in der Hausaufgabenbetreuung gibt. Neben dieser theoretischen Komponente und einem Erste-Hilfe-Kurs benötigen diese Schülerinnen und Schüler ein zweiwöchiges Praktikum in einem Ganztagsangebot für Kinder im Grundschulalter, um das Zertifikat zu erhalten.

Weitere Meldungen

Ein Ingenieur kontrolliert in einem Labor mit einem Mikroskop einen Chip zum Einsatz in einen Quantencomputer.
Innovation

Land fördert 14 Prototypen für Zukunftstechnologien

Gewinnerteam Regional Cup Tübingen
Start-up BW

ELASTheal gewinnt den Regional Cup Tübingen

Eine Mitarbeiterin der Firma Lütze fertigt Bauteile für elektronische Steuerungen für Schienenfahrzeuge.
Innovation

Land fördert Technologie­kooperation mit der Ukraine

Polizei mit BW-Wappen
Polizei

Neuer Studienjahrgang startet an der Hochschule für Polizei

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Wirtschaft

Land fördert innovatives Verfahren für klimaneutrale Produktion

Ein Student im Praktischen Jahr am Universitätsklinikum Heidelberg spricht mit einem Patienten.
Gesundheitsberufe

Neuer Weg ins Medizinstudium startet

von links nach rechts: Herr Knödler von der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Hall, Justizministerin Marion Gentges und Herr Mack von der Justizvollzugsanstalt Heimsheim
Justiz

108 neue Justizvollzugsbeamte im Land

Icon eines Gesetzbuches mit aufgedrucktem Paragrafenzeichen.
Verkehr

Landesmobilitätsgesetz macht gute Mobilität einfacher

Ministerin Razavi mit den neuen Regierungsbaumeisterinnen und Regierungsbaumeistern 2026. V.l.: Manuel Riedlinger, David Maihöfer, Ministerin Nicole Razavi MdL, Annika Bauer, Johannes Martin Schöckle und Salome Cynthia Schwarz.
Städtebau

Regierungsbaumeisterinnen und -baumeister verabschiedet

Ein Schüler mit Schutzbrille und Handschuhen in einer Autowerkstatt
Schule

Neues Portal zum Arbeits- und Gesundheitsschutz an Schulen

Gruppenbild auf der Bühne: Sozialminister Manne Lucha mit allen Preisträgern des Präventionspreises 2026
Gesundheit

Zwölf Projekte zur Gesundheits­prävention ausgezeichnet

Eine Schülerin meldet sich in einer Schule in Stuttgart während des Unterrichts.
Schule

Zahlen zum Potenzialtest und zur Unterrichtsversorgung

Eine Person in medizinischer Kleidung hält eine Digitalkamera speziell für den klinischen Einsatz. (Bild: Maja Hitij/dpa)
Technologie

Land fördert Miniatur-Batterien für Medizintechnik

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) überreicht Prof. Dr. Hubert Klausmann (rechts) die Staufermedaille in Gold.
Auszeichnung

Staufermedaille in Gold an Prof. Dr. Hubert Klausmann

Eine Lehrerin in der Grundschule mit Schülerinnen und Schülern.
Schule

102 weitere Ganztagsschulen