Umweltschutz

Land fördert Sanierung des Gaswerks Rottweil

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Altes Gaswerk in Rottweil
Das Foto zeigt das Gelände des ehemaligen Gaswerks der Stadtwerke Rottweil. Im Hintergrund rechts die historische Innenstadt von Rottweil mit dem Kapellenturm. Links ist der Neckar zu erkennen. Auf dem Gelände des Alten Gaswerks und weiteren Flächen im Neckartal findet die Landesgartenschau 2028 statt.

Das Land fördert die Sanierung des Altstandorts „Gaswerk Rottweil“ mit rund 2,6 Millionen Euro. Durch die Sanierung soll der Schadensherd und das Grundwasser von Schadstoffen befreit und die Fläche in das Landesgartenschaugelände 2028 integriert werden.

Mit rund 2,6 Millionen Euro unterstützt das Umweltministerium die Stadt Rottweil bei der Sanierung des Altstandorts „Gaswerk Rottweil“. Ziel ist es, den Schadensherd und das Grundwasser von Schadstoffen zu befreien und die Fläche in das Landesgartenschaugelände 2028 zu integrieren. Somit kann eine bislang brachliegende Fläche sinnvoll wiedergenutzt werden.

„Die Sanierung des Gaswerks Rottweil vereint das Notwendige mit dem Nützlichen: Zum einen werden Mensch und Natur vor Gefahren durch alte Schadstoffe geschützt, zum anderen ist das Projekt ein wichtiger Baustein, um eine belastete Fläche nachhaltig wieder nutzbar zu machen. Es ist uns ein großes Anliegen, dass diese wertvollen Projekte zum Flächenrecycling von unseren Kommunen realisiert werden können. Daher unterstützt das Land die Maßnahmen der Stadt Rottweil sehr gerne“, sagt Thekla Walker, Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft. Das nun geförderte Sanierungsprojekt sei ein gutes Beispiel dafür, wie Kommunen brachliegende Flächen, meist in zentraler Lage, wieder nutzen und ihren Flächenverbrauch so reduzieren zu können.

Der Altlaststandort „Gaswerk Rottweil“

Beim früheren Betrieb des Gaswerks sind durch die Ablagerung von Rück­ständen wie Teer Schadstoffe in den Untergrund gelangt. Dieser ist dadurch mit gaswerksspezifischen Schadstoffen belastet. Die Untersuchung und Behand­lung des Altstandorts nahe am Neckar reicht bis in die 1980er Jahre zurück. In den Jahren 2000 und 2001 wurde der Kernschadensbereich, die sogenannten Teerölgruben, ausgehoben und entsorgt. Im Rahmen des Grundwassermonitorings wurde jedoch festgestellt, dass das Grundwasser immer noch erhöhte Schadstoffgehalte aufweist. Nach mehreren Sitzungen der Bewertungskommission Altlasten, die den Fall umfänglich bewertet hat, ist nun eine weitere Sanierung notwendig.

Nördlicher und südlicher Schadensbereich

Die Sanierung wird dabei gezielt auf die unterschiedlichen Schadensbereiche ausgerichtet. Während im nördlichen Bereich ein Aushub mittels Großlochboh­rungen umgesetzt wird, setzt man im südlichen Bereich auf Maßnahmen, die die Infiltration von Niederschlagswasser verhindern. Zudem wird bei der ebenfalls stattfindenden Neckarrevitalisierung darauf geachtet, dass die Grundwasserströ­mung sauerstoffreiches Wasser anliefert, welches den natürlichen Schadstoffab­bau fördert.

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