Bund

Initiativen im Wirtschaftsausschuss des Bundesrats

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (Bild: Martin Stollberg / Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg)

Baden-Württemberg hat sich im Wirtschaftsausschuss des Bundesrats mit zwei Anträgen erfolgreich für eine Änderung des Kohleausstiegsgesetzes und dem von der Europäischen Union geplanten „Just Transition Fund“ eingesetzt.

„Wir setzen uns bei der Energiewende gegen die systematische Benachteiligung bestimmter Anlagen, Branchen oder Regionen ein“, sagte Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. „Ich freue mich, dass sich der Wirtschaftsausschuss mehrheitlich unseren Forderungen angeschlossen hat und wir mit unseren Anliegen nun einen wichtigen Schritt weiter sind.“

Der von der Bundesregierung vorgelegte Entwurf des Kohleausstiegsgesetzes ist aus Sicht der Wirtschaftsministerin überarbeitungsbedürftig. Gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen und dem Saarland fordert Baden-Württemberg deshalb: „Der Gesetzentwurf benachteiligt systematisch Steinkohlekraftwerke und deren Betreiber im Vergleich zu Braunkohlekraftwerken. Diese Ungleichbehandlung träfe gerade Baden-Württemberg als das Land mit der zweithöchsten Steinkohleverstromung in Deutschland hart. Für uns als Wirtschaftsstandort sind hier Nachbesserungen unabdingbar“, so die Ministerin. Insgesamt brauche man bessere Rahmenbedingungen und stärkere Anreize für die Kraft-Wärme-Kopplung sowie den Umstieg auf Gas oder erneuerbare Energien, um die Herausforderungen der Energiewende meistern und gleichzeitig die Arbeitsplätze im Land sichern zu können.

Mehr Regionen in den Just Transition Fund aufnehmen

In einem weiteren Antrag befasste sich der Wirtschaftsausschuss des Bundesrats mit der geplanten Einrichtung des „Just Transition Fund“, mit dem die Europäische Union bis zu 50 Milliarden Euro für Regionen zur Verfügung stellen will, die unmittelbar von der Förderung von fossilen Brennstoffen abhängig sind. Laut Ministerin Hoffmeister-Kraut müsse dieser Fonds jedoch weitere Regionen in den Blick nehmen: „Die Zielsetzung des Fonds, einen finanziellen Ausgleichsmechanismus für Regionen zu schaffen, die von der Transformation und der Abkehr von fossilen Brennstoffen am stärksten betroffenen sind, ist grundsätzlich richtig und wichtig. Allerdings beschränkt sich der Fonds lediglich auf die unmittelbaren Auswirkungen der Abkehr von fossilen Brennstoffen, also vor allem die vom Kohlebergbau abhängigen Regionen.

Im Gegenzug werden andere Regionen vernachlässigt, deren Industrien von den Transformationsprozessen hin zu einem klimaneutralen Wirtschaftssystem aber ebenso stark betroffen sein werden“, stellte Hoffmeister-Kraut klar. Dies gelte insbesondere für Baden-Württemberg mit seiner enorm wichtigen Automobilindustrie und den damit verbundenen Branchen. „Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass auch diese Regionen in den Anwendungsbereich des Fonds aufgenommen werden.“

Weitere Meldungen

Ein Biber, fotografiert an einem Fluss (Quelle: dpa).
Artenschutz

Biberverordnung hilft bei Konfliktfällen

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 20. Januar 2026

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Grand Est und Baden-Württemberg mobilisieren für Zukunft der Bioökonomie

von links nach rechts: Thomas Strobl, Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister, Sandra Boser, Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Marion Gentges, Ministerin der Justiz und für Migration, Dr. Ute Leidig, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, Florian Haßler, Staatssekretär im Staatsministerium
Kabinettsausschuss

46 Maßnahmen gegen Hass und Hetze

Gesprächsrunde mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (rechts) am 26. November 2025 an der Wilhelmsschule in Stuttgart-Wangen, an der ein Pilotprojekt der Familiengrundschulzentren eingerichtet wird.
Bildung

Land stärkt Erziehungspartnerschaft

Ein Apotheker holt eine Medikamentenverpackung aus einer Schublade in einer Apotheke.
Gesundheit

Kritische Arzneimittel wieder stärker in Europa produzieren

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Mitte) mit den Mitgliedern des Normenkontrollrats Baden-Württemberg
Bürokratieabbau

Normenkontrollrat übergibt Tätigkeitsbericht 2025

Illustration eines Zuges. Dieser fährt an einem Schild mit der Aufschrift "Digitaler Knoten Stuttgart" vorbei.
Digitaler Knoten Stuttgart

Digitale Ausrüstung von Schienenfahrzeugen gefördert

Ein Wanderer betrachtet bei Bad Urach den Uracher Wasserfall. (Bild: dpa)
Geodaten

Neue App „BW mobil“ auf der CMT vorgestellt

Ein Wanderer geht beim Naturschutzzentrum Kaltenbronn im Schwarzwald einen Weg entlang. (Bild: © Uli Deck / dpa)
Forst

Appell zur Stärkung des Waldumbaus

Grüne Woche 2026
Landwirtschaft

Baden-Württemberg bei der Grünen Woche 2026 erleben

Seitenansicht eines Doppelstockzuges
Schienenverkehr

Weitere 26 Doppelstockzüge für Baden-Württemberg

Symbolbild: Symbolbild: Ein Passant geht an dem Logo der Agentur für Arbeit vorbei. Das Bundesverfassungsgericht hat am Dienstag, 5. November 2019, sein Urteil zu Leistungskürzungen für unkooperative Hartz-IV-Bezieher verkündet. (Bild: picture alliance/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa)
Bürgergeld

Hoffmeister-Kraut unterstützt geplante Bürgergeld-Reform

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) überreicht den Sternsingerinnen und Sternsingern eine Geldspende.
Aktion Dreikönigssingen

Kretschmann empfängt Sternsingergruppen

Eine Frau bedient die Smartphone-App eines Onlinehändlers. (Foto: © dpa)
Marktüberwachung

Mehr Schutz bei Online-Einkäufen