Wärmeversorgung

Land fördert drei energieeffiziente Wärmenetze

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Arbeiter verlegen Rohre für ein Wärmenetz. (Foto: © dpa)

Das Land fördert drei energieeffiziente Wärmenetze in Rottenburg-Oberndorf, Baiersbronn und Ispringen. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Einsparung von Energie und Kohlenstoffdioxid-Emissionen.

Mit insgesamt 650.000 Euro bezuschusst das Umweltministerium den Aus- und Neubau drei weiterer energieeffizienter Wärmenetze in Rottenburg-Oberndorf, Baiersbronn und Ispringen. Investitionen in Wärmenetze, die erneuerbare Energiequellen verwenden, industrielle Abwärme nutzen oder bei denen hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung zum Einsatz kommt, unterstützt das Land mit seinem Förderprogramm „Energieeffiziente Wärmenetze“.

Wärmeversorgung energieeffizient und CO2-arm

„Mit Energie sparsam und bewusst umzugehen hat seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs an neuer Bedeutung gewonnen. Insbesondere bei der Wärmeversorgung machen fossile Energieträger immer noch einen hohen Anteil aus“, sagte Umwelt- und Energiestaatssekretär Andre Baumann am 04. Mai in Stuttgart. Nun gelte es die Gebäude im Land effizient zu sanieren und die Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Quellen zu erhöhen. „Energieeffiziente Wärmenetze leisten dabei einen wichtigen Beitrag, um neben Energie auch viele Kohlenstoffdioxid(CO2)-Emissionen einzusparen“, so Baumann.

Neubaugebiet Engwiesen II in Rottenburg-Oberndorf

Für die Wärmeversorgung von rund 90 Wohngebäuden in Ein- und Mehrfamilienhäusern soll im Neubaugebiet Engwiesen II in Rottenburg-Oberndorf im Landkreis Tübingen ein kaltes Nahwärmenetz mit einer Länge von über zwei Kilometern entstehen. Das Umweltministerium bezuschusst dieses Wärmenetz mit 250.000 Euro. In Zukunft sollen dann Erdwärmekollektoren in Kombination mit Wärmepumpen die Wärme für das Neubaugebiet erzeugen. Dazu werden auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 15 000 Quadratmetern Erdwärmekollektoren ins Erdreich eingebracht. In den Gebäuden eingesetzte Wärmepumpen heben das Energieniveau der oberflächennahen Geothermie an und ermöglichen so die Raumheizung sowie die Warmwasserbereitung. Zudem ist eine passive Kühlung im Sommer möglich. Betrieben werden die Wärmepumpen zu 100 Prozent mit Ökostrom.

Ortsteil Klosterreichenbach von Baiersbronn

Um kommunale und private Gebäude im Ortsteil Klosterreichenbach von Baiersbronn im Landkreis Freudenstadt mit Wärme zu versorgen, soll ein Wärmenetz errichtet werden. Die Gemeinde erhält vom Umweltministerium 200.000 Euro an Förderung, um im zweiten Bauabschnitt Leitungen mit einer Länge von 2775 Meter zu verlegen und 57 Übergabestationen zu installieren. Den Wärmebedarf deckt eine Holzheizung, ein Wärmespeicher sowie ein Spitzenlastkessel; zudem wird die Abwärme einer örtlichen Wäscherei in das Wärmekonzept miteingebunden.

Ispringen im Enzkreis

Für die Versorgung von kommunalen Gebäuden und Privathaushalten ist im Ortskern von Ispringen im Enzkreis ein neues Nahwärmenetz geplant. Mit einer Länge von rund 1350 Metern soll das Wärmenetz 21 Hausanschlüsse versorgen. Das Umweltministerium fördert den Bau des Wärmenetzes inklusive Übergabestationen und einem Pufferspeicher mit 200.000 Euro.

Förderprogramm „Energieeffiziente Wärmenetze“

Den Ausbau von energieeffizienten Wärmenetzen unterstützt das Land mit einem eigenen Förderprogramm. Dabei fördert es Investitionen in Wärmenetze, die erneuerbare Energiequellen verwenden, industrielle Abwärme nutzen oder bei denen hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung zum Einsatz kommt. In den vergangenen Jahren konnten weit über 60 Wärmenetze bezuschusst werden.

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Förderprogramm „Energieeffiziente Wärmenetze“

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