STRASSENBAU

Kooperation beim Ausbau der B 33

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Autobahn-Baustelle A8
Symbolbild

Das Land kooperiert aufgrund der besonderen Herausforderungen beim Neu- und Ausbau der B 33 mit der bundesweiten Planungs- und Baugesellschaft DEGES. Ein wesentlicher Grund für die Kooperation sind die schwierigen Bodenverhältnisse beim Projekt.

Auch beim Großprojekt Ausbau der B 33 neu zwischen Allensbach (West) und Konstanz (Landeplatz) wird es eine Zusammenarbeit mit der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) geben. Nach fachlichem Austausch zwischen DEGES, Landesverkehrsministerium und Regierungspräsidium (RP) Freiburg im Januar 2024 soll nun eine Kooperation vereinbart werden. Die Zusammenarbeit wird in Form von Beratungsleistungen und Bereitstellung zusätzlicher Fachexpertisen realisiert werden.

Größe des Projekts und Untergrund stellen eine Herausforderung da

Verkehrsminister Winfried Hermann erklärte: „Damit sich das Vorhaben nicht weiter verzögert, holen wir uns zusätzlich Rat und Kompetenz der DEGES. Das komplexe Großprojekt stellt die Fachleute vor einige Herausforderungen. Neben der Größe des Gesamtprojektes sind insbesondere die Untergrundverhältnisse außergewöhnlich. Die Kooperation mit der DEGES und Ihrer Tunnelfachexpertise sowie dem örtlich tief in das Projekt eingearbeitete Projektteam des Regierungspräsidiums soll die Projektumsetzung optimieren.“ Die Kooperation zwischen RP, DEGES und Verkehrsministerium hatte sich nach ausführlicher Beratung als beste Lösung herausgestellt.

Der knapp 700 Meter lange zweiröhrige Tunnel Hegne und die beidseits daran anschließenden 300 Meter langen Trogbauwerke überqueren bildlich gesprochen ein bis zu 40 Meter tiefes Tal gefüllt mit Seeton. Dieser Ton ist breiig bis flüssig wie ein Schwamm und entsprechend setzungsempfindlich. Für einen sicheren Stand muss der Tunnel auf Betonpfähle gestellt werden. Zudem muss der „Schwamm“ im Untergrund vor dem Bau des Tunnels quasi „zusammengedrückt“ und mithilfe von Drainagen entwässert werden. Hierfür ist eine Vorschüttung notwendig, die mit dem Ausbruchmaterial aus dem Röhrenbergtunnel erfolgen wird.

Die besondere Konstellation des Untergrundes mit einem Tunnel darüber ist eine geologische Seltenheit und besonderes Erschwernis für die Bauarbeiten. Dies erfordert einen außergewöhnlichen fachlichen Aufwand. Durch die Einbeziehung der DEGES, welche in anderen Tunnelgroßprojekten deutschlandweit unter unterschiedlichen Bedingungen bereits Erfahrungen sammeln konnte, schöpft das Land weitere Möglichkeiten zur weiteren Beschleunigung, zur Risikominimierung und Optimierung in diesem Projekt weiter aus. Das Regierungspräsidium in der Gesamtprojektverantwortung stellt wiederum mit ihrem Projektknowhow und ihren Ortskenntnissen den zügigen Fortgang des Ausbaus der B 33 sicher.

Ausweitung der Projektvergaben an die DEGES geplant

Vor dem Hintergrund stetig steigender Anforderungen auch in der Straßenbauverwaltung nutzt das Land alle ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, um seine Aufgaben bestmöglich erfüllen zu können. Daher wurde in den vergangenen Monaten intensiv geprüft, welche Bedarfsplanmaßnahmen des Bundes für eine sukzessive Übertragung an die DEGES geeignet sind und wie eine Entlastung der eigenen Ressourcen erfolgen kann.

So wurden die Planungen der Maßnahmen „B 31 Meersburg-Immenstaad” sowie des Teilabschnitts der „B 27 von Leinfelden-Echterdingen Nord bis Leinfelden-Echterdingen Süd“ bereits an die DEGES übertragen. Mittelfristig wird zudem eine Ausweitung der DEGES-Projektvergaben im Land angestrebt.

Weitere Meldungen

Ein Messegast lässt sich eine so genannte ORC-Anlage erläutern.
Klimaschutz

Land fördert Energiefahrpläne für Unternehmen und Einrichtungen

Zitterpappel
Forst

Zitterpappel bereichert Wald und Bioökonomie

Ein Bauarbeiter schaut auf ein Gebäude, das als Testobjekt aus Recyclingbeton gebaut wird.
N!BBW

Neue Termine für Workshops „Nachhaltiges Bauen“

Absperrung auf einer Straße. Im Hintergrund eine Autobrücke.
Kommunaler Straßenbau

Land unterstützt Kommunen beim Umbau der Straßeninfrastruktur

Neubau Kollegiengebäude 1, Pädagogische Hochschule Freiburg, Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten, Stuttgart
Holzbau

Klimafreundlich Bauen mit Holz

Kernkraftwerk Philippsburg ohne Türme (Aufnahme vom 03.06.2020)
Kernkraft

Offene Rohrdurchführungen im Kernkraftwerk Philippsburg

Ein Mitarbeiter von Kawasaki führt bei der Industriemesse Hannover Messe am Messestand von Microsoft die Überwachung und Steuerung einer Maschine mit einer AR-Brille (Augmented Reality) vor.
Industrielle Innovation

Baden-Württemberg auf der Hannover Messe 2026

Minister Hermann und die Bine von bwegt klatschen sich ab
Nahverkehr

bwegt-Wanderweg Tübingen-Rottenburg eröffnet

Drohne mit Auslegearm zum Einölen der Eier beim Anflug an einen Baum mit Kormorannestern
Fischerei

Drohnen-Testflug zum Kormoranmanagement am Bodensee

links: Behältnis, das am Ostersonntag (5. April 2026) in einem Garten gefunden wurde; rechts: Laboranalyse
Strahlenschutz

Fundstück enthielt zu keinem Zeitpunkt Polonium-210

Polizeistreife bei Verkehrsunfall
Polizei

Bilanz des europaweiten Speedmarathons 2026

Asiatische Hornisse
Artenmanagement

Königinnen und Nester der Asiatischen Hornisse melden

Wengenviertel in Ulm
Städtebau

Städtebauförderprogramm 2027 startet

Kläranlage des Abwasserzweckverbandes Raum Offenburg bei Griesheim (Symbolbild: © dpa).
Wasserwirtschaft

Land unterstützt Wasserwirt­schaft mit 265 Millionen Euro

Ein Fahrradfahrer fährt auf einer Fahrradstraße.
Radverkehr

Neue Radwege im Land