Europäische Impfwoche

Akzeptanz von Impfungen erhöhen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Ärztin impft ein junges Mädchen mit einer Spritze in den Oberarm.

Impfungen zählen nach wie vor zu den wichtigsten und wirksamsten Präventionsmaßnahmen der Medizin. Deshalb soll die Akzeptanz von Impfungen durch die neue „Landesarbeitsgemeinschaft Impfen“ erhöht werden, sagte Sozialminister Manne Lucha im Vorfeld der diesjährigen Europäischen Impfwoche.

Impfungen zählen nach wie vor zu den wichtigsten und wirksamsten Präventionsmaßnahmen der Medizin. „Mit einer ,Landesarbeitsgemeinschaft Impfen‘ wollen wir die Schlagkraft der vielen Aktivitäten zur Steigerung der Impfakzeptanz erhöhen“, teilte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha im Vorfeld der diesjährigen Europäischen Impfwoche mit.

Zahlreiche Organisationen und Institutionen im Land seien an der Beratung zu Impfungen und deren Umsetzung beteiligt. „Mit der neuen Landesarbeitsgemeinschaft wollen wir den Nationalen Impfplan auf die Situation in Baden-Württemberg anpassen und eine gemeinsame Impfstrategie entwickeln“, sagte Minister Lucha. Am Landesgesundheitsamt werde hierzu eine Geschäftsstelle eingerichtet.

Präventionskampagne „Mach den Impfcheck“

Mit der Europäischen Impfwoche startet auch eine neue Runde der gemeinsam von Sozial- und Integrationsministerium und AOK Baden-Württemberg durchgeführten Kampagne „Mach den Impfcheck“. Unter dem Motto „Was ist dein Plan gegen Masern, Röteln, Mumps und Co?“ sind junge Erwachsene die Zielgruppe der diesjährigen Aktivitäten.

„Der Impfstatus junger Erwachsener weist häufig Lücken auf. Dies hat sich in der Vergangenheit insbesondere bei Ausbrüchen von Masern gezeigt, bei denen gehäuft Fälle in dieser Altersgruppe beobachtet wurden“, betonte Minister Lucha. Um die Zielgruppe direkt anzusprechen, umfasse die Präventionskampagne neben einem interaktiven Impfcheck zahlreiche Aktivitäten in sozialen Medien wie Instagram und Facebook. In Universitätsstädten sorge die Verteilung von Sattelschonern und Infocards zusätzlich für Aufmerksamkeit.

„Nur sehr wenige junge Erwachsene wissen, ob und gegen was sie geimpft sind. Deshalb wollen wir sie dazu motivieren, in ihren Impfausweis zu schauen – und dann zum Haus- oder Kinder- und Jugendarzt zu gehen, um fehlende Impfungen nachzuholen oder Impfungen gegebenenfalls aufzufrischen“, sagte Christopher Hermann, Vorstandschef der AOK-Baden-Württemberg.

Europäische Impfwoche

Die Europäische Impfwoche, die am kommenden Montag (23. April) beginnt, wird jeden April in der gesamten Europäischen Union begangen, um das Bewusstsein für die Bedeutung von Impfungen für die Gesundheit und das Wohlergehen der Bürgerinnen und Bürger zu stärken. In diesem Jahr legt die Impfwoche ihren Themenschwerpunkt auf „Impfungen als individuelles Recht und gemeinsame Verantwortung“.

Vorgesehene Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft Impfen:

  • Ministerium für Soziales und Integration
  • Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg
  • Ärzteverband Öffentlicher Gesundheitsdienst Baden-Württemberg
  • Vertreter der Gesundheitsämter
  • Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg
  • Landesärztekammer Baden-Württemberg
  • Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte Baden-Württemberg
  • Hausärzteverband Baden-Württemberg
  • Berufsverband Deutscher Internisten, Landesverband Baden-Württemberg
  • Berufsverband der Frauenärzte Baden-Württemberg
  • Verband der Betriebs- und Werksärzte Baden-Württemberg
  • Mitglieder der Ständigen Impfkommission (STIKO) aus Baden-Württemberg
  • Krankenkassen (GKV und PKV)
  • Landesapothekerverband Baden-Württemberg
  • Hebammenverband Baden-Württemberg
  • Berufsverband der medizinischen Fachangestellten (Verband medizinischer Fachberufe)
  • Patientenvertreter
  • Landesfamilienrat Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Ein Apotheker holt eine Medikamentenverpackung aus einer Schublade in einer Apotheke.
Gesundheit

Kritische Arzneimittel wieder stärker in Europa produzieren

Ein Biber, fotografiert an einem Fluss (Quelle: dpa).
Artenschutz

Biberverordnung hilft bei Konfliktfällen

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 20. Januar 2026

von links nach rechts: Thomas Strobl, Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister, Sandra Boser, Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Marion Gentges, Ministerin der Justiz und für Migration, Dr. Ute Leidig, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, Florian Haßler, Staatssekretär im Staatsministerium
Kabinettsausschuss

46 Maßnahmen gegen Hass und Hetze

Gesprächsrunde mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (rechts) am 26. November 2025 an der Wilhelmsschule in Stuttgart-Wangen, an der ein Pilotprojekt der Familiengrundschulzentren eingerichtet wird.
Bildung

Land stärkt Erziehungspartnerschaft

Landtagsgebäude von Baden-Württemberg in Stuttgart.
Landtagswahl

Kreiswahlvorschläge stehen endgültig fest

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Mitte) mit den Mitgliedern des Normenkontrollrats Baden-Württemberg
Bürokratieabbau

Normenkontrollrat übergibt Tätigkeitsbericht 2025

Illustration eines Zuges. Dieser fährt an einem Schild mit der Aufschrift "Digitaler Knoten Stuttgart" vorbei.
Digitaler Knoten Stuttgart

Digitale Ausrüstung von Schienenfahrzeugen gefördert

CMT 2026 Tourismustag
Tourismus

Tourismus kann 2025 hohes Niveau halten

Ein Wanderer betrachtet bei Bad Urach den Uracher Wasserfall. (Bild: dpa)
Geodaten

Neue App „BW mobil“ auf der CMT vorgestellt

Eine Polizistin löst zur Demonstration einen sogenannten Taser aus.
Polizei

Breiter Praxischeck für den Taser bei der Polizei

Ein Wanderer geht beim Naturschutzzentrum Kaltenbronn im Schwarzwald einen Weg entlang. (Bild: © Uli Deck / dpa)
Forst

Appell zur Stärkung des Waldumbaus

Grüne Woche 2026
Landwirtschaft

Baden-Württemberg bei der Grünen Woche 2026 erleben

Eine Frau tippt auf einem Tablet. Daneben liegt ein Smartphone.
GesellschaftsReport BW

Vielfältige Angebote zur Stärkung der Medienkompetenz

Gedenkstätte der Heimatvertriebenen in Bad Cannstatt.
Kulturerbe im Osten

Jahresbilanz 2025 des Landesbeauftragten für Vertriebene und Spätaussiedler