Coronavirus

Land erleichtert Regelungen für Jugend- und Familienfreizeiten

Kinder spielen und tollen auf einer aus Strohballen gebauten Raupe. (Bild: © dpa)

Für die Sommerferien haben viele Träger der Jugendhilfe Ferienprogramme und Freizeiten für Kinder, Jugendliche und Familien geplant. Für mehr Planungssicherheit wurden nun die entsprechenden Verordnungen geändert.

Kinder, Jugendliche und Familien waren in den vergangenen Monaten durch die pandemiebedingten Schließungen von Schulen und Betreuungseinrichtungen stark belastet. Für die Sommerferien haben viele Träger der Jugendhilfe Ferienprogramme und Freizeiten für Kinder, Jugendliche und Familien geplant. Angesichts steigender Inzidenzen schafft das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration durch Änderung der Corona-Verordnung Kinder- und Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit sowie der Corona-Verordnung Familienbildung und Frühe Hilfen Planungssicherheit.

„Kinder und Jugendliche sind nicht nur Schülerinnen und Schüler – ihre sozialen Entwicklungsräume außerhalb der Schule sind genauso wichtig. Durch die Änderungen schaffen wir mehr Verlässlichkeit, dass Freizeiten für Kinder und Jugendliche auch im Fall steigender Inzidenzen stattfinden können“, sagte Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha am Donnerstag, 29. Juli 2021, in Stuttgart.

Freizeitangebote der Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit

Bei der Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit nimmt das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration deswegen in der entsprechenden Verordnung eine Regelung auf, die es ermöglicht, dass ein bereits begonnenes Angebot bis zum geplanten Ende fortgesetzt werden kann, falls der Stadt- oder Landkreis in dieser Zeit eine höhere Inzidenzstufe erreicht. Dies gilt nicht für den Fall, dass der Anstieg in einem direkten Zusammenhang mit dem Angebot steht.

„Träger brauchen für die kommenden Sommerferien eine verlässliche Aussage darüber, ob sie auch Mitte der Sommerferien ein bereits geplantes, mehrtägiges Angebot durchführen können, wenn sich in den wenigen Wochen bis dahin die Inzidenzstufe erhöht“, so der Minister. „Kinder und Jugendliche fiebern ungeduldig den Freizeiten und Programmen entgegen. Familien haben ihre Ferienplanungen rund um solche Angebote ausgerichtet. Deswegen haben wir entschieden, dass wir die Regelungen in den Inzidenzstufen 2 und 3 angleichen. Dies gilt nicht nur für Ferienfreizeiten mit Übernachtung außerhalb des eigenen Haushalts, sondern gerade auch für mehrtägige Ferienprogramme wie Stadtranderholungen und Waldheime. Diese Programme sind auch für diejenigen Eltern wichtig, die während der Schulferien auf eine verlässliche Betreuung ihrer Kinder angewiesen sind.“

Bei mehrtägigen Angeboten mit Übernachtung außerhalb des eigenen Haushalts wird zeitgleich eine weitere Sicherung eingebaut. Wenn während eines solchen Angebots die Inzidenz von unter 35 auf über 35 oder von unter 50 auf über 50 ansteigt, soll am Abreisetag ein zusätzlicher Nachweis über eine negative Testung erbracht werden. Mit diesem Nachweis besteht für Kinder und Jugendliche sowie Betreuungskräfte Klarheit, ob sie sich am Wohnort absondern müssten, wenn dieser Test positiv ausfällt. „Unabhängig davon rate ich weiterhin allen Teilnehmenden und allen Betreuungskräften, in der Woche nach einem Angebot unabhängig von der Inzidenzstufe einen Bürgertest in Anspruch zu nehmen. Sie helfen damit, mögliche Infektionen aufzudecken und eine weitere Verbreitung zu durchbrechen“, sagte Minister Manne Lucha.

Freizeiten im Rahmen der Familienbildung und der Frühen Hilfen

Auch die Regelungen für Freizeiten für Familien im Rahmen der Familienbildung und der Frühen Hilfen hat das Sozialministerium angepasst. Auch in höheren Inzidenzstufen können sie mit Teilnehmenden aus bis zu 16 Haushalten stattfinden. „Familien haben in den letzten Monaten sehr viel geleistet und so ganz wesentlich zum Schutz gefährdeter Menschen beigetragen. Sie brauchen jetzt dringend eine gute Perspektive – nicht nur für den Sommer, sondern auch für die kommenden Monate. Ich appelliere daher nochmals dringend an alle Erwachsenen: Tragen Sie Ihren Teil zur Eindämmung der Pandemie bei und lassen Sie sich impfen!“, so Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha abschließend.

Corona-Verordnung Kinder- und Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit

Corona-Verordnung Familienbildung und Frühe Hilfen

Weitere Informationen zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Mit unserem Messenger-Service bekommen Sie immer alle Änderungen und wichtige Informationen aktuell als Pushnachricht auf Ihr Mobiltelefon.

Weitere Meldungen

Campus Rosenfels in Lörrach
  • Städtebau

Städtebaumaßnahme in Lörrach erfolgreich abgeschlossen

Ein Arzt einer Frauenklinik führt eine pränatale Ultraschall-Untersuchung an einer in der 18. Woche schwangeren Frau durch. (Bild: © picture alliance/Daniel Karmann/dpa)
  • Menschen mit Behinderung

Plattform für Eltern von Kindern mit einer möglichen Behinderung

Screenshot Erklärvideo: Figur zeigt auf Erdkugel, auf der Europa farbig markiert ist. Daneben die Europaflagge.
  • Europawahl

Erklärvideos zur Kommunalwahl und Europawahl

Gruppenfoto: Die Teilnehmenden des Workshops zusammen mit Simone Fischer und Jella Riesterer vom Social Innovations Lab.
  • MENSCHEN MIT BEHINDERUNGEN

Mehr Inklusion im und durch Sport

1044. Sitzung des Bundesrates
  • Bundesrat

Land setzt sich für pharmazeutische Industrie ein

Organspendeausweis (Foto: © dpa)
  • Organspende

Organspende noch stärker in den öffentlichen Fokus rücken

Titelbild Steuertipps für Menschen mit Behinderung
  • Steuern

Steuertipps für Menschen mit Behinderung

Ministerin Nicole Razavi MdL spricht im Bundesrat
  • Bundesrat

Vorstoß für mehr Wohnraum

Eine Hebamme hört mit einem CTG die Herztöne eines Babys ab.
  • Geburtshilfe

Land verbessert Vergütung für Hebammen

Ein Feuerwehrmann holt während einer Einsatzübung einer Freiwilligen Feuerwehr eine Leiter vom Dach eines Einsatzfahrzeugs.
  • Ehrenamt

Runder Tisch zur Stärkung von Vereinen

Zwei junge Frauen sitzen mit Umzugskartons und Smartphone auf einem Bett in einem Wohnheim.
  • Junges Wohnen

Modernisierung von Wohnheimplätzen

Blick auf Müllheim-Hügelheim
  • Ländlicher Raum

Studie zur Resilienz der ländlichen Räume

Eine Frau sitzt mit einem Laptop an einem Tisch im Homeoffice.
  • Beruf und Familie

„familyNET 4.0“ startet in sechste Runde

Im Rosengarten im Park der Villa Reitzenstein spielt eine Band vor Publikum.
  • Parköffnungen

Kulturprogramm im Park der Villa Reitzenstein

Die Kabinettsmitglieder sitzen am Kabinettstisch der Villa Reitzenstein.
  • Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 7. Mai 2024

Eine junge Pflegerin zeigt einer älteren Patientin auf dem Tablet medizinische Ergebnisse.
  • Pflege

Land stärkt Digitalisierung in der Pflege

Gut Beraten!
  • Ländlicher Raum

Land fördert innovatives und bürgerschaftliches Engagement

Kabinettsausschuss Entschlossen gegen Hass und Hetze
  • Innere Sicherheit

Fünfte Sitzung des Kabinettsausschusses gegen Hass und Hetze

  • Podcast zum Bundesrat

SpätzlesPress #2: Organspende – Eine Geste für das Leben

LGS 2024 in Wangen
  • Gartenschau

Landesgartenschau Wangen eröffnet

Eine Spritze liegt auf einem Impfpass.
  • Gesundheit

Europäische Impfwoche sensibilisiert für Bedeutung von Impfungen

Die Bewohner einer Wohngemeinschaft für Senioren unterhalten sich. (Foto: © dpa)
  • Quartiersimpulse

660.000 Euro für Quartiers-Projekte

Schloss Mannheim
  • Schlösser und Gärten

Neue digitale Angebote für Schlösser

Stethoskop vor farbig eingefärbtem Kartenumriss von Baden-Württemberg mit Schriftzug: The Ländarzt - Werde Hausärztin oder Hausarzt in Baden-Württemberg
  • Gesundheitsberufe

390 Bewerbungen für 75 Studienplätze der Landarztquote

Ministerialdirektorin Leonie Dirks steht vor Transfermobil und übergibt Fahrzeugschlüssel an Prof. Dr. Daniel Buhr vom Landeskompetenzzentrum Pflege & Digitalisierung.
  • Digitalisierung

Transfermobil bringt Pflege-Innovationen ins Land