Europäische Union

Mehr Forschungsmittel für Europa

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Doktorandin aus Venezuela arbeitet im Labor. (Bild: © dpa)

Durchbruch bei den EU-Budgetverhandlungen: Im Finanzrahmen der Europäischen Union für die Jahre 2021 bis 2027 soll es zusätzlich 16 Milliarden Euro unter anderem für Forschung, Gesundheit und Bildung geben. Baden-Württemberg hatte sich mehrfach für eine Erhöhung der Forschungsmittel ausgesprochen.

Mit dem gestern, 10. November 2020, erzielten Kompromiss zwischen dem Europäischen Parlament, dem Rat und der Kommission ist eine wichtige Hürde genommen auf dem Weg zum mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union (EU) – das Budget der Europäischen Union für die Jahre 2021 bis 2027. 16 Milliarden Euro soll es zusätzlich unter anderem für Forschung, Gesundheit und Bildung geben. So wird das Forschungsprogramm Horizon Europa um vier Milliarden Euro auf 85 Milliarden Euro ausgebaut. Das Austauschprogramm Erasmus wird um mehr als zwei Milliarden Euro aufgestockt; damit stehen nun 23 Milliarden Euro zur Verfügung. Für EU4Health gibt es zusätzlich 3,4 Milliarden Euro. Über eine halbe Milliarde Euro an zusätzlichem Geld sollen für das „Kreative Europa“ zur Verfügung stehen. Der Kompromiss muss noch von allen 27 EU-Mitgliedstaaten angenommen werden.

Grundlagenforschung als unabdingbare Basis für erforderliche Innovationen

„Ich hoffe, dass die Staats- und Regierungschefs dieser verantwortungsvollen Entscheidung nun auch folgen. Es geht hier um nicht weniger als die Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit Europas“, kommentierte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer die Einigung. Gelder für Forschung und Innovation seien Investitionen in die Zukunft – „besonders in Europa, wo natürliche Ressourcen rar sind und die Wirtschaftskraft auf Bildung und Technologie angewiesen ist. Um die globale Wettbewerbsfähigkeit Europas zu sichern, muss Europa daher mutig sein und noch stärker in die Zukunft investieren“, betonte Bauer. Das Rennen in entscheidenden Bereichen wie Künstliche Intelligenz oder Quantentechnologie sei sonst nicht zu gewinnen. „Deswegen begrüße ich die Entscheidung, die relevanten Programme für ein innovatives und resilientes Europa deutlich zu stärken“, so die Ministerin.

Europa sehe sich mit zahlreichen gesellschaftlichen Herausforderungen wie der Klimaerwärmung und auch dem Risiko von Pandemien konfrontiert. Diese könnten nur erfolgreich angegangen werden, wenn die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden. „Mit diesem Paket wird Europa nicht nur die Pandemie mit ihren wirtschaftlichen, sozialen und politischen Folgen bekämpfen können, sondern auch die Union insgesamt wettbewerbsfähiger und zukunftssicherer machen können“, zeigte sich Bauer überzeugt. Dabei stelle eine exzellente Grundlagenforschung die unabdingbare Basis für erforderliche Innovationen dar.

Land forderte Budget-Aufstockung

Ministerin Bauer hatte sich mehrfach öffentlich für eine Erhöhung des Forschungsbudgets ausgesprochen, unter anderem im öffentlichen Science Talk mit dem Präsidenten des Europäischen Forschungsrats (ERC), Jean-Pierre Bourguignon. Zusammen mit weiteren Ländern hat Baden-Württemberg im Rahmen der Bundesratsbefassung zum Europäischen Forschungsraum eine Aufstockung des Budgets entsprechend der Empfehlungen des „Lamy-Reports“ (Expertenkommission der Kommission) gefordert.

YouTube-Kanal der Landesregierung: #ScienceTalk zum Thema Grundlagenforschung

Wissenschaftsministerium: Forschungsförderung

Weitere Meldungen

Ein Ingenieur kontrolliert in einem Labor mit einem Mikroskop einen Chip zum Einsatz in einen Quantencomputer.
Innovation

Land fördert 14 Prototypen für Zukunftstechnologien

Gewinnerteam Regional Cup Tübingen
Start-up BW

ELASTheal gewinnt den Regional Cup Tübingen

Eine Mitarbeiterin der Firma Lütze fertigt Bauteile für elektronische Steuerungen für Schienenfahrzeuge.
Innovation

Land fördert Technologie­kooperation mit der Ukraine

Polizei mit BW-Wappen
Polizei

Neuer Studienjahrgang startet an der Hochschule für Polizei

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Wirtschaft

Land fördert innovatives Verfahren für klimaneutrale Produktion

Ein Student im Praktischen Jahr am Universitätsklinikum Heidelberg spricht mit einem Patienten.
Gesundheitsberufe

Neuer Weg ins Medizinstudium startet

Straßenbaustelle an der B31 im Schwarzwald (Bild: © dpa).
Straßenbau

500 Millionen Euro für Straßenerhalt im Land

von links nach rechts: Herr Knödler von der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Hall, Justizministerin Marion Gentges und Herr Mack von der Justizvollzugsanstalt Heimsheim
Justiz

108 neue Justizvollzugsbeamte im Land

Bauarbeiter laufen in Stuttgart an Neubauten der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) vorbei. (Foto: © dpa)
Wohnraumförderung

Bau von 3.367 Sozialwohnungen bewilligt

Gruppenbild mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (vorne, Mitte) und den Ordensprätendentinnen und Ordensprätendenten
Auszeichnung

Verdienstorden des Landes an 27 verdiente Persönlichkeiten

Icon eines Gesetzbuches mit aufgedrucktem Paragrafenzeichen.
Verkehr

Landesmobilitätsgesetz macht gute Mobilität einfacher

Ministerin Razavi mit den neuen Regierungsbaumeisterinnen und Regierungsbaumeistern 2026. V.l.: Manuel Riedlinger, David Maihöfer, Ministerin Nicole Razavi MdL, Annika Bauer, Johannes Martin Schöckle und Salome Cynthia Schwarz.
Städtebau

Regierungsbaumeisterinnen und -baumeister verabschiedet

Neue Herausforderungen für die Kriminaltechnik in Bayerns
Wirtschaft

Länder fordern Anpassung der Chemieagenda 2045

Ein Schüler mit Schutzbrille und Handschuhen in einer Autowerkstatt
Schule

Neues Portal zum Arbeits- und Gesundheitsschutz an Schulen

Gruppenbild auf der Bühne: Sozialminister Manne Lucha mit allen Preisträgern des Präventionspreises 2026
Gesundheit

Zwölf Projekte zur Gesundheits­prävention ausgezeichnet